Neuer BachelorAb heuer ist ein Uni-Studium auch ohne Matura möglich

Neue Weiterbildungs-Studiengänge öffnen dieses Jahr die Unis auch für Menschen ohne Matura. Voraussetzung dafür ist Berufserfahrung. Und: 60 akademische Titel werden zu neun eingedampft.

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Im Sommer hat sich die Regierung darauf verständigt, im Herbst hat es das Parlament beschlossen, und mit dem neuen Jahr wird es auf den Boden gebracht: Universitäten können ab heuer eigene Weiterbildungsstudiengänge anbieten, die mit einem besonderen Bachelor oder Master-Titel abschließen. Das erweitert das Spektrum der akademischen Ausbildungen in Österreich.

Kommentare (7)
doriangray
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Und mit dem richtigen Vater...

bekommt ,man auch einen "Studienabschluss" an einer niederösterreichischen Kasperluniversität und dann noch den Doktor im benachbarten Ausland....

wjs13
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Was ist das Ziel

Noch mehr ungebildete Akademiker. Als ob wir nicht schon genug davon hätten. Die sollen einen in deren Beruf den Meister machen, wonach es wirklichen Bedarf gibt, aber nicht noch mehr Joblose Akademiker.
Liest die Bildungspolitik keine Statistiken bevor sie solche weittragenden Entscheidungen trifft?

demitigo
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@wsj13

Zur Weiterqualifizierung macht dieses Angebot schon Sinn und den Bachelor/Master of Prefossion (BPr./MPr.) kann man ja eindeutig von den BSc/MSc/BA/MA/MBA/BEd/... etc. unterscheiden. In Österreich ist man sowieso nur wer, wenn der Titel VOR dem Namen getragen wird; da is der "Ing." in der Gesellschaft oft "wertvoller" als ein MA/MBA...

Außerdem: Wenn man bedenkt, wer alles die Matura schafft und in der STEOP eines MINT-Fachs (ggf. noch länger) massivste Probleme mit Mathematik hat und viele in den Jahren Rechtschreibung/Grammatik nicht in den Griff bekommen, schockiert mich da eher, als die Tatsache, dass man die BPr/MPr einführt....

Überakadamesiert wird sowieso schon seit Ewigkeiten. Denk da bspw. an den Kampf FHs vs. UNIs und die Teufelei so mancher, als das (FH) hinterm Titel [Mag.(FH), Dipl.-Ing.(FH),...] gestrichen wurde; auf dem ersten Blick konnte nicht mehr unterschieden werden, wer von wo kommt.... sehr ärgerlich, weil "ein FH-Student soll erst mal was Gscheids studieren, bevor er den MSc/Phd an der Uni startet!" lautet/e es oft aus universitären Kreisen.

Nun haben sich mittlerweile Uni- und FH-Studenten lieb (meistens halt) und schimpfen gemeinsam über die BPr/MPr; das wird sich auch noch legen!

Denn: Ein akad. Titel korreliert zwangsweise sowieso nicht mit dem IQ der Person und durch die Überakademisierung war zuerst die Matura und ist inzwischen nun auch "nur ein Bachelor" nichts mehr wert.

Diese "österr. Titelgeilheit" muss sich endich aufhören......

demitigo
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ps.: sorry für die Tippfehler

- dürfen gerne behalten werden!

birgit6969
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Positiv sehen 😉

Schon auf die Idee gekommen, dass manche(r) eine Lehre absolvieren und genau in ihrem Fachgebiet sich weiter qualifizieren möchte? Für einige war das ohne Matura oder Studienberechtigungsprüfung , vor der sich viele scheuen, weil sie fürchten, dass sie die Prüfung nicht bestehen. Das wird vielen Menschen helfen, sich höher zu Qualifizieren.
Man muss auch Mal die positive Seite sehen und nicht nur die negative 😉

Zapfenstreich
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Na bitte mit Verlaub....

wer die Matura oder die Studienberechtigungsprüfung nicht schafft, hat eigentlich an einer UNI oder FH nichts verloren.

demitigo
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@zapfenstreich

ja EIGENTLICH.... sofern der Lernaufwand höher ist.
Dank Weiterbildungslehrgängen, die großteils nur halbschwindlig wiss. erarbeitetet werden müssen, kann inzwischen jeder problemlos Dr./Phd. werden, auch ohne gebildet zu sein.... Das nötige Kleingeld und ggf. Vit.B vorausgesetzt...