"Zu unsicher"Wien will noch keine Impftermine für alle freigeben

Wiens Gesundheitsstadtrat Peter Hacker will erst ab Sommer allen Altersgruppen einen Impftermin geben. In Niederösterreich ist man sich hingegen sicher: In zwei Wochen gibt es keinen Impfstoff-Mangel mehr.

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Wiens Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) © APA/HERBERT NEUBAUER (HERBERT NEUBAUER)
 

Der Vorstoß von Niederösterreich, bis 10. Mai allen Altersgruppen einen Corona-Impftermin anbieten zu wollen, stößt in anderen Bundesländern auf Verwunderung.

"Mir ist das im Augenblick zu unsicher, was die Impfstofflieferungen betrifft. Da würde ich noch keine große Karte daraufsetzen und Termine ausmachen, wenn noch nicht gesichert ist, ob der Impfstoff auch wirklich kommt", sagt Wiens Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) im Ö1-Morgenjournal. 

Derzeit sei in Wien noch nicht geplant, Termine für alle freizugeben. Das könnte erst ab Sommer möglich sein, so Hacker. 

Niederösterreichs Impfkoordinator Christof Constantin Chwojka ist davon überzeugt, alle Termine einhalten zu können. "Heute haben wir noch einen Impfstoff-Mangel, in zwei Wochen aber nicht mehr. Damit überholt sich die Diskussion, wer vor wem drankommen soll."

Zunächst können in Niederösterreich Personen ab dem 50. Lebensjahr buchen, ab 5. Mai folgen Reservierungen für alle ab 40, ab 7. Mai für die Gruppe ab 30 und ab dem 10. Mai für alle ab 16 Jahren. Insgesamt werden 326.000 Termine freigegeben, die Injektionen sollen bis Mitte oder bis Ende Juni stattfinden.

Derzeit will sich außer Niederösterreich kein anderes Bundesland auf einen konkreten Termin festlegen, ab wann alle Altersgruppen einen Impftermin buchen können.

"Das wäre ausgesprochen unseriös. Wenn wir jetzt Termine vergeben würden für Mai und Juni, könnten wir Gefahr laufen, dass wir Termine vergeben, die wir nicht einhalten können. Das würde zu einer großen Verunsicherung innerhalb der Ärzteschaft und der Bevölkerung führen", sagt Herbert Weltler vom burgenländischen Impfstab. 

Kommentare (1)
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