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Doskozil zum Mindestlohn"Wenn zehn Euro netto pro Stunde nicht zahlbar sind, dann stimmt etwas nicht"

Der burgenländische Landeshauptmann will in seinem Bundesland den Beweis antreten, dass man auch bei im Wettbewerb stehenden Unternehmen den Mindestlohn von 1700 Euro netto im Monat zahlen könne. Das sagte er im ORF-Report.

Hans Peter Doskozil
Hans Peter Doskozil © APA/HERBERT NEUBAUER
 

Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) hat am Dienstag in ORF-Report betont, den im Wahlkampf versprochenen Mindestlohn von 1700 Euro netto monatlich umsetzen zu wollen. "Wir werden den Beweis antreten, dass man auch bei im Wettbewerb stehenden Unternehmen den Mindestlohn zahlen kann," sagte Doskozil. Zwar sei gegenüber der Wirtschaft noch viel an Überzeugungsarbeit notwendig. "Wir müssen die Diskussion führen: Was ist Arbeit wert. Wenn zehn Euro Mindestlohn netto pro Stunde nicht zahlbar ist, dann stimmt etwas nicht", so der burgenländische SPÖ-Chef. Die beiden landeseigenen Thermen würden demnächst ein diesbezügliches Modell beginnen anzuwenden.

Auf den Einwurf, dass dieser Kurs noch nicht in dieser Form von der Bundespartei mitgetragen werde, erklärte er, auch in der Partei müssten Strukturfragen noch mehr diskutiert werden.  "Die Menschen müssen von dem Gehalt, das sie verdienen, leben können. Die Lebenserhaltungskosten steigen, die Einkommen stagnieren - da müssen sich die Institutionen darum kümmern."

Migrationspolitik

Auf parteiinterne Auffassungsunterschiede in der Migrationspolitik angesprochen erklärte der burgenländische SP-Chef, er habe niemals gesagt, er sei für eine nicht-verfassungskonforme Sicherungshaft. "Wir diskutieren jetzt schon lange Zeit über eine Sicherheitshaft, aber niemand hat bisher klar gesagt: Was ist überhaupt der praktische Anlassfall, wo das notwendig ist?", so Doskozil. Bisher habe niemand einen klaren Fall, wo diese Notwendigkeit bestehe, vorlegen können. Eine Verfassungsänderung lehne er ab.

In Bezug auf eine mögliche Kanzler-Kandidatur für die SPÖ wiederholte er seine Aussage, wie versprochen die Verantwortung im Burgenland zu übernehmen - dabei bleibe es auch. Er könne nicht sagen, was in zehn oder 15 Jahren ist.

Die Landespartei im Burgenland hatte unter Doskozil mit knapp 50 Prozent die absolute Mehrheit im Landtag erobert. Doskozil vertrat innerhalb der SPÖ eine vergleichsweise schärfere Position in der Migrationsfrage. Aber genau diese spielte im Wahlkampf laut Politologen im Burgenland nur eine geringe Rolle. Laut einer Wahlanalyse des Forschungsinstituts SORA rangierten „Zuwanderung und Integration“ bei den abgefragten Inhalten nur im Mittelfeld. Weitaus öfter wurden „Chancen der Jugend“, „Umwelt- und Klimaschutz“, „Pflege“ und „Gesundheit“ genannt. 37 Prozent der SPÖ-Wähler und -Wählerinnen im Burgenland gaben an, die Partei wegen Doskozil gewählt zu haben, an zweiter Stelle folgten mit zwölf Prozent aber die inhaltlichen Standpunkte der Partei.

43 Prozent der Österreicher halten Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil am besten für die Funktion des SPÖ-Chefs geeignet. Parteiobfrau Pamela Rendi-Wagner sehen nur zehn Prozent als beste Chefin. Das geht aus einer Umfrage von "Unique Research" für das Nachrichtenmagazin "profil" (802 Befragte) hervor. Unter den SPÖ-Wählern liegt Rendi-Wagner aber mit 34 Prozent an erster Stelle.

