Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

Rendi-Wagner zum 1. Mai"Arbeit und Leistung müssen anders bewertet werden"

SPÖ-Parteivorsitzende Pamela Rendi-Wagner spricht sich in einer Videobotschaft für "einen Aufschwung, der allen zugutekommt" aus.

PRESSEKONFERENZ SPOe: 'AKTUELLE CORONA-ENTWICKLUNG': RENDI-WAGNER
© APA/HELMUT FOHRINGER
 

Zum zweiten Mal wird der Staatsfeiertag am 1. Mai wegen der Coronakrise ohne Aufmärsche und Feiern abgehalten. Auch die Wiener SPÖ muss wieder in den virtuellen Raum ausweichen: Der traditionelle Sternmarsch zum Rathausplatz mit anschließender Abschlusskundgebung entfällt. Stattdessen wird es eine Reihe von Programmpunkten in sozialen Netzwerken und im Stream geben.

Den Auftakt machte heute Früh SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner per Videobotschaft. Vieles werde in Österreich bald wieder anders sein, zeigte sich Rendi-Wagner dabei zuversichtlich.  Mit der fortschreitenden Impfkampagne werde sich das „Tor zur Freiheit“ langsam wieder öffnen.

Damit das „andere“ Österreich aber auch ein „besseres“ werde, müsse man einige Hürden überwinden. Wie Österreich nach der CoV-Krise aussehen solle? "Ein wirtschaftlich starkes, sozial gefestigtes und ökologisches Österreich ist möglich. Wir müssen es nur wollen", so Rendi-Wagner.

"Lehne neue Massensteuern strikt ab"

Das Ziel müsse sein, die Wirtschaft zu beflügeln und für Aufschwung zu sorgen, „der nicht nur einigen wenigen, sondern allen zugutekommt und niemanden zurücklässt“. Dafür brauche es Investitionen etwa in Verkehr, Infrastruktur, neue Energiesysteme und Forschung,die Arbeitsplätze schaffen und den Standort stärken. „Arbeit und Leistung müssen anders als bisher bewertet werden“, fordert Rendi-Wagner.

Neue Massensteuern lehnt sie strikt ab. Vielmehr brauche es eine Steuersenkung „für alle hart arbeitenden Menschen“. Dafür müssten aber „hohe Millionen- und Milliarden-Vermögen endlich mehr beitragen, damit die Kosten der Krise gerecht verteilt werden und von wirklich allen geschultert werden.“

Zudem brauche es Joboffensiven und Beschäftigungsprogramme, „damit die, die keinen Job haben, rasch wieder eine Arbeit bekommen und Leistung erbringen können.“

Kommentare (17)
Kommentieren
Hallodri74
1
1
Lesenswert?

Arbeit und Leistung....

Wie hoch wären dann die Politikergehälter?

SoundofThunder
4
1
Lesenswert?

🤔

Für die ÖVP bekommt der unselbständige Wertlose eh mehr als was ihm zusteht.

mahue
0
3
Lesenswert?

Manfred Hütter: 1.Mai

Was Politiker heute am 1. Mai sagen egal welcher Partei interessiert die Mehrzahl der Österreicher ohnehin nicht.
Die meisten kennen auch nicht den Ursprung und Geschichte dieses Tages (1856 in Australien).
Manche wird eher nur ärgern, schon wieder ein Tag am Wochenende, nix mit verlängertem Wochenende

schteirischprovessa
5
9
Lesenswert?

Das, was die da fordert, ist mit anderen Worten das, was im Regierungsübereinkommen zwischen türkis und grün steht.

Eine Entlastung des Faktors Arbeit, Senkung der Abgaben für kleine und mittlere Einkommen, damit mehr Netto und als Gegenzug eine höhere Besteuerung fossiler Energie.
Nur sollte es so sein, daß die Entlastung der Einkommen höher sein sollte als die höhere Steuerbelastung für Energie.
Doch das vorrangigste Ziel sollte eine möglichst rasche Vollbeschäftigung sein. Denn das ist die einzige Möglichkeit, das nach Corona angeschlagene Budget zu sanieren.

Ichsagsdir
6
7
Lesenswert?

