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Jemen: Trotz Waffenstillstands Kämpfe in Hafenstadt Hodeidah

Der seit Dezember geltende Waffenstillstand in der jemenitischen Hafenstadt Hodeidah ist am Samstag erneut gebrochen worden. Wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete, lieferten sich regierungstreue Einheiten und Houthi-Rebellen Gefechte. In der Früh war im Süden der Stadt Artillerie- und Maschinengewehrfeuer zu hören. Später ließen die Schüsse nach.

 

Die Konfliktparteien hatten sich im vergangenen Monat in Schweden unter UNO-Vermittlung auf den Waffenstillstand geeinigt. Dieser gilt seit dem 18. Dezember, ist aber brüchig. UNO-Beobachter sollen unter anderem den Betrieb des Hafens sicherstellen und den geplanten Abzug der Kämpfer aus der von den Rebellen kontrollierten Stadt überwachen. Über den Hafen von Hodeidah gelangt der Großteil der humanitären Hilfe für den Jemen in das Land.

Im Jemen herrscht seit 2015 Krieg zwischen den vom sunnitischen Saudi-Arabien und anderen arabischen Staaten unterstützten Truppen von Präsident Abd Rabbo Mansour Hadi und den schiitischen Houthi-Rebellen, hinter denen der Iran steht.

Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurden in dem Konflikt bereits mehr als 10.000 Menschen getötet, unter ihnen tausende Zivilisten. Nichtregierungsorganisationen schätzen die Zahl der Opfer bis zu fünf Mal so hoch. Laut dem UNO-Nothilfekoordinator Mark Lowcock müssen fast zehn Millionen Menschen im Jemen hungern. Vier Fünftel der Bevölkerung - 24 Millionen Menschen - benötigen nach UNO-Angaben dringend Hilfe. Die Vereinten Nationen sprechen von der weltweit schlimmsten humanitären Krise.

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