 

Kommentare (68)

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Schneiderix
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Doskozil und der Mindestlohn

Herr Doskozil kann leider nicht rechnen.
1.700 Euro Mindestlohn sind zunächst rund 2.410 brutto.
Mit Nebenkosten jährlich € 43.825,-. Durchschnittliche produktive Arbeitsstunden, abzüglich Urlaub, Feiertage, Krankenstand etc. sind, eher überschätzt, 1600 pro Jahr.
D.h. die Arbeitsstunde kostet € 27,-
Der Arbeitnehmer bekommt vom gesamten Nettolohn
inkl. 12. und 14. netto 24.190 (also rund € 15 pro Leistungsstunde) oder Brutto 33.720 (also rund € 21,- pro Stunde) Ich vergönne es den burgenländischen Beamten, wundere mich aber, dass Herr Doskozil dies im Budget unterbringt. Ein Kleingewerbetreibender könnte bei diesen Löhnen nur zusperren.

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SoundofThunder
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🤔

In China gibt es über 300 Millionen Wanderarbeiter die von der Hand in den Mund leben. Ist sicher Nachahmenswert.Leasingfirmen mit ihren Leiharbeitern - Lohnsklaven-gibt es ja auch bei uns.

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Balrog206
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Zb

Wer wäre das ?

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Henry44
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Herr Doskozil wird mit dieser Ankündigung noch Probleme bekommen.

Jede(r) oder fast jede(r) hätte gerne ein höheres Einkommen, das ist verständlich.

Jetzt erklärt Herr Doskozil, dass ein Bruttogehalt von 2.450 Euro überall im Burgenland bezahlt werden sollte und für jeden guten Betrieb leistbar sei. Die sprichwörtliche Billa Kassierin würde sich sehr freuen, so ein Gehalt zu bekommen. Nur leider ist das fern jeder betriebswirtschaftlichen Realität.

Das nächste Problem werden jene sein, die eine lange Ausbildung haben und Verantwortung tragen und vielfach kaum über dem Doskozil Mindestgehalt liegen. Die werden verlangen, entsprechend mehr zu bekommen.

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Smitho
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Nachgedacht ???

Die Damen und Herren Politiker haben leicht reden, wo sie doch ihr Gehalt vom Steuerzahler kassieren und durch diverse Nebenamterl noch aufbessern... Ein Unternehmer hat anders zu kalkulieren... im Burgenland ist es wahrscheinlich noch leichter zu fordern und evtl. umzusetzen, dass man 1.700 netto verdient für jene die wirklich im Burgenland arbeiten, da ja der größte Teil sowieso nach NÖ oder Wien pendelt zur Arbeit. Herr Doskozil sollte schaun, dass sein Minibundesland an witschaftlicher Tätigkeit zulegt, damit nicht so viele pendeln müssten (würd auf umweltschonender sein). Sollten nicht ihre Mineralwasserquellen an Ukrainer und Russen verscherbeln, die es dann in die Insolvenz führen !!!

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ralfg
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..

1700euro netto das ist mit allen abgaben 13 14 gehalt etc. Eine monatliche belastung von deutlich über 3000euro pro monat für den unternehmer. Man rechnet betriebswirtschaftlich personalkosten etwa 25%. Bedeutet ein 1700euro netto mitarbeiter muss über 12.000 euro umsatz im monat machen damit er sich überhaupt auszahlt. Sagen wir mal ein lokal 2 kellner 2 in der küche muss dann über 50.000euro umsatz pro monat machen oder es kann zusperren.
Was bei so krassen löhnen für die niedrigen arbeiter passiert ist das die einfach weggelassen werden. Hat halt ein handwerkbetrieb keine putzfrau mehr oder eine lokal keinen hilfskoch.

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Hausschuh
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Genau.

Der Dienstnehmer kostet im Jahr genau 43.838,92, also Euro 3.653,24 im Monat. Egal, was er kann und egal, wieviel er einem Unternehmen bringt.
Prost.

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ralfg
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..

Danke für die genaue Berechnung.
Man braucht sich dann nicht wundern wenn ein mittelgroßer Supermarkt nur mehr einen Angestellten hat der die Regale füllt und jedes Gasthaus auf einmal Selbstbedienung hat.

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ES52
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Rote Ideologie pur

1700,- Euro netto ist ja ok, noch besser 2000,- netto für alle, nur hier zahlt der österr. Steuerzahler die Zeche und nicht der Herr Dosko.

Und genau das ist auch das wirtschaftspolitische Verständnis der Sozialisten, zahlen sollen alle anderen, insbesondere die "bösen Reichen", wer immer das auch sein mag.

Verteilen, was andere erwirtschaften, es gilt nach wie vor der Spruch: Sozialisten aufs Geld ist so wie den Hund auf die Wurst aufpassen lassen.

Was die SPÖ mit den Staatsunternehmen zusammengebracht hat, ist belegt, Pleite und Arbeitslose und ohne Parteibuch kaum ein Job.

