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Corona-EinreiseverordnungStundenlange Staus an den Grenzübergängen

Ab heute gilt die verschärfte Corona-Einreiseverordnung. An den Grenzübergängen kam es am Samstag zu stundenlangen Staus. Für die Grenzkontrollen sind 500 Soldaten eingesetzt.

© (c) APA/Rene Traut/Rene Traut (Rene Traut)
 

Wegen der ab heute gültigen Corona-Einreiseverordnung verstärkt das Bundesheer bis voraussichtlich 10. Jänner seine Kräfte an der Staatsgrenze in Niederösterreich, Kärnten und Tirol. In den restlichen Bundesländern werden Truppen umgeschichtet, teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums Samstagfrüh in einer Aussendung mit. Das Bundesheer kontrolliert an den Grenzübergängen zu Tschechien, Slowakei, Ungarn, Slowenien und Italien verstärkt und gemeinsam mit der Polizei.

Reiserückkehrer aus Deutschland

Auf der deutschen Autobahn A3 nahe Passau bildeten sich am Samstag seit der Nacht Staus in Richtung Österreich. Grund seien die vielen Reiserückkehrer, sagte ein Sprecher der Polizei laut Nachrichtenagentur dpa. Um 10.00 Uhr begannen laut den niederbayerischen Beamten in Österreich Gesundheitskontrollen. Viele Reisende sollen durch Österreich weiter in den Süden unterwegs sein. Dies sei an den Kennzeichen zu erkennen, teilte die Polizei mit. "Wahrscheinlich fahren die Leute nach Hause." Zwischen drei und sieben Kilometer lang sei der Stau im Laufe des Vormittags gewesen, hieß es. An den Grenzübergängen Kiefersfelden und Salzburg lief der Verkehr laut den Beamten normal.

Stundenlanges Warten im Osten und Süden

Auch auf der Ostautobahn (A4) beim Grenzübergang Nickelsdorf (Bezirk Neusiedl am See) kam es zu einem kilometerlangen Stau. Am Vormittag reichte die Kolonne von der Grenze rund 14 Kilometer bis zur Anschlussstelle Neusiedl und Weiden/Gols zurück, teilte die Asfinag auf APA-Anfrage mit. Die Wartezeit betrug laut ÖAMTC bis zu zwei Stunden. Auch auf der B10 kam es vor der Grenze in Nickelsdorf zu Verzögerungen.

In Kärnten hatte es Stau und Wartezeiten bei der Ausreise an der Grenze Karawankentunnel gegeben. Auf der Karawanken Autobahn (A11) von Villach in Richtung Ljubljana zwischen der Anschlussstelle St. Jakob/Rosental und Karawankentunnel betrug die Wartezeit bis zu einer Stunde. Der Stau war etwa drei Kilometer lang. Im steirischen Spielfeld wurden ebenfalls bei der Ausreise Wartezeiten verzeichnet, allerdings nur wenige Minuten.

Stundenlange Wartezeiten gab es jedoch an der slowenisch-kroatischen Grenze für die Einreise nach Kroatien. Laut dem slowenischen Autoklub mussten Reisende beim größten Grenzübergang Obrezje/Bregana bis zu zehn Stunden warten, der kroatische Autoklub gab die Wartezeit mit acht Stunden an. Laut Medien handelte es sich vielfach um Menschen, die zuvor den Karawankentunnel passiert hatten.

Einreiseverordnung gilt ab heute

Gemäß Einreiseverordnung muss jeder, der ab 19. Dezember in Österreich einreist, für zehn Tage in Quarantäne. Freitesten kann man sich nach frühestens fünf Tagen und das auf eigene Kosten. Es gibt Ausnahmen für Menschen, die regelmäßig pendeln. Diese können frei reisen. Ausgenommen sind zudem Personen, die in die Enklaven Mittelberg (Kleinwalsertal), Vomp-Hinterriss oder Jungholz einreisen.

Ohne Test kommen können auch jene, die mindestens einmal pro Monat zu familiären Zwecken oder zum Besuch des Lebenspartners einreisen. Ebenso ist die Einreise aus unvorhersehbaren, unaufschiebbaren Gründen im familiären Kreis wie insbesondere schwere Krankheitsfälle, Todesfälle, Begräbnisse, Geburten sowie die Betreuung von unterstützungsbedürftigen Personen in Notfällen, uneingeschränkt möglich. In allen anderen Fällen, also wenn es keine regelmäßigen Besuche gibt bzw. jemand nur für eine Weihnachts- oder Silvesterfeier mit der Familie einreisen will, gilt die Zehn-Tage-Quarantäne.

