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US-Bürger vor Erdogan-Trump-Treffen aus Hausarrest entlassen

Kurz vor einem Treffen zwischen dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und US-Präsident Donald Trump beim G-20-Gipfel in Japan hat die Türkei einen unter Hausarrest stehenden Mitarbeiter des US-Konsulats in Istanbul freigelassen. Ein Istanbuler Gericht habe die Weisung am Dienstag erteilt, hieß es aus der US-Botschaft in Ankara.

 

Dem Mann, der die türkische Staatsbürgerschaft hat, werden Terrorvorwürfe gemacht. Das Land dürfe er aber nicht verlassen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Der Gipfel findet am Freitag und Samstag in Osaka statt.

Dass die Türkei US-Bürger und Mitarbeiter von Konsulaten wegen Terrorvorwürfen festhält, belastet die Beziehungen seit langem. Größter Streitpunkt ist aber zurzeit, dass Ankara ein russisches Raketenabwehrsystem gekauft hat. Die Affäre um das S-400-System dürfte bei dem Treffen von Trump und Erdogan ein Hauptthema sein. Die USA drohen mit Sanktionen, die die sowieso schwächelnde türkische Wirtschaft schwer treffen könnten. Die ersten Lieferungen sind schon für Juli geplant.

Die US-Regierung ist strikt gegen den Kauf, weil sie befürchtet, dass Russland über die Raketenabwehr an Daten zu den Fähigkeiten der neuen F-35-Tarnkappenflugzeuge gelangen könnte. Die Türkei ist Partner beim Bau und soll außerdem selber 100 Jets bekommen.

Die Freilassung des Konsulatsmitarbeiters könnte der Versuch sein, die bevorstehenden Gespräche in Osaka positiv zu beeinflusse. Erdogan hatte sich jüngst vor internationalen Journalisten optimistisch geäußert. Beim Gipfel werde er Trump fragen: "Finden Sie so eine Sanktion gegen die Türkei passend? Ich bin sicher, Herr Trump wird Nein sagen", meinte er. Er warnte aber auch, dass die Türkei Gegensanktionen verhängen werde, sollte es zu Strafmaßnahmen kommen.

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