Waren nicht die Sozialisten jahrzehntelang im Burgenland und im Bund am Ruder? Jetzt ist's halt eine andere Partie....
Wie singt schon der gute Fendrich: es tuat so weh, wenn ma valiert….. (und an den Futtertrögen andere sitzen)

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ChihuahuaWelpe56
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Wenn der Didi Mateschitz 180 mio € bekommen hat und dann noch eine Premie in mehreren Hundert Mio €

oder Garston Glock ordentlich privaten Gewinn gemacht hat, oder Rene Benko (lt Aussage eine ORF-Fernsehkomikers) 30 Mio € durch einen Kauf und baldigen Verkaufs eines Gebäudeobjektes, die ganzen Privatstiftungen .. sie sehen, es gibt genug zu holen!!!

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Natur56
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Gehts noch

und wieviel gibt es von denen????? Mal nachdenken vorher.
Typische Sozi Einstellung. Dem Unternehmer der das Risiko trägt Arbeit gibt ausquetschen bis zum geht nicht mehr.Wenn Unternehmer nicht mehr können dann hilft auch der Mindestlohn nichts mehr, wenn keine Arbeit mehr vorhanden ist. Aber geben wir den Ball zurück. Weniger Lohnnebenkosten und die Menschen könnten mehr verdienen. Jeder Unternehmer bezahlt noch: 21,3% Sozialversicherung, 3,6% DB und 0,39 DBZ, ca 3% Kommunalsteuer, Tourismusabgabe.
Das sind nochmals 30% zusätzliche Abgaben! Ab einem Jahresgehalt von 11.000 zahlt man 25% Steuer, dann noch 15,12% Sozialversicherung. Wer bitte schön kassiert da?????
Und bedenkt wenn die Löhne teurer werden kassieren Staat und Krankenkassen wieder mehr und das Leben wird teurer. Der Konsument bezahlt die Zeche.

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mapem
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Nach dem Lesen deines überaus interessanten Postings, ES52, muss ich sagen: Ich versteh dich.

In der Tat – ich glaube, dort, wo du wohnst, werden ziemlich sicher keine Reichen wohnen – das ist praktisch, denn: dann gibt es sie ja auch nicht – gell?! … Und wenn es sie nicht gibt – dann können´s und sollen´s auch keinen Sozialbeitrag leisten – auch logisch.

Na ja – ich denke, als gerade politisch heimatlos Herumirrender – tja, ist halt blöd, dass sich die Blauen grad gegenseitig so zerlegen – weißt halt nicht so genau, wohin jetzt? … Tja – ein Dilemma!

Aber der Kickl-Spruch mit der Wurst ist nicht schlecht – bei welcher lustigen Aschermittwoch-Rede hast denn den aufgeschnappt, ES..? … Und brav – die anderen immergleichen Sprücherl hast dir auch gut gemerkt …

Und zum Fendrich fällt mir da auch noch etwas ein: “ … es tuat so weh, wenn ma des do oben liest …”

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wedef1
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Gibt nur Brutto Gehälter

Dem Genossen Doskozil dürfte da etwas entgangen sein. Jedes Unternehmen bezahlt nur Brutto Gehälter. Was Netto übrig bleibt, hängt von der jeweiligen steuerlichen Situation des Arbeitnehmers ab. Hab auch noch nie gehört, dass Kollektivverträge in Netto verhandelt werden. Also was soll das Gerede von den € 10.- netto?

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UHBP
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@wed...

Es soll halt am Ende für einen Vollzeitjob 1700 netto rausschauen. Ob das jetzt mehr Brutto oder Steuern und Abgaben gesenkt werden, ist eine Frage der Umsetzung.
Bei jeden Eurocent für Arbeitnehmer jammern aber bei Millionenabfertigungen und Superpensionszusagen da bekommen sie den Mund nicht auf.

