Tödlicher Traktorunfall: Offenbar anderer Hergang

Nach dem Traktorunfall, bei dem in Vorarlberg Ende Juli zwei Männer starben, sind am Freitag neue Details zum Hergang bekannt geworden. Als Grund für den Absturz des Traktors nannten die Beteiligten damals ein entgegenkommendes Auto, das es aber offenbar nie gab. Die Polizei sprach laut einem Bericht der "VN" zunächst von einer "Schutzbehauptung", nun von "falschen Angaben im Schockzustand".

 

Der 43-jährige Fahrer, dem der Traktor auch gehört, habe gestanden, dass es gar keinen entgegenkommenden Pkw gegeben habe. Dabei habe es sich lediglich um eine Schutzbehauptung gehandelt, so die Polizei laut dem Zeitungsbericht vom Freitag. Dem widersprach nun Martin Mennel, Anwalt des Lenkers, gegenüber dem ORF Vorarlberg. Sein Mandant stehe zu seiner Schuld, so Anwalt Mennel, "er hat ein vollumfängliches Geständnis abgelegt". Die Polizei Vorarlberg korrigierte laut dem ORF-Bericht: "Hier wurden offensichtlich im Schockzustand falsche Angaben gemacht".

Was als lustiger Ausflug gedacht war, endete am 28. Juli tragisch: Der 43-Jährige war gegen 18.00 Uhr gemeinsam mit vier Freunden im Alter zwischen 30 und 55 Jahren im Bereich der Dornbirner Kobelach mit einem nicht für den Verkehr zugelassenen Traktor auf einem Güterwegs unterwegs. Vor einer Brücke habe er einem Auto mit deutschem Kennzeichen ausweichen müssen, so zunächst die Angaben der Beteiligten. Dabei geriet der Traktor über die Böschung und stürzte acht Meter tief in die Schlucht der Kobelach ab. Das Fahrzeug überschlug sich und kam seitlich liegend zum Stillstand.

Ein 41-jähriger Mann aus Dornbirn und ein 49 Jahre alter Schweizer starben noch an der Unfallstelle, die übrigen Fahrzeuginsassen wurden verletzt. Der 43-Jährige wies zum Unfallzeitpunkt laut Polizeiangaben einen Alkoholpegel von 1,8 Promille auf. Die Gruppe hatte an der Kobelache gezeltet. Einer der Freunde übernahm die Zeltwache, während die übrigen Mitglieder der Gruppe mit dem Traktor zu einem Ausflug auf die Kobelalpe aufbrachen, wo gefeiert wurde. Dann ging die Fahrt weiter in Richtung Sattelalpe. Auf dem Weg dorthin kam es zu dem Unfall. Gegen den 43-Jährigen wird in Richtung fahrlässiger Tötung ermittelt.

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