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Asylwerber soll Vorarlberger BH-Beamten getötet haben

Ein türkischer Asylwerber soll am Mittwochnachmittag einen Mitarbeiter der Bezirkshauptmannschaft Dornbirn (BH) mit einem Messer getötet haben. Bei dem 34-Jährigen handelt es sich um einen in Vorarlberg geborenen Mann gegen den nach zahlreichen Delikten 2009 ein Aufenthaltsverbot erlassen wurde. 2010 reiste er deshalb aus, heuer kam er illegal zurück und stellte am 7. Jänner einen Asylantrag.

© APA
 

Der 34-Jährige war im Verlauf des Nachmittags mehrmals bei der BH vorstellig geworden, dabei war es laut Polizei-Pressesprecherin Susanne Dilp auch zu verbalen Auseinandersetzungen gekommen. Der tödliche Streit mit dem Mitarbeiter der Sozialabteilung drehte sich offenbar um dieses Anliegen. "Offenbar wurde das Anliegen des 34-Jährigen nicht so erfüllt, wie er es sich vorgestellt hat", so die Einschätzung von Dilp.

Gegen 15.15 Uhr ging der polizeilich Bekannte schließlich auf den BH-Mitarbeiter los und ergriff nach seinem Angriff zu Fuß die Flucht. Das Opfer wurde bei der Attacke so schwer verletzt, dass es noch an Ort und Stelle verstarb. Zur Identität des Opfers machte die Polizei weiter keine Angaben, kündigte aber weitere Informationen für Donnerstag an.

Sofort wurde eine Großfahndung eingeleitet, an der auch ein Hubschrauber beteiligt war. Etwa eine halbe Stunde nach der Tat wurde der Gesuchte im Bereich des Kulturhauses Dornbirn von einer Polizeistreife gefasst und festgenommen. Er wurde anschließend in das Landeskriminalamt nach Bregenz gebracht, wo er mittlerweile in Haft sitzt. Eine erste Einvernahme stand am späten Mittwochnachmittag noch an.

Detailliertere Aussagen etwa zum Tathergang und zum Motiv des in Lustenau wohnhaften Verdächtigen waren am Mittwoch aber nicht mehr zu erwarten. Was letztlich zu der tödlichen Messerattacke führte, blieb vorerst ebenfalls unklar.

Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) zeigte sich in einer ersten Reaktion "tief betroffen und bestürzt" und brach seine Brüssel-Reise unverzüglich ab, um nach Vorarlberg zurückzukehren. Das Land reagierte auf die tödliche Attacke mit einer Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen im Vorarlberger Landhaus und in den Bezirkshauptmannschaften. Alle Eingänge würden nun bereits von privaten Sicherheitsfirmen überwacht, hieß es. Der Vorarlberger Bischof Benno Elbs ebenso wie NEOS-Landessprecherin Sabine Scheffknecht drückten den Angehörigen des Getöteten ihr tiefes Mitgefühl und Anteilnahme aus. Elbs zeigte sich auch tief betroffen darüber, "dass heute ein Mann sterben musste, der sich gerade für die Schwachen unserer Gesellschaft eingesetzt hat". Jetzt gelte es, dem Schmerz und dem Entsetzen Raum und Zeit zu geben, appellierte der Vorarlberger Bischof auch an den Zusammenhalt der Menschen.

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