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Tote bei Anschlag auf Wahlveranstaltung in Afghanistan

Auf einer Wahlveranstaltung im Norden Afghanistans sind mindestens 15 Menschen durch die Explosion einer Bombe getötet worden. Mindestens 33 weitere seien bei dem Anschlag im Bezirk Rostak in der Provinz Tachar verletzt worden, sagten Mitglieder des dortigen Provinzrates. Die Bombe war demnach an einem Motorrad angebracht und explodierte kurz vor der Rede einer Kandidatin, die überlebte.

 

Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand. Die radikalislamischen Taliban hatten angekündigt, alles zu tun, um die für den 20. Oktober angesetzte Parlamentswahl zu sabotieren. Es war der dritte Anschlag auf eine Wahlkampfveranstaltung in den zurückliegenden Tagen. Am Dienstag kamen bei einem Selbstmordanschlag in der Provinz Helmand im Süden des Landes mindestens acht Menschen ums Leben. Sechs Tage zuvor hatte sich in der östlichen Provinz Nangarhar ein Selbstmordattentäter der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im Büro eines Kandidaten in die Luft gesprengt, mindestens 18 Menschen wurden getötet.

Die Wahl eines neuen Parlaments wird mit mehr als dreijähriger Verspätung stattfinden. Vor allem der Beginn der Wählerregistrierung war von Gewalt überschattet, im ersten Monat wurden mindestens 68 Zivilisten getötet. Die Taliban hatten von 1996 bis zur US-geführten Intervention 2001 weite Teile Afghanistans kontrolliert. Seit dem Ende der NATO-Kampfmission Ende 2014 greifen sie verstärkt an.

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