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Steirische Gemeinde Gasen sucht bei Bundesheer um Hilfe an

Zwei Tage nach dem schweren Unwetter mit orkanartigen Sturmböen ist am Donnerstag die Gemeinde Gasen im oststeirischen Bezirk Weiz zum Katastrophengebiet erklärt worden. Aus dem Büro von LHStv. Michael Schickhofer (SPÖ) hieß es, dass erst bei den Aufräumarbeiten das volle Ausmaß der Schäden entdeckt wurde: Straßen sind immer noch von umgefallenen Bäumen verlegt. Das Bundesheer soll nun helfen.

 

Die Gemeinde Gasen war gleich wie andere Regionen in der Steiermark Dienstagabend von Sturmböen getroffen worden. Diese sorgten für eine Vielzahl von Windbrüchen in den Wäldern. Hubschrauberflüge waren bisher aufgrund des anhaltenden Windes mit Spitzen von mehr als 100 km/h nicht möglich. Bei der Einsatzbesprechung Donnerstagnachmittag, an der der Bürgermeister der Gemeinde Gasen, Erwin Gruber (ÖVP), Bezirkshauptmann Rüdiger Taus, die Einsatzorganisationen und der Leiter der steirischen Katastrophenschutzabteilung, Harald Eitner, teilnahmen, wurde der Katastrophenstatus ausgerufen. Die Breitenauer Landesstraße (L104) war am Donnerstag von Birkfeld kommend nach wie vor aufgrund der Gefahrenlage gesperrt.

"Wie sich jetzt herausstellt, haben die Stürme der letzten Tage in der Gasen Bäume wie Streichhölzer abknicken lassen", sagte Schickhofer. Im Notfall müssten Rettungsfahrzeuge jedoch so schnell wie möglich wieder in die Gasen kommen. Daher hätten die Aufräumarbeiten höchste Priorität. Da die Einsatzkräfte der Region die Arbeiten nicht rasch genug abschließen können, wurde das Bundesheer um Assistenz angefordert, um schnellstmöglich alle Gräben vom Windbruch freimachen zu können und so schnell wie möglich die L104 freizubekommen.

Die Gemeinde Gasen im Bezirk Weiz war in den vergangenen Jahrzehnten schon öfter Schauplatz schwerer Unwetter. 2005 riss eine Mure einen Mann mit in den Tod. 2016 wurde die Landesstraße nach heftigen Regenfällen von einer Mure versperrt. Die Gemeinde hat gut 900 Einwohner und umfasst im Wesentlichen einen Graben ("Die Gasen") mit dem Gasenbach, einem Nebengewässer der Feistritz. Die Ortschaft Gasen selbst liegt auf 836 Metern Seehöhe und ist bekannt als die Heimat der "Stoakogler".

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