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Treibstoff teurerGewessler verspricht "Rücksicht" bei Dieselprivileg-Diskussion

Verkehrsministerin Leonore Gewessler will wie Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger bei der Öko-Steuerreform auf unterschiedliche Lebenslagen Rücksicht nehmen.

Die neue designierte Umweltministerin Leonore Gewessler.
Die neue designierte Umweltministerin Leonore Gewessler. © APA/Helmut Fohringer
 

Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne) hat in der Debatte um die Abschaffung des Dieselprivileg bekräftigt, dass die Grünen im Zuge der öko-sozialen Steuerreform darüber diskutieren wollen. Man werde dabei aber, "auf regionale Unterschiede Rücksicht nehmen und die Menschen mitnehmen", so Gewessler in der zib2 in Richtung Agrarministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP), die sich um die Bauern sorgt.

Köstinger hat heute die steuerliche Begünstigung von Diesel gegenüber Benzin damit verteidigt, dass die Bauern mit ihren Traktoren nicht so leicht umsteigen können. "Im Individualverkehr kann ich auf öffentliche Verkehrsmittel oder ein E-Auto umsteigen, bei Traktoren wird das noch dauern", begründete Köstinger das Festhalten am Dieselprivileg.

Vom Dieselprivileg profitiert am meisten allerdings der Lkw-Verkehr. Im Vorjahr fuhren mit 2,47 Mio. so viele Lkw wie noch nie über den Brenner. Laut dem Fachverband der Mineralölindustrie flossen 7,01 Mio. Tonnen Diesel in Kraftfahrzeuge, um 0,3 Prozent mehr als 2018.

Österreich zählt innerhalb der EU zu den Ländern mit dem günstigsten Dieselpreis. Laut dem Verkehrsclub Österreich (VCÖ) ist eineine 50-Liter-Tankfüllung Diesel um rund 17 Euro billiger als in Großbritannien und in Schweden und nach Angaben des Finanzministeriums um 6,6 Euro billiger als im EU-Schnitt Diesel koste nur mehr in Polen, Rumänien, Litauen, Bulgarien und Luxemburg weniger als in Österreich. Damit ist in allen Nachbarländern Diesel teurer als hierzulande.

Die Mineralölsteuer auf Diesel ist um 8,5 Cent pro Liter niedriger als auf Benzin. Dadurch haben sich Dieselfahrer im Jahr 2019 rund 710 Mio. Euro erspart, errechnete der VCÖ.

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Danke für Ihr Verständnis.

ReinholdSchurz
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Wann ist genug.

Ich möchte mich auf diesem Weg an alle Steirer/ innen wenden um abzuschätzen wie es ausschauen würde eine neue Partei für Arbeitnehmer zu etablieren, danke.
Den die SPÖ ist nicht mehr Herr der Lage und nicht fähig die jenigen zu vertreten, mit denn 1919 alles begonnen hat.
Kommentar:

1918–1920: Sozialdemokratie
Als die nicht deutschsprachigen Nationalitäten kurz vor Kriegsende aus der Monarchie ausschieden, waren die deutschösterreichischen Sozialdemokraten die ersten, die mit einem klaren Programm vor das Volk traten und eine parlamentarische Republik anstrebten.
Grund war auch eine starke Vertretung für die Arbeitnehmer zu schaffen und das Frauen Wahlrecht voran zutreiben.
Wo ist die SPÖ heute?
Die politische Vertretung sollte aus dem Volk kommen egal was für eine Stellung der jenige inne hat um wieder ein Gleichgewicht aufzubauen gegenüber anders denkenden, es muss möglich sein eine politisches System für Arbeitnehmer zu etablieren, danke fürs lesen.

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Ifrogmi
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ich befürchte, dass ...

