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Mlinar kandidiert für slowenische liberale Partei

Die scheidende österreichische EU-Abgeordnete Angelika Mlinar will nun in Slowenien kandidieren. Nachdem eine Wiederkandidatur für die NEOS in Österreich nicht geklappt hat, tritt Mlinar bei der EU-Wahl für die liberale Partei von Ex-Ministerpräsidentin Alenka Bratusek (SAB) an, sagte sie am Freitag in Ö1. Die Partei steht in Umfragen bei rund drei Prozent, für ein Mandat wären acht nötig.

© APA (Archiv)
 

"Ich habe 13 Jahre in Slowenien gelebt, ich habe dort im Rahmen der EU-Osterweiterung für die Europäische Kommission gearbeitet und auch später ein Unternehmen geführt in Slowenien. Also ich kenne Slowenien ziemlich gut", sagte Mlinar. Die Kärntner Slowenin soll nach Informationen des Privatsenders POP TV für SAB als Spitzenkandidatin antreten.

Die SAB gehört der neuen slowenischen Minderheitsregierung an, im slowenischen Parlament stellt sie fünf Abgeordnete. Zusammen mit zwei weiteren Regierungsparteien - Liste von Premier Marjan Sarec (LMS) und Partei des modernen Zentrums (SMC) von Ex-Premier Miro Cerar - wurde zunächst ein Wahlbündnis der drei ALDE-Mitglieder erwogen, daraus ist jedoch nichts geworden. Für SAB wird das die erste EU-Wahl sein.

Die slowenische Ex-Ministerpräsidentin und Mlinar sind laut slowenischen Medien bereits seit Jahren politische Verbündete. Mlinar war vor fünf Jahren als Gast beim Gründungskongress der Partei anwesend, auch heuer im Februar nahm sie am SAB-Kongress teil.

Die NEOS freuen sich, "dass Angelika Mlinar für unser liberale slowenische Schwesterpartei SAB antritt und gratulieren ihr ganz herzlich zur Spitzenkandidatur". Das sagte NEOS-Generalsekretär Nick Donig. "Wir freuen uns auch, dass eine Österreicherin in Slowenien als Spitzenkandidatin antritt", so wie auch bei NEOS Bürger aus anderen EU-Staaten auf der Liste stünden.

Mlinar hatte 2018 über mangelnde Unterstützung durch die Partei geklagt und angekündigt, nicht mehr als NEOS-Spitzenkandidatin für die EU-Wahl 2019 zu kandidieren und auch nicht mehr als stellvertretende Parteichefin zur Verfügung zu stehen. Mlinar begründete ihren Rückzug damit, dass sie "innerhalb der eigenen Bewegung nicht ausreichend Unterstützung habe, um eine Kandidatur zur EU-Wahl so zu gestalten, wie ich mir das wünsche". Es habe "unterschiedliche Vorstellungen" gegeben, meinte Mlinar. "Ich bin wahrscheinlich zu unbequem, zu unabhängig, zu unkontrolliert. Diese Eigenständigkeit kommt nicht immer gut an. Da haben die NEOS andere Vorstellungen."

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