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Zum 100-jährigen BestehenHelmut Konrad über das politische Ringen um eine Verfassung

Zwei Jahre nach Ausrufung der Republik konnten sich die Parteien auf eine Betriebsanleitung für den neuen Staat einigen. Heute vor 100 Jahren beschloss der Nationalrat die Bundesverfassung.

Verfassungsgerichtshof in Wien
Verfassungsgerichtshof in Wien © (c) Willfried Gredler-Oxenbauer / picturedesk.com (Willfried Gredler-Oxenbauer)
 

Die völlig neuen Rahmenbedingungen, die die Niederlage der Habsburgermonarchie im Ersten Weltkrieg für ganz Mitteleuropa geschaffen hatte, zwangen den „Rest“, der sich „Deutschösterreich“ nannte, zum Aufbau neuer staatlicher Fundamente. Der breit angestrebte „Anschluss“ an Deutschland, das inzwischen die demokratische Weimarer Republik geworden war, war illusorisch, denn eine Zustimmung der Siegermächte zu einem territorialen Zuwachs Deutschlands war ausgeschlossen. Der Friedensvertrag der Sieger mit Deutschland, unterzeichnet in Versailles am 28. Juni 1919, untersagte diesen Anschluss ausdrücklich, und auch der Friedensvertrag mit Österreich, unterzeichnet am 2. September 1919 in Saint-Germain, wiederholte das Verbot. Zudem wurde die Führung des Namens Deutsch-Österreich untersagt.

Kommentare (4)

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GordonKelz
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Nichts ist für die Ewigkeit ....

Auch keine Verfassung, wir würden auf einem Level stehn und keinen Millimeter weiter kommen! Man sieht das besonders an der
Neutralität und das wir gezwungen werden unseren Luftraum zu überwachen...koste es was es wolle .Und wenn das Land Hunger leidet...wir verteidigen unseren Luftraum...
Gordon Kelz

Simunek
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Nichts ist für die Ewigkeit

Also das was Sie das sagen ist ja eine Katastrophe. Was heißt, wenn das Land Hunger leidet. Wir benötigen ein schlagkräftiges Bundesheer mit einer tauglichen Lauftraumüberwachung. Was hat das mit Neutralität zu tun. Sehen Sie sich das Schweizer Modell an. Ich bin entsetzt. Leider wird das Heeresbudget nicht den Stellenwert erhalten, den es benötigt. Gott sei Dank wurden 18 moderne Hubschrauber angeschafft. Wir vertrauen auf unser Heer auch weil es immer die Sonderaufgaben erledigt hat. Da war jeder froh. Und das mit den vorhandenen bescheidenen Mitteln.

Ragnar Lodbrok
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Jede Partei, die glaubt unsere Verfassung ändern zu können -

riskiert einen Bürgerkrieg.
Möglicherweise ist sie nicht die Beste - aber sie war das Fundament unseres heutigen Wohlstandes. Wir haben keine großartigen Bodenschätze wie Öl, Gold oder Diamanten - trotzdem ist unser Land nach wie vor unter den reichsten dieser Welt.
Und das, obwohl Österreich auf einer Landkarte mit richtigen Größenverhältnissen nicht größer als ein Fliegenschieß ist...

zweigerl
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Schiss oder Scheiß?

Schiss oder Scheiß? Ein "Schieß" ist sie nicht, unsere Verfassung, aber allein dass der Bundespräsident sie mit ästhetischen Kategorien beschreibt, weckt Verdacht. Nahezu widerstandslos strich diese "elegante" Verfassung die Segel in Zeiten politischen Wetterleuchtens - so 1933, als das Parlament sich selbst (!) ausgeschaltet hat, so 1938, als diese Bundesverfassung mit fliegenden Fahnen ins Lager Großdeutschlands übergewechselt ist. Auch gegen die aktuellen Krisen, Verlust der Biodiversität, Seuchen, unkontrollierte Migration, Zerfall der EU, weiß sie nicht wirklich ein Gegenmittel.