... auf der einen seite treibstoff und heizöl massiv verteuert werden, andererseits durch die zunehmende elektrifizierung auch der strompreis massiv steigen wird.
egal wie: es geht in erster linie darum, das angesparte und erarbeitete vermögen der österreicher anzuzapfen. die nullzinsen haben nicht den gewünschten effekt gebracht, die idi*ten sparen doch glatt weiter anstatt die wirtschaft zu füttern.
dank dauerinszenierter klimaphobie steigt die bereitschaft in den sauren apfel beissen zu müssen und die grünen unternehmer mit ihren produkten reiben sich schon die hände und freuen sich in den elitären zirkel der grossen wirtschafter aufsteigen zu können.
nebenbei lässt sich ein teil des freigesetzten geldes noch umverteilen.
man muss schon ein mass an selbstdestruktivität besitzen um heute noch was durch arbeit, sparen und eigenleistung in der freizeit zu schaffen.
man lebt besser, wenn man sich in eine mietwohnung in der nähe des arbeitsplatzes setzt, zu fuss oder per rad das kurze stück zurücklegt, alles was bleibt verprasst und in der freizeit chillt oder auf demos rennt damit die anderen recht ordentlich gerupft werden.
mir fällt halt auf, dass die masse der protestierer jene sind, die nichts oder nicht viel haben, bzw. von den eltern ohne gegenleistung mit allem ausgestattet werden.
in wahrheit lässt sich das klimaproblem weder über steuern auf fossile brennstoffe, noch durch alternativenergie lösen. der einzige zielführende weg ist die begrenzung der weltbevölkerung.

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rochuskobler
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Dieselautos besser fürs Klima als Benziner

..warum? 1 Liter Dieser erzeugt bei der Verbrennung um 13 % mehr CO2 als 1 Liter Benzin. Der Dieselmotor ist jedoch bei gleicher Leistung um mind. 20 % effizienter als der Benziner. Die spezifisch höhere CO2 Emission von Diesel wird durch den geringeren Treibstoffverbrauch des Dieselmotors mehr als kompensiert, sodass der Dieselmotor bei gleicher Leistung rd. 7 % weniger CO2 ausstösst als ein Benziner. Der Diesel müsste daher in Bezug auf den Klimawandel weiter, ja sogar stärker, gefördert werden.

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Hieronymus01
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Wiso fördern?

Von Jahr zu Jahr hat der Dieselverbrauch und der dazugehörede CO2 Ausstoß zugenommen.
Warum soll dieser noch gefördert werden?
Ist für mich nicht logisch.

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UHBP
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@rochus

Die Idee ist aber von Verbrennungsmotoren wegzukommen.
Deshalb gehören umweltfreundliche Energieträger gefördert und nicht die vielleicht etwas weniger Schädlichen.

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tannenbaum
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Mit

der Erhöhung der Spritpreise wird kein einziges Gramm Schadstoffe eingespart! Am wirksamsten und am schnellsten realisierbar wäre eine Europaweite Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit auf 100 Km/h
auf Autobahnen und 80 auf Landstraßen! Aber das scheint politisch nicht durchsetzbar zu sein! Zugegeben - ich hätte auch keine Freunde, aber ich würde es aus Vernunft verstehen!

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UHBP
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Türkis hat kein Problem, wenn die Grünen darüber diskutieren wollen.

Das Ergebnis ist eh schon bekannt.
Dieselprivileg bleibt, zumindest für das türkise Klientel.

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UHBP
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und

Die Grünen fangen schon an zurückzurudern.
Vor 24 Stunden klang das noch ganz anders.

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mapem
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Natürlich – bevor´s jetzt zum ökologischen Aderlass über den Treibstoff geht,

haben die Türkisen schon mal die „Begünstigten“ und die davon „Ausgenommenen“ definiert. In der Praxis kann man sich ja gleich mal ausrechnen, wie „sozial gerecht“ sich das entwickelt: Wer zum Arbeiten auspendeln muss – weil´s ganz einfach keine Öffis-Verbindungen gibt – ist dann eben dran.

Wer sehr gut verdient wird´s da noch am wenigsten spüren … kleine Einkommensbezieher werden verhältnismäßig am meisten bluten … immer das gleiche ewige Spielchen. Und wie „locker“ sich dann gerade die Kleinverdiener mal schnell ein Elektro-Auto kaufen können – oder ihre Ölheizung rausreißen und durch eine ökologischere ersetzen, kann sich auch jeder vorstellen.
Genauso kann man sich gut vorstellen, wer davon profitiert, wenn jetzt die Türkisen den Spitzensteuersatz auf 40% reduzieren möchte.

