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Wien-WahlDie blaue Bruchlandung - doch es hätte noch schlimmer kommen können

Trotz soliden Wahlkampfs konnte Dominik Nepp den prophezeiten FPÖ-Absturz nicht verhindern. Doch es hätte noch schlimmer kommen können.

Das Ergebnis blieb sogar noch unter jenem spärlichen Stimmenanteil, der in jüngsten Umfragen prophezeit worden war
Das Ergebnis blieb sogar noch unter jenem spärlichen Stimmenanteil, der in jüngsten Umfragen prophezeit worden war © APA/Helmut Fohringer
 

Mit steinernen Mienen schleppt sich das Team um FPÖ-Spitzenkandidat Dominik Nepp aus dem freiheitlichen Büro in den Festsaal des Wiener Rathauses, um im Scheinwerferlicht den guten Wahl-Verlierer des Abends zu geben. Doch das Entsetzen in den blauen Reihen ist groß. Das Ergebnis blieb sogar noch unter jenem spärlichen Stimmenanteil, der in jüngsten Umfragen prophezeit worden war. Die Partei rasselt damit auf ein Drittel ihrer Stimmen der letzten Wahl hinunter. „Wir müssen jetzt alles daran setzen, jede einzelne Stimme zurückzugewinnen“, sagt Nepp mit ernstem Blick in die unzähligen im Saal aufgebauten Kameras.

Vor fünf Jahren lag man sich in diesen Räumen – den Tränen nahe – in den Armen und feierte einen grandiosen Wahlerfolg. Dank Flüchtlingskrise und einem charismatischen und erfahrenen Parteichef konnten die Blauen mehr als 30 Prozent der Wählerstimmen erringen. Fünf Jahre später ist Heinz-Christian Strache, dem die Partei ihren damaligen Höhenflug zu verdanken hatte, der Grund für ihre herbe Wahl-Niederlage. Skandale wie der auf Video aufgezeichnete feuchtfröhliche Abend auf Ibiza und die Spesenaffäre haben die blauen Wählerinnen und Wähler vergrault, trotz recht zeitnaher Trennung muss die Partei auch bei dieser Wahl für ihren Ex-Chef zahlen.

Kommentare (5)

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dieRealität2020
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das Ergebnis widerspiegelt hier nur einfach ausgedrückt nur

den Zustand der FPÖ seit Haider. Vom BZÖ ganz zu schweigen. Mittelfristig wandern immer seit Jahrzehnten die FPÖ Wähler, egal auf welcher politischen Ebene ab zu anderen Parteien, da es trotz Populismus keine realen und stabilen Aussagen gibt. Von der Personalwirtschaft ganz zu schweigen.
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Keine Frage eine Demokratie besteht aus einigen politischen Richtungen, nur Parteien wie die FPÖ haben genaugenommen gesehen nur bis max. 10% eine ansprechende Wählerschaft. Wobei sich klar und deutlich gezeigt hat, die FPÖ aber auch die NEOS haben keine Regierungstauglichkeit aber auch keine Programme die nicht die ÖVP SPÖ und ie GRÜNEN in ihren Programmen haben.
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Das hier 23% Wählerschaft abgewandert ist, vollkommen normal, hat im engeren Sinne wie man bei genaueren hin sehen erkennen kann nichts mehr mit Ibiza zu tun. Siehe Wahlergebnisse Strache, es haben sozusagen 23% der zur Wahlurne gehenden Wiener verstanden und haben die ÖVP, die GRÜNEN und die NEOS gewählt. Eine menschlich logische Entscheidung.

altbayer
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26 Mandatare weniger

Jetzt gibt es 26 (ehemalige) Mandatare für die die FPÖ keine neuen Jobs mehr finden kann - weil sie "fast nirgends" mehr am Futtertrog sitzt.
"Casinogeneral" wird keiner der 26 mehr werden -
gibt es eigentlich einen Sozialplan der FPÖ (z.B. Wächter des Goldschatzes im Lesachtal) , oder gehen die 26 direkt zum AMS.

Pelikan22
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Was kann der Nepp dafür?

Jetzt ist die beste Gelegenheit Charakter zu zeigen und die Bläulinge in den Boden zu stampfen!

Lodengrün
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Bruchlandung

Das ist ein veritabler Bauchfleck würde ich einmal sagen.Und sich auf HC auszureden ist wohl ein Hinweis auf wenig oder gar keine Selbstreflexion. Zu viel wurde z.B. auch von Hofer und Nepp bekannt dass man das nicht nur gehört vorbeigehen lassen konnte. Einmal muss das auch mit der Bevölkerungsspalterei ein Ende haben.

ma12
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OK

..ist leider egal. Die Türkisen haben die Blauen leider eh schon "rechts" überholt. Die Türkisen sind die NEUEN RECHTEN! Grauslich....