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LH-Kritik zu Impfung Kurz und Anschober sollen von "vollmundigen Ankündigungen" Abstand nehmen

Ruppiger Corona-Gipfel im Kanzleramt mit den Landeshauptleuten: Zahlreiche Landeschefs übten Kritik an den widersprüchlichen Aussagen zu den Lieferengpässen bei den Impfstoffen.

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Beratungen im Kanzleramt
Beratungen im Kanzleramt © APA/BKA/Andy Wenzel
 

In der Regierung schrillen die Alarmglocken. Wann immer die Corona-Zahlen außer Kontrolle gerieten, wurde ein Lockdown verhängt, und die Fälle gingen zurück. Doch mit den neuen Mutationen ist die Ausgangslage eine völlig andere. In ihrem jüngsten Bericht hat die Corona-Kommission eine ernüchternde Entwicklung skizziert: Selbst wenn der Lockdown beibehalten wird, würden die Mutationen in drei Wochen in Österreich die Oberhand gewinnen, nach sieben Wochen (50 Tage) würde, so die Prognose, das Virus wieder an Fahrt aufnehmen, Anfang/Mitte März wären die Infektionszahlen wieder bei 3000 Fällen – trotz Dauer-Lockdowns (in einer ersten Version war fälschlicherweise von 3300 Infizierten die Rede)

Impfung dominierte Treffen

Vor diesem Hintergrund baten Kanzler Sebastian Kurz, Vizekanzler Werner Kogler und Gesundheitsminister Rudolf Anschober gestern Abend zu einer Krisensitzung. Im Beisein von Virologen und Modellrechnern beriet man zunächst mit den Landeshauptleuten, dann mit den Oppositionschef – via Bildschirm, also rein virtuell.

Doch die Sitzung lief nicht ganz so harmonisch ab und gestaltete sich bisweilen ruppig. Nach Informationen der Kleinen Zeitung nahm die Frage der Impfung im Gespräch mit den Landeschefs breiten Raum ein.  Der steirische Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer soll, berichten mehrere Augen- und Ohrenzeugen, Kurz und Anschober mit einem internen Papier aus dem Gesundheitsministerium konfrontiert haben, aus dem hervorgeht, dass die Lieferungen ab der 7. Kalenderwoche „ungewiss“ seien. Die Regierung möge von „vollmundigen Ankündigungen“ bei den Impfungen Abstand nehmen. Andere LHs wie etwa der Oberösterreicher Thomas Stelzer oder der Vorarlberger Markus Wallner schlossen sich der Kritik an.

Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser forderte, dass die Verträge mit den Pharmakonzernen, insbesondere AstraZeneca, das im ersten Quartal deutlich weniger Impfstoff liefern will als vertraglich vereinbart, offengelegt werden. In Regierungskreisen war nur zu vernehmen, Schützenhöfer sei der einzige Landeshauptmann gewesen, der nicht in der Lage war, Auskunft über die bereits in der Steiermark verimpften Dosen zu geben. 

Nächste Krisensitzung am 1. Februar

Wie es nach dem 7. Februar weitergeht, soll am kommenden Montag bei einer neuerlichen Krisensitzung, zu der alle Landeshauptleute nach Wien reisen, fixiert werden. Tirols Landeshauptmann Günther Platter richtete an die Koalitionsregierung den Appell, man möge „vorsichtige Öffnungsschritte vornehmen, andernfalls würde die Bevölkerung nicht mehr mitgehen.“ Wiens Bürgermeister Michael Ludwig und die anderen Landeshauptleute schlossen sich der Forderung an. Für eine gewisse Verwunderung sorgte, dass Salzburgs Landeshauptmann Wilfried Haslauer nach einer Stunde seine Sache packte und die Sitzung verließ.

Virologen fordern mehr Tests in den Ländern

Die anwesenden Virologen und Modellrechner, darunter Niki Popper, Oswald Wagner, Herwig Ostermann, Andreas Bergthaler, forderten die Länder auf, noch intensiver zu testen, um sich bis zur entscheidenden Sitzung in genau einer Woche ein noch besseres und präziseres Bild über die Ausbreitung der Mutationen machen zu können. 

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Danke für Ihr Verständnis.

Natur56
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Tja die Steiermark diese Freundeerlwirtschaft muß ein Ende haben

Zum Schämen, aber schaut euch einmal unseren Impfbeauftragten an???Keine Ahnung von dem Metier .......unglaublich. Kärnten war wenigsten so schlau und hat die Gesundheitskasse beauftragt. Aber nein wir machen als selbst egal ob wir es können oder nicht, ob wir dazu in der Lage sind oder nicht. Das trifft auch die Gesundheitslandesrätin, auch die hat das letzte Jahr verschlafen.........