500 Soldaten an der Grenze

Ausnahmen gibt es auch bei Personen, die aus jenen wenigen Ländern anreisen, deren Corona-Belastung noch immer gering ist und die auch keinen negativen Test vorweisen müssen. Für die Nachbarländer Österreichs trifft das derzeit allerdings nicht zu. Personenbetreuer, also die 24-Stunden-Pflegerinnen, Einreisende aus humanitären Gründen, Diplomaten und medizinische Begleitpersonen dürfen ebenfalls ins Land kommen, ohne Quarantäne befürchten zu müssen. Allerdings ist bei Einreise ist ein ärztliches Zeugnis vorzuweisen, das einen negativen PCR- oder Antigen-Test bestätigt und bei dem die Testung nicht länger als 72 Stunden zurückliegt.

Für die Grenzkontrollen waren bisher laut Verteidigungsministerium 350 Soldatinnen und Soldaten eingesetzt. Seit Samstag wurde ihre Zahl auf mehr als 500 erhöht. "Wenn zur Umsetzung des Behördenauftrages mehr Soldatinnen und Soldaten benötigt werden, werden die Bundesländer diese personelle Verstärkung erhalten. Das Bundesheer ist immer da, wenn es der Schutz der Bevölkerung erfordert", sagte Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP).

Kommentare (13)
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kislinger
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1
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Also doch!

Der Virus wird wieder mit dem Auto zurück kommen!

Autschal
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Vielleicht hat es heute jemand gesehen.

Heute Nachmittag ORF 2 - Kurznachrichten. An der steirisch-slowenischen Grenze bei Radkerburg. Zigarettentouristen wurden nach ihrer Rückkehr zu 10 Tagen Quarantäne verplichtet. Freitesten nach 5 Tagen. Hoffe, es gibt am Christtag die Möglichkeit sich testen zu lassen, ansonstenwünsche ich ihnen, dass sie genügend Zigaretten gekauft haben, um durch diese Zeit zu kommen.

Lepus52
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Was ist so schlimm daran?

Dummheit kann ruhig einmal sanktioniert werden!

Jungsteirer
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Weihnachten "steht vor der Tür"

"Draiving houm vor Krissmäss" Allen hier Schreibenden, Mitlesenden, Angemeldeten ein , Redakteuren ein frohes Fest UND den 31. Dezember OHNE Raketenknallerei. Der Stau ist nicht interessant und veröffentlichungswürdig. Auf unserem Planeten gibt es andere, millionenfach wichtigere Probleme!!!

Claudia1965
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Stau

Dies psst so - und bei der Rückreise sollen sie noch einmal so lange stehen -
Recht so 🙂🙂🙂🙂🙂🙂

minerva
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und claudia...

gehts dir jetzt besser ??

hermannsteinacher
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Morgen

ist der 4. Adventsonntag 2020.

tim29tim
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Auf Grund der ansteigenden Todeszahlen war dieser Lockdown leider unvermeidlich.


Danke allen Testverweigerern und manchen Oppositionspolitikern, die ständig die Maßnahmen kritisieren.

UHBP
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@tim...

Es werden immer weniger die das Märchen vom, "Schuld sind immer die anderen!" und "Die Regierung macht immer alles richtig!"
Aber manche kapieren es halt nie, wie bei Corona.

UHBP
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das einen negativen PCR- oder Antigen-Test bestätigt und bei dem die Testung nicht länger als 72 Stunden zurückliegt.

Jetzt hat man uns vor den Massentests doch bei jeder Pressekonferenz der Regierung erklärt, dass so ein Antigentest nur eine Momentaufnahme ist.
Und jetzt, kann er Tage alt sein um einzureisen oder ins Gasthaus gehen zu können.
Was für ein Glück, vor allem für Basti, dass viele Österreicher zum Mitdenken zu faul sind.

fwf
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Mit der Logik

Kommt man bei all diesen Verordnungen und Statements sowieso nicht weiter. Als positiv Getesteter darf ich mit der Straßenbahn heimfahren, privat darf ich als negativ Getesteter zu Weihnachten zur 10 Leute treffen ? Herr Anschober hat offensichtlich vor lauter Panik den Hausverstand irgend wo liegen gelassen ?

Hazel15
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Positiv Getesteter...

Woher haben Sie das Märchen, das man mit der Straßenbahn heimfahren darf? Whats App??

UHBP
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Däumchen

Wenn man die Droten Däumchen so ansieht, liegt es vielleicht gar nicht am wollen, sondern am können.