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Arbeitstagung der RegierungNun kommt der Kinderbonus

Finanzminister Gernot Blümel bezifferte das Volumen der als nächstes geplanten Maßnahmen mit 2,5 Milliaden Euro.

AKUTELLES ZU AUSTRIAN AIRLINES - AUA: BLUeMEL
Finanzminister Gernot Blümel: Das nächste milliardenschwere Hilfspaket wird heute und morgen auf den Weg gebracht © APA/HANS PUNZ
 

Die türkis-grüne Koalition wird bei ihrer zweitägigen Regierungsklausur, die heute im Kanzleramt startet, weitere Maßnahmen zur Bewältigung der durch die Corona-Pandemie ausgelösten Wirtschaftskrise auf den Weg bringen. Die Ergebnisse sollen dann morgen, Dienstag, präsentiert werden.

So haben sich die türkis-grünen Koalitionsspitzen auf eine Einmalzahlung von 450 Euro für Arbeitslose und einen Familienbonus von 360 Euro pro Kind geeinigt. Zudem soll der Eingangssteuersatz noch heuer von 25 auf 20 Prozent gesenkt werden. Damit wird ein Teil der geplanten Steuerreform bereits heuer wirksam. Jene, die aufgrund ihrer geringen Einkommen keine Lohnsteuer zahlen, werden durch eine Negativsteuer in Höhe von 100 Euro pro Jahr entlastet.

Kinderbonus: Für Kinder ist im heurigen Jahr ein Kinderbonus in Höhe von 360 Euro vorgesehen. Dieser kommt allen Kindern, für die es auch eine Familienbeihilfe gibt, zugute – im Unterschied zum Familienbonus, der einkommensabhängig ist (Kosten: 650 Millionen).

Arbeitslose: Hier hat man sich nach langen Verhandlungen auf eine Einmalzahlung in Höhe von 450 Euro geeinigt (Gesamtkosten von 200 Millionen). Der ursprüngliche Wunsch der Grünen nach einer Anhebung des Arbeitslosengeldes (bei einer Nettoersatzrate von aktuell 55 Prozent) scheiterte am Widerstand der ÖVP. SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner, aber auch ÖGB-Chef Wolfgang Katzian und AK-Chefin Renate Anderl ließen kein gutes Haar an dem Kompromiss. In Kreisen der Grünen verwies man darauf, dass es „der SPÖ im Unterschied zu uns Grünen nie in den letzten Jahren gelungen ist, das Arbeitslosengeld zu erhöhen“.

Steuersenkung: Bereits das Regierungsprogramm sieht eine Senkung des Eingangssteuersatzes für die Niedrigverdiener von 25 Prozent auf 20 Prozent vor, allerdings erst ab 1. Jänner. Dieser Schritt soll nun vorgezogen werden (Gesamtkosten von 1,6 Milliarden).

Investitionsprämie: Noch nicht bis ins Detail ausverhandelt ist die Schaffung einer Investitionsprämie, die Grünen pochen auf eine Ökologisierung der Maßnahme. Bereits am Freitag wurde die Senkung der Mehrwertsteuer für die Gastronomie, für Kulturveranstalter und Verlage präsentiert. Auch die Eckpunkte des Kreditmoratoriums und des Verlustrücktrags liegen vor.

Wie hoch das Gesamtvolumen aller Maßnahmen ist, darüber hüllt man sich noch in Schweigen. Die zuletzt vorgestellten Maßnahmen bezifferte Finanzminister Gernot Blümel mit 2,5 Milliarden Euro.

Kommentare (42)

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lilith73
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Unfair

Fair wäre dieser Kinderbetrag nur an durch Corona arbeitslos gewordene, oder in Kurzarbeit geratene. Alle anderen sollten nichts extra bekommen, denn es gibt dafür keine Notwendigkeit. Ich meine auch nichts an solche, die schon vor Corona eine Ewigkeit arbeitslos waren, oder Mindestsicherung bezogen hatten.

Peterkarl Moscher
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Lottogewinn

Der Finanzminister hat im Lotto gewonnen oder er
betreibt fahrlässige Krida !