Stadtkauz
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Schützenhöfer

Sie schreiben sinngemäß: Der steirische Landeshauptmann konnte als einziger keine Angabe zu den bisher verimpften Dosen machen. Da frage ich mich schon: Wozu ist dieser unvorbereitete Typ zur Besprechung gefahren. Wegen des Buffets?

lacrima
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Ist komisch,

.........dass er nicht weiß wieviele ihr „Glücksspritzerl“ in der Steiermark schon bekommen haben!! Bei der Impfpflichtig, war er der Erste! Ist eben der einfachere Weg und nebenbei wollte er uns zeigen was für eine Macht er über uns haben „WILL“!!!

Pelikan22
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Warum denn "Glücksspritzerl"?

Du verzichtest ja darauf und dann jammerst, wennst mit Corona auf intensiv liegst! Aber keine Angst! Es is eh nur a leichte Verkühlung! Freiheit geht vor!!

Imandazu
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Ein gar köstliches Beispiel für gelebten Föderalismus...

Die hierarchische Praxis in Reinkultur: Ganz oben die OrtsKAISER, die bei solchen Treffen erst gar nicht dabei sind , eine Ebene tiefer die LandesFÜRSTEN und ganz unten die geprügelten SchildKNAPPEN der Bundesregierung. Dazu noch die Pharmakonzerne, denen unsere Gesundheit fast so wichtig ist wie der Profit. Ob plötzlich aufgetauchte „Bestbieter“ der Grund für die akuten Lieferschwierigkeiten sind?

Irgendeiner
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Naja, sollen ja andere vorher gesagt haben,

brauch man nur eine Überschlagsrechnung,heißt aber für mich,jetzt restlos runterfahren, wir müssen ins Tracing zurück, sonst hama dann halbherzigen Lockdown,kein tracing und ICU-Overflow,da komma nie raus und wennma Akkordimpfen, so schnell geht das nicht.Naja,ich schreibs dem Christkiund, ist die größere Chance daß es wer zur Kenntnis nimmt.

auer47
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Selber schuld

Kurz und Anschober sollten den Landefürsten viel deutlicher und ganz offen sagen: Ihr habt die Impfungen in eurer Verantwortung gewollt, jetzt habt ihr sie, jetzt seid ihr verantwortlich. Wir liefern euch lediglich das Material. Ihr sagt ja immer: Wir an der Basis können das besser. Für die Altenheime waren die Länder IMMER schon verantwortlich. Und Schützenhofer sollte vorsichtig ´ sein, die höchsten anteiligen Todesfälle gibt es in seinen Heimen.

UHBP
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@aue..

Die Länder haben es ja nur übernommen, weil die Kurz-Regierung völlig überfordert war.
Da wären jetzt wahrscheinlich nur die Bürgermeister geimpft.

Bootsfahrer
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Hut ab Frau Rendi Wagner

Man mag zu ihr stehen wie man will :
Ihre Performance in den letzten Wochen war erste Marke
Kein hysterisches Keifen wie Kickl
Keine Fundamental Opposition mit täglichem Regierungs Watschen
Sondern sachlich konstruktiv und authentisch
Bin gespannt ob die Bevölkerung das auch bemerkt

redniwo
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und nochmal hingeschaut

ich meine, PRW und übrigens auch Ludwig gehen jetzt nett mit der Regierung um, damit diese nicht explodiert. man stelle sich vor, ein misstrauensantrag gegen anschober - er scheint ja fast darum zu betteln - ginge durch!? die grünen werfen das handtuch. dann muss die spö entscheiden den job des rudi zu nehmen , oder den vorwurf, sie hätten die verantwortung nicht gewollt. nach neuwahlen, die dann die spö provoziert hätte, kurz wäre ja willig gewesen, wäre die situation unverändert. kurz als erster fordert zum tanz, wer will mittanzen?

retepgolf
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Wen wunderts,

diese Dame ist ja auch die einzige, die eine einschlägige Qualifikation und Ausbildung zum Thema Corona vorweisen kann!

Bei genauerer Betrachtung, ist sie die einzige, die überhaupt eine Qualifikation für irgend etwas hat, außer politisch wichtig daherzureden.

