Am 9. Oktober wählt Österreich einen neuen Bundespräsidenten. Dabei dürfte auch FPÖ-Kandidat Walter Rosenkranz am Stimmzettel stehen. Insgesamt 18.500 Unterstützungserklärungen hat Rosenkranz nach eigenen Angaben heute bei der Bundeswahlbehörde abgeliefert - obwohl die FPÖ zunächst Ungereimtheiten moniert hatte.

"Es ist ein sehr eindrucksvolles Zeichen, dass die Menschen in Österreich mich unterstützen", betonte Rosenkranz. Sein Ziel sei es, Zweiter zu werden und Bundespräsident Alexander Van der Bellen in eine Stichwahl zu zwingen. Dafür fordert er den Amtsinhaber auch zu einem TV-Duell heraus. Van der Bellen hatte allerdings bisher wenig Motivation gezeigt, sich in Konfrontationen mit Kandidaten wie MFG-Chef Michael Brunner, Ex-"Krone"-Kolumnist Tassilo Wallentin oder Bier-Partei-Chef Dominik Wlazny zu messen.

"Sachliches, moderiertes" TV-Duell

"Zumindest mit einem ernst zu nehmenden Kandidaten wie mir, sollte er sich auf eine Diskussion einlassen", findet allerdings der FPÖ-Kandidat. Rosenkranz setzt daher gezielt auf ein "sachliches, moderiertes" TV-Duell: "Ich bin der festen Überzeugung, dass die Bürger viele offene Fragen in Bezug auf die Positionen und Vorstellungen von Dr. Van der Bellen haben. Ich lade ihn daher ein, sich einem TV-Duell mit mir zu stellen", erklärte der blaue Herausforderer.

Er wolle "keinen Brutalo-Wahlkampf" führen, "weil dies dem Amt nicht entspricht, für das ich kandidiere", erklärt Rosenkranz in der Einladung. Daher solle auch das Duell mit dem Amtsinhaber weder das Amt des Bundespräsidenten, noch das des Volkanwaltes, das Rosenkranz innehat, beschädigen.

Bisher haben vor Rosenkranz bereits Bierpartei-Gründer Dominik Wlazny (alias Marco Pogo), Rechtsanwalt und Ex-"Krone"-Kolumnist Tassilo Wallentin, der frühere FPÖ- und BZÖ-Politiker und jetzige Blogger Gerald Grosz und MFG-Vorsitzender Michael Brunner angekündigt, die nötigen Unterschriften beisammen bzw. diese auch schon eingereicht zu haben.

Van der Bellen wird voraussichtlich erst am Freitag seine Unterstützungserklärungen bei der Bundeswahlbehörde einreichen. Freitag, 17 Uhr, ist die Frist, bis zu der die Unterstützungserklärungen mit einem Kostenbeitrag von 3.600 Euro abzuliefern sind.