Corona-RückstauWas tun, wenn die Familienbeihilfe auf sich warten lässt?

Ein coronabedingter Rückstau im Finanzministerium sorgte dafür, dass Familien monatelang auf die Beihilfen warteten. Wie viele betroffen sind, und ob das Problem weiterhin besteht, ist strittig. Wer noch auf Geld wartet, kann aber konkrete Schritte setzen.

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1. Warum mussten Familien auf ihre Beihilfe warten?

Kommentare (8)
fedorov
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Wehe dem, man hat

Schulden. Das Eintreiben geht da, im Vergleich zur Auszahlung, ganz schnell. Vielleicht sollte man sich an dieser Vorgehensweise ein Beispiel nehmen.

mahue
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Manfred Hütter: werter fedorov sage es ihnen als Finanzbeamter seit6/2021 im Ruhestand2

Habe ab Matura mit 19 Jahren in einem Finanzamt (davor 4 Jahre Bundesheer) gesamt 43 Jahre als Beamter ohne Unterbrechung gearbeitet.
Egal ob Arbeitnehmerveranlagung oder Familienbeihilfe die Antragsteller die mitwirken bei der Anspruchsüberprüfung erhalten ihre Ansprüche früher.
Aber meine Kollegen waren schon seit 40 Jahren genervt, wenn notwendige Unterlagen erst mit Erinnerung nachgereicht wurden.
Und zu Ihrer Behauptung kassiert wird schnell aber ausgezahlt langsam.
Vollkommener Blödsinn: Einbringungsmaßnahme (alter Begriff Exekution) auch hier werden durch Stundungen keine Maßnahmen gesetzt, der Fiskus läuft dem berechtigten Anspruch oft Jahre nach.
Da haben Banken, Vermieter etc. weniger Geduld und sind auch in gerichtlichen Verfahren schneller und vorrangig.
Zum Schluss: Nur die Politik und die Bürger verlangen einen schlankeren Staat, wir haben gefragt nach echten Personalkürzungen (in meiner Zeit um 50%), wie sollen wir die Arbeit bewältigen mit einer 100 Stunden-Woche.

satiricus
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@mahue:

....."seit 6/2021 im Ruhestand" dürfte bzgl. der Jahreszahl aber nicht stimmen.
Ich tippe da eher auf 6/2020, richtig?

JoachimP
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Glückwunsch zum Ruhestand Herr Hütter,

sicherlich haben Sie in ihrer langen Laufbahn in Bezug auf die Bearbeitung der Akten schon einige Effizienzsteigerungen erlebt. Sei es die Einführung der EDV oder die Vernetzung und der Zugriff zu zentralen Datenbanken.
Zuletzt scheint man im Finanzministerium allerdings eher einen Rückschritt gemacht zu haben. Dokumente gehen verloren und müssen wieder und wieder eingereicht werden. Meldeinformationen sind veraltert, stimmen nicht mit dem ZMR überein. Logische Schlussfolgerung wie dass eine ununterbrochene Tätigkeit als Schlüsselarbeitskraft ohne gültigem Aufenthaltstitel nicht möglich ist.
Reicht man solche Dokumente ein, vergehen bis zur Weiterbearbeitung gut und gerne wieder ein bis zwei Monate. Weil natürlich jede Arbeit erst über eine Zentrale irgendwo in Österreich zur Bearbeitung gegeben wird. Mal schaut dann ein Bearbeiter nicht nach, ob eine Kontoverbindung schon hinterlegt ist und startet stattdessen eine Nachfrageschleife, die wieder 2 Monate dauert.
Und eine Kontaktaufnahme ist für den Antrag/Bittsteller gar nicht möglich. Hinterlegt man Telefonnummer oder E-Mail wird dies vom Bearbeiter nicht genutzt. Alles läuft über den langsamen Postweg und die Zentrale.
Ich hoffe sie haben ihre erste Pensionszahlung schon erhalten, denn nach Familienbeihilfe Maßstab könnte das noch ein paar Monate dauern.

satiricus
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"Bitte warten" - nicht nur auf die Fam-Beihilfe, sondern auch auf den Jahresausgleich 2020

Seit mindestens 15 Jahren mache ich meinen Jahresausgleich (Arbeitnehmerveranlagung) via F-ONLINE auf elektronischem Weg. Auch wenn hin & wieder Unterlagen nachzureichen waren, war alles innerhalb weniger Tage erledigt.
Nicht so heuer: Antrag elektronisch eingebracht am 16.August, Am 31. August hab ich dann die Aufforderung erhalten, meine geltendgemachten Aufwendungen belegmäßig nachzuweisen. Am o2. September habe ich alles per Post (nachweislich) an das "Finanzamt Österreich" übermittelt. Heute ist der 15. September und ein Blick auf mein Steuerkonto zeigt, dass meine Unterlagen noch nichteinmal eingelangt sind, zumindest gibt es noch keinen Eingangsvermerk!
Eine telefonische Nachfrage ergab gestern: "Ja, das kann dauern, wird schon werden."
Schön langsam hab ich das Gefühl, dass mit der Umbenennung in "Finanzamt Österreich" die Arbeitsqualität angepasst wurde - auf Niveau "Kaufhaus Österreich"......

lumpi50
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kein Wunder

wenn nur Personal gespart wird.
Hunderte - und viele davon Beihilfenbearbeiter und -innen sind in den Ruhestand getreten.
Nachbesetzung?????
Zu Tode gespart ist auch gestorben!

goje
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Das ist kein Corona Rückstau!

Das geht Familienbeihilfebezieherinnen seit mindestens 8 Jahren so. Da waren wir als Familie selbst davon betroffen. Wartezeit damals: knapp 4 Monate.

Sam125
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goje und was ist,wenn einfach kein

qualifiziertes Personal vorhanden ist? So wie es jetzt schon vielen Bereichen der Arbeitswelt geschieht?