Okay, der Herr Kogler kann auch noch etwas, aber die anderen beiden sind nur zum vergessen.
Und die Opposition wird mundtot gemacht...was teilweise auch gut ist!

leben123
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Würde Rendi Wagner wählen....

wären jetzt Wahlen gäbe es für mich nur EINE - Rendi Wagner, auch wenn sie zur SPÖ gehört .......

laster
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ich würde diesmal auch die SPÖ wählen

wenn ich mir RW auch eher als Gesundheitsministerin wünschen würde. Das ist ihre Materie , wie sie es in den letzten Wochen bewiesen hat und da ist sie felsenfest. Als BK kann ich sie mir ehrlich gesagt nicht vorstellen.

Pelikan22
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Wer einmal lügt ....

Lauter Schwachmatiker die derzeit bei uns das Sagen haben. Alles was gut und teuer ist, wird von der Opposition gefordert ohne zu wissen, wer das zahlen soll!

laster
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versteh ihren Kommentar nicht

wer soll was bezahlen? Meinen Sie die Millionen, die diese Regierung (und nicht die Opposition) den Konzernen in den Rachen steckt? Die sich ein PR-Budget jenseits von gut und böse leistet, oder......

Pelikan22
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Wahrlich ein Laster!

Was gibts da nicht zu verstehen? Wenn man in Zeiten wie diesen über Sonnenbrillen didkutiert und nicht über wichtigere Fragen entscheidet (Impfung statt testen), dann sind Sie auf dem falschen Dampfer!

Immerkritisch
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Zu den Kommentaren

Jedem Österreicher, inkl. mir, gehen die nun schon seit langem anhaltenden Einschränkungen sehr auf die Nerven.
Aber nur auf die Politiker zu schimpfen hat keinen Sinn, denn die haben den Virus nicht produziert.
Viele Menschen sollten sich selbst einmal hinterfragen, wie sehr sie dazu beitragen, dass man die Situation in den Griff bekommt. In vielen Kommentaren ist z.B. zu lesen, dass die Gastronomie endlich öffnen sollte, denn dort passiert eh nichts,, dort gibt es eh Vorschriften.
Fakt ist, dass viele Wirte die Gäste z.B. nicht darauf aufmerksam machen, dass sie nicht an der Theke stehen sollen/dürfen - manche Wirte wissen nicht einmal, dass das in der Verordnung festgeschrieben ist, oder es ist ihnen wurscht,
Wie andere in diesem Forum festgehalten haben, hat sich das Einkaufsverhalten in den Lebensmittelmärkten wieder auf das Niveau vor COVID eingestellt.
Wenn nun geschrieben wird, dass die Ansteckungen vielfach am Arbeitsplatz oder vorwiegend zu Hause passieren - jo na net!
Irgendwer muss aber den Virus "nach Hause mitbringen", denn beim Fenster fliegt er nicht herein.
Es sollten sich viele selbst hinterfragen, wie sehr sie die Regeln einhalten. Vor allem im ländlichen Bereich sieht man bei Häusern eine größere Zahl von Fahrzeugen stehen, wobei man annehmen kann, dass sicherlich nicht alle zum gleichen Haushalt gehören - für mich auch die Erklärung über Einkaufswägen, die mit diversen Getränken übergehen!
Ich freue mich nun schon auf die vielen "Daumenrunterdrücker"!

picciona1
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das spielchen

flugzeuge aus england landen.. die brititische mutante ist da ..lockdown
flugzeuge aus afrika landen... die südafrikanische mutante ist da .. lockdown
flugzeuge aus brasilien landen... die brasilianische mutante ist da.. lockdown
kann man vermutlich die nächsten 10 jahre weiterspielen.
welche mutante kommt als nächstes und wie lange wird der dauerlockdown verlängert??

georgXV
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???

Sebastian Kurz und Rudi Anschober sollten sich in erster Linie um die Beschaffung weiterer zusätzlicher zertifizierter Impfdosen kümmern, die mehr oder weniger SOFORT geliefert werden können.
Der Preis für diese zusätzlichen Mengen ist nebensächlich, denn der Lockdown kostet uns täglich einige hundert Millionen.
Alles andere sind zur Zeit "Nebenkriegsschauplätze".
Sich nur auf die EU zu verlassen ist LEIDER viel, viel zu WENIG.

SagServus
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Sich nur auf die EU zu verlassen ist LEIDER viel, viel zu WENIG.

Der Weg über die EU wurde genau aus dem Grund gewählt, um das was sie jetzt hier vorschlagen zu verhindern.