Marcuskleine
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@Hr Moscher

Die Frage ist doch: sind die Maßnahmen geeignet, um den wirtschaftlichen Kreislauf einigermaßen am Laufen zu halten und damit zusätzliche Kündigungen und zusätzliche Insolvenzen zu verhindern (die den Finanzminister ja auch wieder Geld kosten würden). Wenn die Maßnahmen das leisten, dann ist es gut investiertes Geld!

Peterkarl Moscher
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Marcuskleine

Gebe Ihnen Recht nur die Summen die jetzt im Spiel sind
sind nicht mehr kontrollierbar. Helfen JA aber nicht
um jeden Preis, es wird ja jeden Tag eine neue Spende
angesagt !

Butterkeks
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...

Und die alleinstehenden Normalverdiener blechen weiterhin wie die Blöden. Well done!

henslgretl
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Oder

jene, deren Kinder nun erwachsen sind und die von solchen Sozialleistungen nur träumen konnten in den 90ern, als ihre Kinder klein waren. Keine Möglichkeit der teilzeitarbeit, keine karenz Zeit für Väter, kein Papamonat, kein Familienbonus, kein gestaffeltes Kinderbetreuungsgeld, keinen Ganztagskindergarten, keine Kinderkrippe... Ist eh schön, dass die Familie nun nicht mehr reines Privatvergnügen ist. Aber ein bissl beneid ich die jetzige Elterngeneration. Sorry

Mein Graz
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@henslgretl

Unsere Kinder wurden 85/86 geboren. Wir hatten die Möglichkeit zu Teilzeitarbeit, ob es Väterkarenz gab weiß ich nicht mehr, es gab allerdings Pflegeurlaub auch für Väter (nur wussten die Väter, dass bei Konsum dieser Tage eine Kündigung wahrscheinlich wurde), es gab Kinderkrippe und Ganztags-Kindergarten.

Also alles, was du da aufzählst stimmt nicht.

Und ich beneide die jetzige Elterngeneration nicht: da gibt es vieles, was Kinder nicht mehr dürfen wie etwa Lärm machen oder laut lachen; andererseits vieles, was die Eltern tun sollen, wie immer aufpassen aber keine Helikopter-Eltern sein, abwägen ab wann Elektronik in den Kinder-Alltag einziehen soll, die schulische Laufbahn begleiten aber nicht die Lehrer kritisieren usw...

Balrog206
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Lieber Mein

In der Stadt gab es das vielleicht ja aber am Land bestimmt nicht , wie mein erster in den Kiga gekommen ist ca 1998 war noch nicht einmal eine Nachmittags Betreuung im Kiga und Vs !
Und warum es den Ko sum nicht mehr gibt ist logisch !

henslgretl
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Meine

Wahrnehmung war anders. Mag sein, dass wir am Land lebende hier Nachteile hatten. Honigschlecken wars in den 90ern und 2000ern keins mehr. Aber das war ja nur ein kurzer Reflex bei mir. Ich habe die Zeit trotzdem genossen. Meine Kinder sind 24 und 29. Und ich möchte sie nicht missen!!!

Mein Graz
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@henslgretl

Ganz bestimmt war die Versorgung mit Krabbelstuben und Ganztags-Kindergärten außerhalb der Stadt nicht so dicht wie in Graz, daran habe ich keinerlei Zweifel!
Und es ist traurig, dass sich das auch in den letzten Jahrzehnten auch kaum verbessert hat.

Ich machte den Fehler nicht daran zu denken, dass es eben Unterschiede bei Stadt/Land gibt. Dafür bitte ich um Entschuldigung.

unicorn13
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richtig so

dass ein alleinstehender mehr zahlt als jemand der eine familie ernährt war immer so und ist sozialökonomisch gesehen doch auch vollkommen richtig ....

Butterkeks
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...

Warum soll das richtig sein?
Ich muss meine Miete zu 100% selbst zahlen, alle meine Lebensmittel kosten gleich viel wie für Familien, Versicherungen kosten gleich viel usw...
Ich habe aber nur ein Einkommen, Familien in der Regel mittlerweile aber zwei.