@schteirischprovessa, das ist richtig, doch

das stand auch schon im Koalitionsabkommen 2017 und wurde im Wahlkampf von Kurz auch als klares Ziel ausgegeben, doch die ÖGK die uns nun Milliarden kostet und die 60 Stundenwoche, waren wichtiger. Gekommen ist in dieser Richtung überhaupt nichts.
Schaun ma mal, wie es diesmal aussieht. Ich bin mir nicht sicher, dass diese beiden Parteien, dieses Problem angehen, da die Zugänge schon sehr verschieden sind.

schteirischprovessa
2
4
Lesenswert?

Das, was du 60 Stunden Woche nennst,

war einst ein Auftrag des SPÖ Kanzlers Kern an die Sozialpartnerschaft und wurde von der Gewerkschaft boykottiert.
Hätten die sich ihrer Verantwortung gestellt, wäre das türkis - blaue Gesetz obsolet gewesen.
Dass Handlungsbedarf besteht, war ja auch in der SPÖ unbestritten.

SoundofThunder
3
2
Lesenswert?

🤔

Aber mit den Überstundenzuschlägen.

Hapi67
2
8
Lesenswert?

Klingt nicht unvernünftig,

bei den Investitionen in Zukunftsbranchen ähnliche Ansagen wie Regierung mit Potenzial.

Was fehlt sind Aussagen zu Branchen( Ausnahme gute Ansätze Pflege) wo aktuell Zehntausende im handwerklichen Bereich mit Rekordauftragswerten gesucht werden-scheinbar keine Idee oder Nichwahrhabenwollen)von Regierung und Oppositionsparteien.

Und das schöne Beispiel mit Entlastung aller Steuerzahler, bei gleichzeitiger Erhöhung der Leistungen für alle Nichterwerbststätigen finanziert von den Vermögenden wird in Österreich allein auch künftig nicht gelöst werden können(ausser neue Schuldenprogramme)und eine weltweite nötige Lösung ist nicht absehbar.

Weltweit wedelt längst der Schwanz mit dem Hund.

Vielen Dank

LaPantera69
8
14
Lesenswert?

. „Arbeit und Leistung müssen anders als bisher bewertet werden“

Der von den Sozialdemokraten im Burgenland eingeführte Mindestlohn von 1.700,- netto im Öffentlichen Dienst, bewirkt aber das Gegenteil. Die Leistung ist nichts mehr wert.

Der durchschnittliche Einstiegsgehalt von Maturanten beträgt derzeit etwas 1.700 bis 2.000,- brutto. Wieso sollte man sich durch Schule und Studium quälen, wenn man als Reinigunsfachkraft mehr verdient, als mit einer fundierten Ausbildung?

schteirischprovessa
0
6
Lesenswert?

Das mit den 1.700,00 im Burgenland sind

in Wirklichkeit 2.500 brutto.
Das heisst, dass jede ungelernte Putzfrau im burgenländischen Landesdienst mehr verdient als die meisten Facharbeiter oder auch Maturanten mit einem Bürojob.
Für die gibt es immerhin Kollektivverträge.
Wenn das Gerechtigkeit ist, danke Herr Doskozil.
Das ist Populismus in Reinkultur auf Kosten der Steuerzahler!

Hapi67
4
15
Lesenswert?

Ganz einfach,

weil handwerkliche Arbeit aus den verschiedensten Gründen verpönt ist, das sogenannte Quälen vielfach ein Durchwinken(zumindestens bis zur Matura) geworden ist.
Die fundierte Ausbildung vieler Maturanten besteht im besten Fall auf aufrechtes gehen und stehen und der Erwartung möglichst viel Geld mit möglichst wenig Einsatz/Zeit zu verdienen, da ist mir eine gut ausgebildete Reinigungsfachkraft oftmals lieber.

Die Tatsache, dass mittlerweile mehr Personen jährlich die Matura als die Lehre beenden, sagt aus leidiger Erfahrung nichts über ein gestiegenes Bildungsniveau und spiegelt auch nicht den Bedarf an Arbeitskräften am Markt wider-Ergebnis aus beiden Punkten sind die beschriebenen Lohnverhältnisse-man könnte auch sagen selber schuld.

Vielen Dank

mahue
0
4
Lesenswert?