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mapem
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1… Oh ja, ich kann mich noch gut daran erinnern – so um die 2000er-Jahre …

als die Schüssel 1+2 Kabinette durch Österreich fegten (einzelne Burschen dieser honoren Gesellschaft stehen sogar noch heute vorm Richter … andere waren da wohl beim Spurenverwischen geschickter) …

Da war der neoliberale Turbo grad voll angesagt – die blöden Roten hatten in der Opposition nichts zu melden – und der Schüssel fuhr mit dem Bärentaler-Heiligen im Porsche durch die Gegend und hat sich von ihm sogar seinen adretten Azubi (das muss wohl der Prototyp des heute schwiegermuttertauglichen Fuchtlers gewesen sein?) ausgeliehen – den der quirlige Wolfi gleich mal zur Kassa setzte (was er dort so alles machte, versucht ja Richterin Hohenecker noch immer irgendwie herauszufinden – tja, die Amnesie is halt a Schwei…)

Nun – jedenfalls haben Schüssel&Co. mal gleich das ganze österreichische Familiensilber zusammengetragen – und weil das “Privatisieren” grad so en vogue war, ging das große Verschleudern dann so richtig los. Von der Austria Tabak – über die ÖMV-Anteile – staatsanteilige Industrie - ging´s weiter zur Post, ÖBB … und alles andere, was man nur irgendwie am Flohmarkt zur “Einsparung – Rationalisierung” verhökern konnte. Auf solch einem Basar fallen dann immer wieder Scheine auf den Boden – und die Herrschaften können sich halt so schwer daran erinnern, wer sich da hin und wieder gebückt hat …

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Charly911
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Beweise

Und Namen bitte? Sonst geht's da bald so wie dem tollen Pilz, der Quatscht den gleichen Schmarren wie du.

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mapem
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2… Nun sind die Schwarzen vulgo Türkisen

ja irgendwie ein lustiges Völkchen, die nicht nur auf den Turbo-Kapitalismus voll abfahren, sondern auch noch den Manderln weismachen möchten, dass sich Soziales und systemrelevante Infrastruktur immer auch rechnen muss – weil man es sonst abdreht. In der Praxis sieht das dann so aus – dass zB. die Ausgaben für Gesundheit oder Bildung ja unmittelbar keine Dividenden für irgendwelche Aktionäre abwerfen können … deshalb sollt man´s mal ordentlich “harmonisieren” und wer a bisserl eine Qualität möchte, der sollt´s auch selber bezahlen. Der Staat ist ja quasi ein “gewinnorientiertes Unternehmen” – so tickt nämlich die schwarz-türkise Welt.

Nun – in der Folge hat man dann ordentlich teil/privatisiert und amputiert … bei Post, Bahn und Co. wurde was das Zeug hält “harmonisiert … tja – und heute sucht die Post wieder Mitarbeiter - und im Zuge des klimakrisenbedingten Wiederausbaus des öffentlichen Verkehrs, kommt plötzlich die Erkenntnis, dass dies zwangsläufig was kostet und logischerweise nicht unbedingt Renditen abwerfen kann … der Schüssel & Co. – Weg war nicht nur der am Holz – der hat auch derart viel Infrastruktur zerstört und versenkt, die wir heute wieder ergänzen und noch weiter ausbauen müssen.

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Balrog206
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Natürlich

Waren früher bei Post und Bahn alle Mitarbeiter völlig ausgelastet mit ihrer Arbeit ! Aber dass Mitarbeiter früher teilweise mit 48 Jahren bei der öbb in die Pension gegangen sind, war natürlich fair Mapem gel ? Alles bestens da braucht man natürlich nichts verändern !

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mapem
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3… Man hatte damals

nicht die Schiene als DAS Transportmittel in die Zukunft gesehen und in deren Ausbau investiert (obwohl es schon damals genügend Expertisen zu diesem Thema gab) – nein – willfährig erfüllte man die Bedürfnisse der Lkw-Lobby, gab ihnen Goodys - anstatt sie huckepack auf den Zug zu zwingen, damit unsere Kinder vielleicht auch noch a bisserl atmen können … und nebenbei stutzte man das öffentliche Netz so zusammen, dass heute die einzige Alternative auch noch der private Pendelverkehr ist – neben den Abertausenden Lkw´s, die täglich den Dreck in den Äther blasen.

Jetzt – wo es schön langsam allen klar wird, dass es so nicht mehr weitergehen kann, bleibt aber noch immer diese plutokratische Säule unerschütterlich in den Boden betoniert, dass der unvorstellbare Reichtum einiger weniger unangetastet zu bleiben hat – und wenn man ökologische Maßnahmen politisch umsetzen möchte, man auf jenen Mittelstand zugreift, auf den man immer und für alles zugreift. Selbst nach 2008-09, wo das Werkl fast unterging, fährt man genau dieses System noch immer weiter – und die Leute wählen auch noch just die, die dieses vertreten … absurder geht´s nicht mehr.

