Mindestens 38 Tote bei Busunglück in Äthiopien

Bei einem Busunglück in Äthiopien sind mindestens 38 Menschen getötet worden. Aus bisher ungeklärten Gründen kam das Fahrzeug von einer Straße nördlich der Hauptstadt Addis Abeba ab und fuhr in einen Graben, berichtete der staatliche Sender Fana am Dienstag. Weitere zehn Menschen wurden verletzt.

 

Die meisten Opfer des Unfalls vom Montag in der Region Süd-Wollo seien Studenten gewesen. In Äthiopien sterben mehr Menschen bei Verkehrsunfällen als in den meisten anderen Ländern der Welt. Grund dafür sind vor allem die schlechten Straßen und Fahrzeuge. Der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge starben in Äthiopien 2013 fast 24.000 Menschen bei Verkehrsunfällen, in Deutschland waren es dagegen 3.540.

Auch in der Türkei kam es am Dienstag zu einem tödlichen Busunglück. Mindestens 13 Menschen kamen dabei ums Leben, unter ihnen waren mehrere Kinder. 20 weitere Menschen wurden bei dem Unfall in Nordanatolien verletzt, wie die amtliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete. Der Bus war auf dem Weg von Istanbul nach Tokat, als er in der Provinz Corum auf einen Lastwagen auffuhr und in Flammen aufging.

Der Lkw stand auf dem Seitenstreifen, als der Bus gegen ihn prallte, teilte das Büro des Gouverneurs mit. Der Bus brannte völlig aus, wie auf Fotos zu sehen war. Ermittlungen seien im Gange. Unter den Toten seien auch Kinder, sagte ein Bürgermeister der Nachrichtenagentur Dogan, ohne Zahlen zu nennen.

Nach Angaben einer Augenzeugin, die mit ihrem Baby den Unfall verletzt überlebte, schliefen alle übrigen Passagiere, als der Bus gegen den Lastwagen fuhr. Sie habe sich gerade um ihr Kind gekümmert, als sie einen Krach wie bei einer Explosion gehört habe, berichtete sie Anadolu. "Alle Fenster zerbarsten", der "Bus begann zu schwanken" und das Heck zu brennen.

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