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US-WahlTrump entwirft weiterhin Siegesszenarien

"Wisconsin schaut sehr gut aus" - "Georgia wird ein großer Sieg" - Nevada als "Kloake von falschen Stimmen" - Trumps Amtszeit endet am 20. Jänner 2021 um 12 Uhr Ortszeit.

 

Der abgewählte US-Präsident Donald Trump hat weiterhin Siegesvisionen. "Wisconsin schaut sehr gut aus. Es braucht rechtlich etwas Zeit, wird aber bald passieren", schrieb Trump am Montagnachmittag (Ortszeit) auf Twitter. "Georgia wird ein großer präsidentieller Sieg sein, so wie schon in der Wahlnacht", schrieb er in einem weiteren Tweet. Der Verlust der beiden Staaten hat wesentlich zur Niederlage Trumps gegen den Demokraten Joe Biden beigetragen.

Trump bekräftigte in seiner Tweetserie auch die pauschalen Betrugsvorwürfe, blieb aber weiterhin konkrete Belege dafür schuldig. So bezeichnete er den Staat Nevada als eine "Kloake von falschen Stimmen" und kündigte diesbezüglich die Veröffentlichung "absolut schockierender" Dinge an. Neuerlich beklagte er sich darüber, dass Pennsylvania "uns daran gehindert hat, bei einem großen Teil der Auszählung zuzuschauen. Undenkbar und illegal in diesem Land".

Schließlich behauptete Trump, dass die Voraussetzungen bezüglich der Wähleridentifizierung (bei der Briefwahl) "sogar noch viel größer sind als man ursprünglich erwartet hat. Eine sehr große Anzahl an Stimmen ist betroffen. Bleiben Sie dran!"

Trump hatte sich in der Nacht auf Mittwoch auf Basis von Teilergebnissen, die hauptsächlich auf der Urnenwahl beruhten, zum Sieger der Präsidentenwahl erklärt. Die später ausgezählten Briefwahlstimmen bezeichnete er als illegal und forderte mehrmals vergeblich den Stopp der Auszählung. Dank dieser Stimmen zog sein demokratischer Kontrahent Joe Biden in mehreren umkämpften Staaten wie Michigan, Wisconsin, Pennsylvania und Georgia an ihm voran und konnte sich die erforderlichen Wahlmännerstimmen zum Sieg sichern.

Neben zahlreichen internationalen Politikern haben auch namhafte Republikaner, darunter etwa die Senatorin Susan Collins, dem Wahlsieger Biden bereits gratuliert. Die Republikaner unterstützen zwar Forderungen nach einer Überprüfung der Ergebnisse, nicht aber Trumps pauschalen Vorwurf, dass es Massenbetrug gegeben hat. Trumps Amtszeit endet am 20. Jänner 2021 um 12 Uhr Ortszeit (18 Uhr MEZ).

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