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Opposition in Nicaragua ruft zu ganztägigem Streik auf

In der politischen Krise in Nicaragua hat die Opposition zu einem landesweiten ganztägigen Streik aufgerufen. Die Arbeitsniederlegungen aus "Solidarität mit den Opfern" der wochenlangen Massenproteste gegen Präsident Daniel Ortega sollen am Donnerstag um Mitternacht beginnen und 24 Stunden dauern, wie die Nationale Allianz für Gerechtigkeit und Demokratie am Dienstag mitteilte.

 

Die Bürgerallianz forderte zudem eine "sofortige" Entscheidung von Ortega, ob er die auf Eis liegenden Vermittlungsgespräche der katholischen Kirche wieder aufnimmt. Ortega hatte sich in der vergangenen Woche mit Vertretern der Bischofskonferenz getroffen, aber um "Bedenkzeit" zu einem Vorschlag der Bischöfe gebeten. Die Bischöfe haben unter anderem vorgezogene Neuwahlen sowie Wahlrechts- und Verfassungsreformen vorgeschlagen. Beides sind wichtige Forderungen der Opposition.

Ortega hat sich bisher noch nicht zu dem Vorschlag geäußert. An einem ersten Dialogversuch der Bischöfe hatte auch die Bürgerallianz teilgenommen, die jetzt zu dem Streik aufgerufen hat.

Bei Zusammenstößen bei den Massenprotesten gegen Ortega wurden nach Angaben von Menschenrechtsgruppen mindestens 148 Menschen getötet. Die Wut der Demonstranten hatte sich zunächst gegen Pläne für Rentenkürzungen gerichtet. Ortega zog diese angesichts des Widerstands schon bald wieder zurück. Mittlerweile fordern die Demonstranten seinen Rücktritt. Der ehemalige Guerillakämpfer regiert Nicaragua seit elf Jahren, sein jetziges Mandat endet im Jänner 2022.

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