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Ohne MandatFast zehn Prozent "verlorene" Stimmen dank Strache und Kleinparteien

Bierpartei, Links und Strache verbuchen fast jede zehnte Stimme auf sich - das hilft den etablierten Parteien, scheinbar überproportional Mandate zu ergattern.

WIEN-WAHL 2020: STIMMABGABE STRACHE
Eine Kundgebung der neuen "Links"-Partei bei der Stimmabgabe von Heinz-Christian Strache © APA/HANS PUNZ
 

Fast jede zehnte Stimme bei der Wiener Gemeinderatswahl wird "verloren" sein - in dem Sinn, dass sie nicht zu einem Mandat im Gemeinderat für die jeweilige Partei führt. Bei Auszählung von 97,2 Prozent der vor Ort abgegebenen Stimmen plus Wahlkartenprognose sind 9,4 Prozent der Stimmen den Kleinstparteien zugekommen:

  • 3,6 Prozent für das Team HC
  • 2,0 Prozent für die Bierpartei
  • 2,0 Prozent für die neue Links-Partei
  • 1,6 Prozent für die "Migrantenpartei" SÖZ
  • 0,2 Prozent für sonstige Listen

Gemeinsam mit dem neuen Wiener Wahlrecht führt das zu scheinbar überproportionalen Mandatsgewinnen für einige der größeren Parteien; die Neos etwä dürften mit einem bescheidenen Zugewinn von +1,7 Prozentpunkten (von 6,1 auf 7,8 Prozent der Stimmen) ihre Mandate von fünf auf neun fast verdoppeln; die Grünen bekommen 2,2 Prozentpunkte mehr (auf 14,1 Prozent), gewinnen aber wohl fünf Mandate auf 15 dazu.

Kommentare (1)

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Stony8762
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Warum sollten das verlorene Stimmen sein? Immerhin haben die Wähler ihre Meinung damit geäussert. NICHTWÄHLER sind verlorene Stimmen.