SoundofThunder
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🤔

Der Alleinstehende lebt auch nur von dem was er verdient. Kein Kindergeld,Familienbeihilfe,Alleinverdienerabsetzbetrag,usw. Das Kilo Brot kostet ihm/ihr gleich viel Geld. Steuerzahler sind die auch.

HSterbenz
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Fragwürdiges Gießkannenprinzip...

... lässt sich nur durch SPENDENAUFRUF ausgleichen...
... wenn der Politik keine treffsichere Politik gelingt, sollte sich diejenigen, ...
... die auf diesen BONUS gottseidank NICHT ANGEWIESEN sind, solidarisch erklären UND den KINDERBONUS nach eigenem Ermessen SPENDEN...

Mein Graz
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@HSterbenz

*ROFL*
Die Reichen sollen dem Staat was spenden, damit dieser die nicht so Betuchten unterstützen kann?

Da werden jetzt massenhaft Geldmittel fließen...

HSterbenz
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Nicht verstanden...

... aber rumrollen... 😉

derhannes
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Alles relativ

Der Kinderfreibertrag plus "Familienbonus" ist in Österreich noch weit weit weit unter dem Kinderfreibetrag, den Eltern in Deutschland bekommen.

picciona1
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in ö bekommte der eine dies und der andere das

vermutl. viele viel geld ohne nachweise, andere können nichts nachweisen, da unregelmäßiges einkommen.
in usa bekommen ALLE 1200E und in japan alle 860.
wäre auch möglich gewesen und hätte viele nervende pressekonferenzen erspart.
so, und ich gehe jetzt los und mach schöpping. und urlaub in ö.
versprochen!

Mein Graz
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@picciona1

Naja, das wäre Gießkannen-Prinzip.
Der Reiche kriegt ein Trantschelgeld.
Die Mittelschicht spürt es ein wenig.
Die Ärmsten müssen damit lange auskommen.

rouge
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Kinderbonus

Warum ist der Bonus nicht abhängig vom Familieneinkommen?
Wohlhabende sind ja nicht darauf angewiesen und für die Einkommensschwachen bliebe mehr.

UHBP
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@rouge

Dafür gibt es eh den Familienbonus. Der dir bei 5 Kindern €7.500 netto mehr im Jahr bringt. Das entsprechenden Einkommen vorausgesetzt. Hast nur ein kleines Einkommen bekommst du natürlich entsprechend weniger. Kinder von "wohlhabenderen" Eltern kosten aber auch mehr (teurere Handys, Kleidung, Urlaub, usw.)
Das ist doch nur gerecht, oder?

selbstdenker70
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..

Lauthalse Forderung der SPÖ wo es ums Kindergeld ins Ausland ging..." Kinder dürfen nicht unterschiedlich viel Wert sein..."

Gedankenspiele
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@rouge

Der Familienbonus ist ja einkommensabhängig, nur halt typisch für die ÖVP so gestaltet, dass die, die mehr verdienen, einen höheren Familienbonus erhalten.
So türkis - so unsozial.

Balrog206
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Im

Prinzip hast du recht , nur wo fängt wohlhabend an? Übrigens zahlen diese auch sehr viele ( hohe ) Steuern !

Patriot
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Dank an die Eltern, die am vergangenen Freitag (Fenstertag, eigentlich schulautonomer freier Tag) ihre Kinder in die Schule geschickt haben!

Es sind in fast alle Schulen nur ganz wenige der Schüler/innen gekommen, obwohl die Lehrer/innen anwesend waren.
Warum haben die Medien das verschwiegen?
Dafür bekommen die Eltern als Belohnung einen Kinderbonus?!

Mr.T
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Das stimmt so nicht!


... es gab auch sehr viele Schulen die von sich aus ganz einfach geschlossen hielten!!!

Das zeigt doch nur wie ernst diese Regierung bzw. dieser Bildungsminister genommen wird!

 
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