Dass sämtliche Länder selbst für ihre Impfstoffe sorgen und zu einem Kampf darum kommt.

Wenn sie also vorschlagen, Österreich solle die EU Umgehen, dann wird das auch Deutschland, Frankreich etc. machen.

Dann wirds einen Preiskampf geben weil "wer mehr zahlt wird auch schneller beliefert" und am Ende steht Österreich als letztes in der Schlange weils nicht so viel zahlen wollen/können.

Miraculix11
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Das war in der ersten Beschaffungsphase klug.

Da hat die EU gemeinsam bestellt. Aber nun bestellen die Länder weitere Impfdosen einzeln, u.a. weil AstraZeneca nicht so schnell liefern kann.
ZB. Deutschland, 22.1.2021
Biontech/Pfizer hat bislang keine festen Zusagen an die Bundesrepublik Deutschland gemacht, 30 Millionen zusätzliche Impfdosen zu liefern. Das geht aus der Antwort der Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium (BMG), Sabine Weiss (CDU), auf eine Schriftliche Anfrage des FDP-Bundestagsabgeordneten Wieland Schinnenburg hervor.
Anders als bislang öffentlich vom BMG kommuniziert, unter anderem auf der Ministeriums-Webseite, gibt es von Biontech/Pfizer offenbar nicht eine „gesicherte Option auf weitere 30 Millionen Dosen national“, sondern nur Vorverträge. Diese „Memorandums of Understanding“ wurden laut der Antwort auf Schinnenburgs Anfrage mit Biontech/Pfizer geschlossen, allerdings sei die „Umsetzung dieser Absichtserklärungen in verbindliche Bestellungen“ noch „Gegenstand laufender Verhandlungen“.
Aus: Tagesspiegel

SagServus
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...

Deutschland hat nichts "bestellt" sondern versucht über ein Forschungsprogramm an mehr Impfstoff zu kommen.

Die 30 Millionen Dosen, die Deutschland darüber haben möchte, sind aber nur in Vorverträgen zugesichert wobei Biontech schon gesagt hat, dass sie das nicht liefern können.

Hazel15
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Beschaffung weiterer Impfdosen

Gestern auf Puls 4 Pfizer-Chef Österreich: Robin Rumler: Pfizer plant 2021 rund 1,3 Milliarden Impfstoff-Dosen für die ganze Welt zu produzieren. Erst, wenn diese Impfstoff-Dosen abgerufen sind, könnten noch zusätzliche Kontingente bestellt werden. So sieht es auch bei Moderna aus.
Schweiz - eines der reichsten Länder der Welt:
26.01.2021 In der Schweiz wird der Impfstoff knapp!!! Lieferengpässe drohen die Impfkampagne zu verzögern! Die Nachrichten von den Impfstoff-Herstellern waren letzte Woche durchs Band unerfreulich: Die Firmen Pfizer/Biontech reduzieren zumindest vorübergehend die versprochenen Lieferungen in Europa, um Kapazitätsengpässe in ihrer belgischen Fabrik zu beheben. Auch die Schweiz ist davon betroffen. SOFORT heißt bei den Herstellern ab 2022!!!

Hapi67
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Schützenhofer und die

Landesapostel arbeiten nach dem gleichen Prinzip wie der Bund mit der EU.
Wegducken und die Verantwortung abschieben, wenn es brenzlig wird.
Schützenhofer, ein alter weißer Mann mit null Eier und Rückgrat, gibt den fürsorglichen Landesvater und bringt daheim nichts auf die Reihe.

Beratungen müssen/können nur ein Ziel haben

Ein eingeschränktes normales Leben für die über 95% Nicht-/Kaumbetroffenen mit Öffnung aller Einrichtungen sowie speziellen Schutz des besonders betroffenen Personenkreises.
Alles andere wird von der Mehrheit der Bevölkerung nicht mehr ausreichend mitgetragen.

feringo
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@Hapi67 : Schützenhofer und die

Behaupten Sie nicht "eine Mehrheit", wenn Sie keine Daten belegen!

Hapi67
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Wenn Sie mit offenen Augen

durchs Leben gehen, Sie können auch laufen wie ich, spazieren oder wenn Sie sich nicht hinauswagen, genügt ein Blick durchs Fenster oder Sie nehmen die Mobilitätswerte, etc.
...vielleicht können auch Sie dann mit etwas Phantasie verstehen, wie viele, dass noch mit Überzeugung mittragen.
Insofern behaupte ich, der Lockdown steht ohnehin nur mehr am Papier.

 
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