Manfred Hütter: Hapi67

So wie sie es schildern ist es nicht ganz. In meiner Gemeinde gibt es drei Leitbetriebe mit 300 bis 600 Beschäftige und einer mit eigener Lehrwerkstätte. Alle bieten jährlich über 100 Lehrplätze an (mit Wahl, klassische Lehre aber auch Lehre mit Matura). Auch im Finanzamt, wo ich bis 2020 arbeitete, wurden überwiegend nur mehr junge Kollegen als Lehrlinge mit Matura aufgenommen, mussten aber nach Lehrabschluss auch noch 2 Jahre an der Finanzakademie in Wien Module besuchen und ihre Dienstprüfung ablegen, Ich hatte die klassische Matura und musste zusätzlich die 3jährige Spezialausbildung (Praxisausbildung im Amt und 6 Monate theoretische Ausbildung an der Finanzschule auch in Wien) zum Finanzbeamten, danach wurde ich als provisorischer Beamten in B, erst definitiv gestellt und zum echten Beamten ernannt. Diese von mir genannten Fachkräfte erhalten zu recht jetzt schon ca. 1.600,- Euro Bruttogehalt im Monat. Aber ich bin gegen so ein Einstiegsgehalt für Schulabbrecher, Lehrabbrecher, die trotz aller Versuche des AMS, nur als Angelernte in einem Betrieb arbeiten. Ausbildung und Weiterbildung muss belohnt werden, da gehe ich mit SPÖ nicht konform und viele unserer Bürger.

mahue
0
2
Lesenswert?

Manfred Hütter: Zusatz angelernte Arbeitskräfte

Auch diese erhalten, natürlich nach einer längeren Beobachtungszeit des Arbeitgebers, wenn sie gute Arbeit leisten und durchhalten schon bald ein Gehalt von mindestens 1.600,- Euro.

Hapi67
0
2
Lesenswert?

Gibt natürlich regionale

Unterschiede, ändert aber nichts am österreichischen Verhältnis 2020 von von rund 60/40% Verhältnis von Maturanten zu Lehrlingen und den Bedarf an Arbeitskräften am Markt-trotz Krise und Rekordarbeitslosigkeit und Bedarf in den Betrieben ein Minus von 10% bei Lehrlingen und frustrierte Arbeitgeber.
Hier wird am Markt vorbeigebildet, mit den Folgen und Engpässen auf der einen und Überkapazitäten auf der anderen Seite.
Was folgt, sind logische Enttäuschungen über unerfüllte Erwartungen der Abgänger und fehlendes auch politisches Gegensteuern.
Welches Unternehmen benötigt 60% Führungskräfte?
Nachdem die Trennung in den Bildungseinrichtungen zwecks Ausrufung von Akademiker/Maturaquoten, Eltern und Schulauslastung vermieden wird, erfolgt nunmehr die Trennung von Streu und Weizen in der Realität des Arbeitsmarktes.

Vielen Dank

mahue
0
3
Lesenswert?

Manfred Hütter: Aufnahmeprüfung

Ich musste noch nach der 4. Klasse Volksschule für das 2. BG Klagenfurt eine Aufnahmeprüfung schriftlich und mündlich machen (war in den Ferien dazwischen). Von den rund 150 die mit mir angetreten sind (aus allen möglichen Teilen Kärntens) wurden 50 aufgenommen (2.Klassen A und B), wie in den anderen noch wenigen Bundesgymnasien.
Heute müssen sich Lehrer der Volksschule mit uneinsichtigen Eltern herumärgern, weil sie glauben das Kind ist fähig für das Gymnasium.
War ja immer ein Schlagwort der SPÖ allen Kindern gleicher Zugang zum Gymnasium, schon war die Aufnahmeprüfung weg, Freifahrten, gratis Schulbücher. Mein Vater, damals Schlosser, hat mir bis zur 4.Klasse Gymnasium alles selber bezahlt (bin hin und retour täglich 3 Stunden im Zug gesessen).

objektiv2021
2
3
Lesenswert?

@Hapi67, RÖMISCH 1 !!!! 👌👍

!

Ratte
4
9
Lesenswert?

Meint Sie am Ende…

…gar die Leistung der SPÖ und Ihre eigene?