Na ja – sieht man sich das Wahlergebnis und die regelmäßige Sonntagsfrage an, gibt´s ja in ÖsterREICH jetzt schon beinahe unglaubliche 40%, die offenbar wirklich fett Kohle haben – und ja, da wählt man natürlich den fuchtelnden Heiligen – logo …

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Balrog206
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Vor

Einigen Jahren hat der Bezin und Diesel über 1,50€ gekostet ? Wen hat das damals interessiert in der Politik von rot und schwarz ? ? Jetzt kommt das große Jammern wieder auf der Opposition Bank wegen sozial ungerecht !

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mapem
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Mei, lieb … s´Balli peppelt halt immer gerne in meiner Nähe rum – gell …

Na ja – ich glaub, dein Geschreibsel gehört wohl mehr zu so ner Art von Rheuma- Gicht-Prophylaxe, damit die Gelenke der Fingerchen nicht gar versulzen – hm?!
Ich mein – inhaltlich können´s wohl nicht motiviert sein, deine Volltopfen-Posts … und was die intellektuelle Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Thema anbelangt … hahaha, da muss ich jetzt lachen – du auch, gell Balli!?!
Na ja – vielleicht betrachten wir´s als diese kleinen lustigen Pausen-Clown-Nummern hier in diesem Zirkus … gell Balli …

… und damit du nebenbei was lernst, was du dir eh wieder nicht merkst: „Vor einigen Jahren“ - wann meinst denn genau? … Wahrscheinlich meinst die Finanzkrise – tja weißt, da war der Rohölpreis dementsprechend hoch … und das hat absolut nichts mit den Steuern auf Treibstoff zu tun, wie es jetzt schon zu tun hätte, wenn´s kommt - verstehst?!

Ach Balli – vielleicht therapierst deien MW-Komplex irgendwie anders – was du dich hier die ganze liebe Zeit blamierst, mein lieber Fridolin … is ja schon ein echtes Trauerspiel …

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glashaus
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@irgendeiner

muss ja die Reduktion der KÖst ja finanzieren. Da kommt die Klimadebatte über die Autos gerade recht.

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gerbur
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Es könnte auch wieder

auf eine alte Regelung hinauslaufen, "Wirtschaftsdiesel" genannt, diesmal nicht nur für Bauern, sondern auch für Pendler und für eine Übergangszeit.

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1
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Entweder Alle oder Keiner!

Keine Ausnahmen!
Und - Ende der Steuerfreiheit für Kerosin!

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Butterkeks
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...

Was würde sich am LKW Verkehr ändern, wenn der Diesel teurer wäre? Wo soll da bitte der LKW Verkehr profitieren vom günstigen Dieselpreis? Der LKW fährt nicht nach Österreich weil der Diesel so toll billig ist (was er eigentlich auch nicht mehr ist).

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umo10
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Vieles

Die Bahn wäre mit einem Schlag konkurrenzfähig. Viele Güter würden sich plötzlich auf der Schiene rentieren

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Butterkeks
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...

Gar nicht gewusst, dass Spar, Hofer, Merkur und Co jetzt Gleisanschluss haben...

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Blaumacher
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das....

dadurch Verkehr reduziert wird ist ja nur Geschwafel.... es geht um das erschließen neuer Geldquellen die dem Endkonsumenten/Pendler wieder umgehängt werden sonst nichts!!

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joektn
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🤔

Es fahren einige Speditionen extra über Österreich und nicht drum herum um hier billig tanken zu können und nehmen dabei durchaus einen kleinen Umweg im Kauf. Damit sparen sich große Logistikunternehmen tausende Euros im Jahr. Komisch, dass fast alles über den Brenner rollt, während man in der Schweiz auf der selben Magistrale nie solche LKW Kolonnen sieht oder dort die LKWs auf die ROLA ausweichen (müssen).

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Butterkeks
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...

Und wo kommen diese Märchen her? Die paar Euro die der da spart, zahlt er mit der deutlich höheren Maut wieder drauf. Selbst bei 10 Cent Unterschied (und den findest du nicht so schnell, eher weniger ist die Regel) sind eine 1000L Tankfüllung gerade mal 100€ billiger.
Und warum die nicht über die Schweiz fahren? Ganz einfach. Weil dort die Ware durch den Zoll muss.

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