AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

SPÖ-MitgliederbefragungRendi-Wagner in den Händen der SPÖ-Mitglieder

Ab heute können 158.000 SPÖ-Mitglieder über den Verbleib von Pamela Rendi-Wagner an der Parteispitze abstimmen. Das Ergebnis soll im April feststehen.

PK SPOe 'START DER GROSSEN MITGLIEDERBEFRAGUNG': RENDI-WAGNER
Pamela Rendi-Wagner © APA/HELMUT FOHRINGER
 

Ab heute will es die SPÖ wissen: 158.000 Mitglieder bekommen Post von Parteichefin Rendi-Wagner – und es geht um nichts Geringeres als um ihre eigene Zukunft. „Soll Pamela Rendi-Wagner Bundesparteivorsitzende bleiben, um für diese wichtigen Themen gemeinsam mit allen in der Partei zu kämpfen?“: So lautet die Frage, an die Rendi-Wagner ihr persönliches Schicksal knüpft. Daneben gibt es 15 weitere Fragen zu in der Partei unstrittigen Themen wie der abschlagsfreien Pension nach 45 Arbeitsjahren oder der stärkeren Besteuerung von Millionären.

Je nachdem, wie die Abstimmung ausgeht – Mitglieder können bis 2. April per Post oder online mit persönlichem Code ihre Meinung kundtun –, gibt es verschiedene Szenarien, wie es an der Spitze der SPÖ weitergeht.

Download

Als unwahrscheinlich gilt nach den eher tristen Zeiten, die die Sozialdemokraten zuletzt erlebt haben – bei der Nationalratswahl fiel die Partei auf den historischen Tiefststand von 21,1 Prozent –, ein voller Erfolg Rendi-Wagners. Das wäre hohe Zustimmung (also 80 Prozent aufwärts) bei hoher Wahlbeteiligung. Wobei „hohe Beteiligung“ relativ ist: Christian Kern verzeichnete bei seiner Befragung zuletzt eine Beteiligung von 7,5 Prozent als Erfolg – das gilt angesichts der Vertrauensfrage der Chefin als Minimum, jedoch haben bereits mehrere Organisationen wie Wiener Landespartei und die Sozialistische Jugend kundgetan, nicht für Rendi-Wagner kampagnisieren zu wollen.

Umgekehrt gilt: Sollte Rendi-Wagner keine deutliche Mehrheit bekommen, wird sie wohl bald nach der Befragung ihren Sitz an der Parteispitze räumen. Eine konkrete Latte dafür will sie sich aber nicht legen.

Am schwierigsten wird es für die Partei wohl, wenn Rendi-Wagner zwar hohe Zustimmung bekommt, aber nur ein kleiner Teil der Mitglieder an der Abstimmung teilnimmt. In dem Fall ist nicht unwahrscheinlich, dass die Querschüsse aus Landesparteien und
-organisationen gegen ihre Führung weitergehen.

In der parteiinternen Gerüchteküche gehen derweil die Spekulationen über mögliche Nachfolger an der Parteispitze weiter. Weil sich kein logischer Nachfolger aufdrängt, wie das dereinst in der ÖVP mit Sebastian Kurz der Fall war, mehren sich die Stimmen für eine Übergangslösung: Um Zeit zu haben, einen attraktiven Kandidaten für die nächste bundesweite Wahl aufzubauen (planmäßig jene zum Nationalrat 2024), könnten etwa die Zweite Nationalratspräsidentin Doris Bures, Gewerkschafter Wolfgang Katzian oder einer der erfolgreichen Landeshauptmänner Peter Kaiser (Kärnten) oder Hans Peter Doskozil (Burgenland) übernehmen. Oder aber Rendi-Wagner bleibt selbst, um die Nachfolge zu regeln. Das hängt vom Votum der Mitglieder ab.

Kommentare (11)

Kommentieren
UHBP
6
3
Lesenswert?

Schön zu lesen

wie sich die Rechten hier um die SPÖ sorgen machen.

Antworten
tomtitan
1
4
Lesenswert?

Bin zwar nicht rechts aber es ist traurig, dass es zu den momentanen Playern in unserer politischen Landschaft keine ernst zunehmende Alternative gibt.

Wenn sie ehrlich sind, müssten sie das zugeben.

Antworten
Grazer1960
0
5
Lesenswert?

Vielleicht öfter einmal in den Spiegel schauen

Genau wie Sie sich in Ihren Posting andauernd Sorgen um die Kirche und die christlich-soziale Lehre machen.

Antworten
georgXV
0
11
Lesenswert?

SPÖ

die Frage, die sich immer wieder stellt, warum tut sich Pamela Rendi diesen Job überhaupt noch an ?
Als Medizinerin hätte sie wesentlich weniger Probleme und Sorgen und einen relativ ruhigen Job.
Und bitte NICHT vergessen, sie ist erst seit 2017 Mitglied der SPÖ.
Auf Grund ihrer bisherigen beruflichen Erfahrungen verfügt sie LEIDER NICHT über die momentan notwendigen geforderten Voraussetzungen zur Führung dieser Partei / Organisation.

Antworten
tomtitan
3
5
Lesenswert?

Die Richtung stimmt,

und die Frisur hält... ;-)))

Antworten
hfg
1
7
Lesenswert?

Warum sich eine kluge sympathische Frau

So einen Job antut ist für mich unerklärlich.
Als Parteichefin in der Politik ist sie eine klare Fehlbesetzung.

Antworten
47er
0
3
Lesenswert?

Ich frage mich auch, warum?

Sie ist in der oberen Riege umzingelt von egoistischen Sesselklebern, Kermits und sonstigen Nutzniessern. Und mit ihren Forderungen wird sie höchstens die Hälfte umsetzen können, teilweise sind die Grünen schon die bessere SPÖ.

Antworten
Pelikan22
2
5
Lesenswert?

Jetzt schau ich mir's nochmals an ....

den "Untergang der Titanic" mit der tollen Kate Winslet!

Antworten
az67
7
7
Lesenswert?

Peinlich

Diese Frau ist an Peinlichkeit auch nicht zu übertreffen!
Hat scheinbar einen Hang zur Selbstbestätigung und vergisst dabei dass es nicht nur immer um Sie gibt.
Traurig was aus der einst stolzen SPÖ geworden ist . Bruno was hast du uns da hinterlassen. Weit und breit auf Bundesebene niemand mit Führungsqualität vorhanden .

Antworten
Pelikan22
1
2
Lesenswert?

Nostalgie?

Sag, welchen Bruno meinst du? Den Pittermann oder den Kreisky? Den Herrn Rossmann eher nicht, denn der war von der Liste Pilz!

Antworten
tomtitan
4
5
Lesenswert?

Jetzt heißt's Solidarität beweisen,

liebe Genossen!

Antworten