Österreichs Botschafter in den USA, Martin Weiss, scheidet vorzeitig aus seinem Amt aus. Der 59-jährige Salzburger übernimmt im Sommer als erster Österreicher die Leitung der prestigeträchtigen Kaderschmiede "Salzburg Global Seminar" in der Mozartstadt. Das Kursprogramm der im Schloss Leopoldskron angesiedelten, 1947 gegründeten Institution ist von mehr aus 40.000 Personen aus aller Welt absolviert worden, darunter Hillary Clinton, US-Außenminister Antony Blinken oder IWF-Chefin Kristalina Georgievah.

Botschafterstelle wird ausgeschrieben

Der Karrierediplomat hatte vor etwas mehr als zwei Jahren die Botschafterstelle in Washington übernommen, Anfang 2020 übergab er Donald Trump das Beglaubigungsschreiben. Zuvor war der renommierte Diplomat Botschafter in Israel und auch in Zypern. 2004 bis 2009 war er Generalkonsul in Los Angeles. Wer neuer Botschafter in den USA wird, steht in den Sternen, die Stelle muss neu ausgeschrieben werden.

Womöglich ist es reiner Zufall, dass nahezu zeitgleich am Mittwoch die Bestellung von Kurzzeit-Außenminister Michael Linhart zum neuen Botschafter in Berlin vom Ministerrat fixiert wurde. Linhart hatte vorzeitig seinen Posten in Paris aufgegeben, um Alexander Schallenberg, der Sebastian Kurz im Kanzleramt nachgefolgt ist, als Außenminister zu beerben. Als Schallenberg seinen Platz als Kanzler wieder räumen musste und an seinen alten Platz zurückkehrte, wurde Linhart als Botschafter nach Berlin entsandt. Die Ausschreibung musste allerdings wiederholt werden, weil sich Linhart nicht formell für Deutschland beworben hatte.