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Casino-AffäreRazzien bei Löger, Pröll und Rothensteiner

Bei den Ex-Finanzministern Hartwig Löger und Josef Pröll sowie der staatlichen Beteiligungsgesellschaft ÖBAG haben heute Hausdurchsuchungen stattgefunden. Auslöser ist die umstrittene Bestellung eines FPÖ-Politikers zum Finanzvorstand der Casino-Austria.

++ ARCHIVBILD ++ NEUWAHL: OeVP-FINANZMINISTER LOeGER WIRD VIZEKANZLER
© APA/GEORG HOCHMUTH
 

Die Bestellung des FPÖ-Politikers Peter Sidlo zum Finanzvorstand der Casinos Austria zieht weitere Kreise. Heute gab es Hausdurchsuchungen bei der staatlichen Beteiligungsgesellschaft ÖBAG, ÖBAG-Chef Thomas Schmid, Ex-Finanzminister Hartwig Löger und Casinos Aufsichtsratschef Walter Rothensteiner sowie seinem Stellvertreter Josef Pröll, berichten "profil", "Standard" und "Presse".

"Die Presse" schreibt von einer Aktennotiz Rothensteiners, die ihr vorliege. Sie laute: "Hat (Anm.: Löger) mit Johann Graf (Anm.: Gründer und Alleinaktionär der Novomatic) konferiert, der hat irgendeinen Hintergrunddeal mit den Blauen. Daher ist Sidlo ein Muss Alternativkandidaten von Neumann gibt es nicht mehr, Graf will es nicht. Habe Löger gesagt, dass ich damit eigentlich meine Funktion überdenken muss. Versteht er, bittet mich, ihn zu verstehen. Er wird mit Pröll und Sazka reden, damit wir einstimmig bestellen können. Ich rede mit Steiner." (Anm.: Mit "Steiner" ist Raimund Steiner vom Personalberatung Egon Zehnder gemeint. Das Unternehmen war von der Casag mit der Beurteilung der Kandidaten betraut.)

Löger wehrt sich

Löger wies heute Dienstag alle Vorwürfe zurück: "Die Anschuldigungen entbehren jeglicher Grundlage. Ich sehe die freiwillige Nachschau und die damit verbundenen Vorwürfe gelassen und werde daher selbstverständlich voll inhaltlich mit den Behörden kooperieren, damit sich diese absurden Vorwürfe möglichst bald in Luft auflösen", ließ er der APA mitteilen.

Die ÖBAG bestätigte in einer Aussendung, dass bei ihr eine "Nachschau", also eine freiwillige Hausdurchsuchung, stattgefunden habe und sie sich auf die Bestellung Sidlos zum Finanzvorstand der Casinos Austria bezogen habe. Zugleich weist die ÖBAG, die ein Drittel der Anteile an den Casinos Austria hält, darauf hin, dass sie in keiner Weise als Beschuldigte davon betroffen sei, mit den ermittelnden Behörden vollinhaltlich kooperiere und sämtliche gewünschten Unterlagen freiwillig den Behörden übergeben habe. Weder die ÖBAG noch ihre Vorgängergesellschaft ÖBIB seien in die Vorstandsbestellung von Peter Sidlo eingebunden gewesen.

Politische Besetzung

Der frühere FPÖ-Bezirksrat Peter Sidlo ist unter der ÖVP-FPÖ-Regierung Anfang Mai als Finanzchef der Casinos Austria eingesetzt worden, obwohl der engagierte Personalberater Zehnder Zweifel an seiner Eignung geäußert hatte. In einer anonymen Anzeige wurde danach der Vorwurf geäußert, dass Casinos-Großaktionär Novomatic diese Bestellung aufgrund eines Deals mit der FPÖ akzeptiert habe. Demnach hätte sich die FPÖ als Dank für die Bestellung künftig für Lockerungen im Glücksspielgesetz einsetzen sollen. Sowohl die FPÖ als auch Novomatic dementieren kategorisch so eine Absprache.

Trotzdem hat es bereits Hausdurchsuchungen bei Novomatic-Chef Harald Neumann, Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache, Ex-FPÖ-Klubobmann Johann Gudenus und Sidlo selber gegeben. Seit Anfang September läuft auch bei den Casinos eine interne Überprüfung des Falls, Sidlo ist einstweilen auf Urlaub. Auch sein Mandat als Generalrat der Nationalbank hat er ruhend gestellt. Der interne Prüfbericht der Casinos soll bis Ende November vorliegen, wobei Generaldirektorin Bettina Glatz-Kremsner weiter volles Vertrauen in ihn äußert: "Ich gehe davon aus, dass er sich nichts zuschulden kommen hat lassen und dass er Anfang Dezember wieder im Unternehmen sein wird", sagte sie vor einer Woche vor Journalisten.

