Kanzler-RücktrittOpposition: "System Kurz" bleibt

Wenig Begeisterung herrscht bei der Opposition, die an einer Vier-Parteien-Regierung gebastelt hatte, bezüglich des Wechsels von Sebastian Kurz auf Alexander Schallenberg (beide ÖVP).

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REGIERUNGSKRISE: STATEMENT SPOe-CHEFIN PAMELA RENDI-WAGNER
© APA/HERBERT PFARRHOFER
 

NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger meinte in einem Presse-Statement Samstagabend, in den nächsten Monaten werde das Chaos nahtlos weitergehen. Auch SPÖ und FPÖ sehen das "System Kurz" fortgesetzt.

SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner zeigte sich am Abend sichtlich enttäuscht darüber, dass die Grünen die Koalition wohl nicht beenden werden. "In Wahrheit ist das eine Fortsetzung einer Regierungsarbeit mit dem türkisen System", befand sie nach der Erklärung von Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) bei einem kurzen Medienauftritt. "Es ist vor einer Stunde das eingetreten, was ich gestern bereits gesagt habe, nämlich dass die ÖVP Sebastian Kurz als Kanzler Opfern wird, um weiter in der Regierung bleiben zu können."

Statement von SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner

Kurz gehe, aber das türkise System bleibe. Als Klubchef und Parteiobmann ziehe er im Hintergrund weiter die Fäden. "Man kann zusammenfassen, seit einer Stunde ist Kurz nicht mehr Bundeskanzler, aber Schattenkanzler", beklagte die SPÖ-Chefin. Zusatz: "So ehrlich muss man sein und so ehrlich muss auch Werner Kogler sein." An eine erfolgreiche Zukunft der Koalition zweifelt sie, wie sie ausführte. Sie könne sich schwer vorstellen, dass die Regierungsarbeit stabil sein werde - auch, weil täglich neue türkise Chats zutage treten würden.

Kurz' Rücktritt war für NEOS-Chefin Meinl-Reisinger "überfällig". Allerdings reicht ihr dieser nicht, denn eigentlich müsste auch für einen Klubchef untadeliges Verhalten die Voraussetzung sein: "Als Klubobmann hält er weiter alle Fäden der Macht in seiner Hand."

Statement von Beate Meinl-Reisinger

Für FPÖ-Chef Kickl bricht Kurz mit seiner "Flucht in die parlamentarische Immunität" sein Versprechen, für rasche Aufklärung zu sorgen. Kurz plane offenbar, die ganze Affäre zu einer unendlichen Geschichte zu machen, bis die ÖVP das Justizministerium wieder innehabe, spekulierte er in einer Aussendung. "Kurz mag als Kanzler weg sein - aber das türkise System ist nach wie vor voll da."

Kommentare (15)
mtttt
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Diskussion nicht notwendig

Pink hätte nie mitgemacht, dazu ist die Partei zu intellektuell. Und der Kickl wäre nie der linken Bobo Linie gefolgt. Die abgehobenen Nobelsozis gibt es nur in Wien, mit einen Heer an Abhängigen, die die roten Drohnen nähren. Die einzige Schnittmenge sind die Wähler aus der Arbeiterschicht, die noch Roten, oder die Ex Roten, die Blau wählen, weil sie durch Fleiss was geschaffen haben und plötzlich vor der Umverteilung Angst haben. Real wäre die 4-er Koalition nie lebendig geworden.

Hardy1
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Tja....

....mit ihrer Zuwendung zu Kickl hat sich Rendi-Wagner jetzt auch innerhalb der SPÖ wohl endgültig aus dem Spiel genommen.....

seinerwe
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Es lag an ihr

Sie hätte nur die Zusammenarbeit suchen müssen, aber dazu fehlt ihr möglicherweise der Weitblick. Das "System Kurz" ähnelt vielen SPÖ Systemen, müsste ihr also genehm sein. SIE hätte den Absturz der SPÖ verhindern können, aber persönliche Animositäten waren ihr wichtiger.
Dem "Volk" wäre mehrheitlich Türkis-Rot weitaus lieber als T-G!!

jost4513
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..

PRW wäre eh noch unglaubwürdiger wenn sie jetzt plötzlich mit Kickl gemeinsame Sache machen könnte.. Hat sie eine Zusammenarbeit doch immer ausgeschlossen.
Ich denke nicht, dass sie den Mund sooo weit aufmachen muss, sie hat nicht mal die volle Unterstützung ihrer eigenen Genossen.
Es hätte im Leben nie funktioniert wenn 4 Parteien regieren würden.. Es ist mit 2 schon schwierig wie man sieht. Es ist leider wirklich so, dass jetzt das kleinere Übel regiert.. Die Alternativen sind wirklich überschaubar.
Eine Neuwahl hätte nur viel Geld gekostet.

VH7F
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Pam, Möchtegernkanzlerin von Kickls Gnaden?

Hat sie das gestern ernsthaft kurz gedacht?

freeman666
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Keine dauerhafte Beziehung mit Herrn Kickl, Frau Rendi Wagner?

War wohl nur ein kurzer Flirt, oder in dem Fall ein One Night Stand!
(Steht für „einmalige Bühnenaufführung“)
Letztlich aber schmerzlich für viele Genossen die in Kickl eher nicht den Wunschschwiegersohn erkennen können.

gfow27
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RW und die Vranitzky-Doktrin

Die Vranitzky-Doktrin brechen, das werden ihr viele Genossen verübeln

Steirer79
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Ohh

Jetzt is das trotzige Mäderl aber traurig. Haha

peter800
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@steirer

... solang "die Richtung stimmt"... passt eh alles :)

Bodensee
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na geeeeh Frau JPRW.....

.......zu früh gefreut gell? Aber eines haben ihre Kanzlerinnen-Träumereien Gott sei Dank gezeigt, nämlich dass sie völlig hemmungslos mit einer ultrarechten Partei koaliert hätten um ihren Traum verwirklichen zu können. Einfach ekelhaft!

rochuskobler
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Aus der Traum

Rendi Wagner als Bundeskanzlerin und Kickl als Vize wird’s nunmehr nicht spielen. Jedenfalls hat ganz Österreich gesehen, wie gut sich die zwei verstehen. Ein fesches Paar sind sie nebenbei.

Pelikan22
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Was sagt ...

Michael, ihr Mann dazu?

uno01
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Keiner wollte doch die vier

Die vier Parteien haben so wenig Stimmen bekommen und wollen dann zusammen arbeiten.
Dann lieber neu wählen.

Hgs19
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Die Totengräber trauern...

Nix geworden mit Kanzler zu beerben ...

fliflaflocki
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Wuff

Wuff :)