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mapem
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4… Und ja – das Werkl ist nicht nur absurd – vielmehr ist´s schon so pervers, dass die Allgemeinheit das bezahlt, damit weiterhin die vollkommen asoziale Vermögensverteilung weiter Status quo bleiben kann … was wir ja nach der Krise 2008-09 erlebten, als die Rettung der Zocker-Banken “sozialisiert” wurde, was nichts anderes bedeutet, dass die Manderln in die Tasche greifen mussten, damit die Big-Player weiterhin “great again” bleiben konnten.

Lernprozesse hat dieser beinahe full-crash-down aber offenbar keine ausgelöst – heute erreicht genau jene Partei sagenhafte 40% Unterstützung, die noch immer auf diesem todbringenden Surfbrett schon wieder in Richtung Wand brettert. Und weil Begriffe wie “Moral” – “christlich-sozial” usw. bei diesen rein ökonomisch orientierten Politakteuren eh nur bloße Makulatur sind, bedient man sich dann auch noch aus dem Schlagwortkatalog der rechtsaußen Nationalen – solch Chuzpe muss man erst einmal haben! Aber das alles funktioniert eben nur, weil die Manderln genau das tun, was sie jetzt tun.

Ganz nüchtern – wenn hier nicht wenige, die sich als ganz normale und durchschnittliche Arbeitnehmer deklarieren, Postings absetzen, die sie ganz eindeutig als schon nahezu besessene Verteidiger der Geldsack-Oligarchie darstellen, dann stimmt da irgendetwas nicht mehr.
Entweder ist´s eine Armada an gefakten Influencern – was ich nicht glaube – oder es sind Leutchen, die entweder bei der Vergabe lebenswichtiger zerebraler Steuerungs-Apps verhindert waren – oder Rekordhalter in der Schulabsenz-Statistik waren.

Womit ich zum Schluss komme, dass ich nicht mehr in einer funktionierenden Demokratie lebe – als vielmehr zwangsläufig in einer Diktatur der Dummheit.

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mapem
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5… und noch a bisserl Empirie zum Nachdenken und Drüberstreuen:

Der Mittelstand und der gehobenere Mittelstand (das Gros der Bevölkerung) partizipieren um die 60% der wirtschaftlichen Wertschöpfung – und berappen zugleich 80% der Sozialkosten. Während die oberen paar Zigtausend sich die 40% der Wertschöpfung aufteilen und nur 20% ins Soziale abliefern müssen.

Sozial fair wäre der Ausgleich – nämlich jene, die 60% vom Kuchen erhalten, zahlen auch nur aliquot ihre 60% in den Sozialtopf … und jene Minderheit, die sich 40% vom Kuchen reinschneidet, zahlt auch aliquot ihre 40%. Aber davon sind wir weit entfernt – und ihr tut auch alles dafür, dass es weiterhin so asozial bleibt …

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mapem
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Ach Gottchen, immer dasselbe Deja vu mit euch – seufz!

Schreibst was rein – dann *zack-zack-zack* erfolgt unmittelbar die erste Welle der Pawlow´schen Rotfärbung – gefolgt von Kontradiktion in Form von Leere – und mittenrein in den Thread kommt dann doch noch ne treue Seele vorbei und bringt mir nicht Wein und Kuchen, sondern den immergleichen Sermon … dabei hab ich auch nicht immer grad Bock Balli zu spielen …

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Balrog206
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Kapimmi

Könntest ja in bester Manier einen Zuschlag dafür beantragen !

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mapem
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Pass auf, Balli …

du bist hier ja quasi der Repräsentant der Sprachlosen hier, der noch hin und wieder was aus dem Gebüsch piepst – und wenn man das dann allgemein als intellektuelles Niveau heranzieht … auweh! … Da mache ich mir dann aber schon Sorgen um die Zukunft der Kinder – weißt.
Und – was bedeutet denn eigentlich “Kapimmi”? …

Jetzt aber husch zurück zur Arbeit, Balli – sonst steht der Betrieb wieder – die Firma geht dann pleite – dann werden viele Ballis arbeitslos … und der Steuerzahler kann wieder brennen …

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Balrog206
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Mapimi

Keine Sorge um mich !! Ich gebe dem Steuerzahler viel mehr zurück als ich irgendwo über Umwege bekomme !

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crawler
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Komische Rechnung.

60% berappen also 80% der Sozialkosten. Und wo scheinen diejenigen auf, die ohne jegliche Leistung 100% an wirtschaftlichen Leistung partipizieren?

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