Der ehemalige Bundeskanzler Sebastian Kurz baut sein unternehmerisches und nun auch außenpolitisches Engagement weiter aus. Wie auf der Institutsseite verkündet, wurde Ex-Bundeskanzler Sebastian Kurz zum Vertreter im Beirat des Abraham Accords Peace Institutes ernannt. Das Institut wurde von Unternehmer Jared Kushner (41) gegründet. Der Schwiegersohn von Donald Trump war während des Präsidentschaftswahlkampfs 2015/2016 Trumps leitender Wahlkampfmanager, später dann dessen Chefberater im Weißen Haus. Kushner ist mit Trumps Tochter Ivanka (40) verheiratet, deren Mutter Ivana heuer im Alter von 73 Jahren gestorben war.

Dialog zwischen Israel und den arabischen Staaten

Die Abraham Accords Declaration ist ein diplomatisches Dokument aus dem Jahr 2020, das von einer Reihe von Staaten im Zuge ihrer Nahostpolitik unterschrieben wurde. Es soll den Dialog und die Zusammenarbeit zwischen den Staaten bestärken und in der Vergangenheit bestehende Feindlichkeiten beenden. Die Signatarstaaten sind Bahrain, die Vereinigten Arabischen Emirate, Israel, die USA und der Sudan. Mit der Ernennung ist Kurz der einzige europäische Vertreter im Abraham Accords Peace Institute.
 

Firma für Cybersicherheit

Kurz ist seit einigen Monaten im Nahost-Bereich unternehmerisch aktiv. Wie im Oktober bekannt wurde, hat er mit dem Ex-Chef des israelischen Technologieunternehmens NSO, das die umstrittene Spionagesoftware Pegasus* herstellt, eine Firma für Cybersicherheit gegründet. Ziel der Firma Dream Security mit Sitz in Tel Aviv sei es, Lösungen zum Schutz gegen Cyberangriffe anzubieten.

Firma "SK Management GmbH" investiert

Die Firma des Kanzlers, "SK Management GmbH", plane nun auch Büros in Dubai und Tel Aviv. Zu den Schwerpunkten seiner Firma zählen unter anderem auch erneuerbare Energie und der Gesundheitsbereich. Kurz war vor über einem Jahr als österreichischer Bundeskanzler zurückgetreten. Anfang des Jahres stieg er bei dem US-deutschstämmigen Investor Peter Thiel ein, einem der wenigen Unterstützer des früheren US-Präsidenten Donald Trump im kalifornischen Silicon Valley.