Kommentare (33)

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Lodengrün
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Wenn das zutrifft

geht das ins Mark der ÖVP. Und dann ist der Imageverlust verheerend. Pröll!!!!!!

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Simunek
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Löger, Pröll und ÖBAG/Casinos SIDLO

Sollte sich die Vowürde als richtig herausstellen, dass werde ich Löger und Pröll bei der Staatsanwaltachaft anzeigen als Privatvbeteiligter und diesen ganzen elenden Haufen aus dem Verkehr ziehen. iCh bin zwar ordentliches Parteimitglied der ÖVP aber so geht das nicht. Auch die ÖBAG diese schwachsinnige Institution wäre anzuzeigen und da Thomas Schmid dieses FPÖ Unkraut.. der sitzt nauch im AR der Telekom Austria AG. Der hat von operativem Bteiligungsmanagment noch nie etwas gehört. Solche unquaifizierten Personen kümmern sich um Staatsbeteiligungen. Die Interessen der Telekom Austria werden überhaupt nicht vertreten, vorallem die Holding, was passiertt, wenn der syndikatsvertrag mit den Slims ausläuft. Das tehrn österrreichische Arbeitsplärtze am Spiel. Der Ruf der TA ist bereits im Sinken. Jeder den ich kenne sagt, die TA ist nicht mehr das, was sie einml war. verdanken tun wir alles dem Cost Cutting. Weiß der Herr Schmid pberhaupt, was da vorgeht. Es bedarf eiense Starken Auftretens als Aktionär (28,42%) gegenüber diesen mexikanischen Shareholdern. UNd wem verdanken wir alles. Tschuden und dem Kemler und dem Spindelegger. Diese elenden Politiker, heute sind sie alle dahin, keiner wird mehr zur VErantwortung gezogen. ICh selbst gehöre der ÖVP als ordentliches parteimitglied an, aber solche ÖVP Politiker gheören nachträglich verjagt, vorllem der ehemalige Versicherungsvertreter ohne akademische Ausbildung - miese Figur.

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wischi_waschi
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Simunek

Wie recht ich Ihnen gebe. Ich bin schon lange kein öVP wÄHLER mehr.
Pröll und Co unwählbar.
Glauben Sie mir , Kurz ist ein netter Kerl , hat aber nichts zu sagen.
Habe es schon so oft geschrieben. Nie mehr ÖVP!!!!!

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Simunek
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tschuden

Ich korrigiere Tschuden war bis 2014 CEO der TA hat die Firma in den fast Tod geführt, der unqualifizierteste CEO, den ich jemals werken sah. Un dann noch mit Hedging die Firma weiter geschwächt. Gott vergib ihm niemals!!!!!!!

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umo10
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Es gibt doch noch eine Gerechtigkeit

Pfui Teufel, der Löger auch noch involviert in der Süchtlingsanstalt vom feinen Herren Graf

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mapem
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1 … Tja, das Glücksspiel …

kann mich noch an die Zeiten erinnern, als der Marlboro-Mann von den Plakatwänden rauchte – und jede Werbung für Glücksspiel verboten und verpönt war … soll Menschen und ganze Familien in den Abgrund stürzen – hieß es da. Tja – offenbar stimmt das jetzt nicht mehr – gell!?

Ist jetzt ja salonfähig – den zweimaligen wöchentlichen Lotto-Tipp lernt das Enkerl ja schon quasi von der Oma. Und bei der Entwicklung unserer Sozialpolitik, kann´s schon sein, dass das Ganze zur dirigierten kalkulierten Altersvorsorge ausartet und die ganze Nation sich dann vor den Fernsehern vor lauter Drücken die Daumen bricht, ob wohl endlich mal die Fortuna auch bei mir vorbeischaut. Verflucht – schon wieder nix!

Früher freute man sich über Ovomaltine – heute freut sich der Fleischermeister Graf von der Novomaltine – nein – Novomatik meinte ich. Der Job ist eh ähnlich – früher hat er die Viecher niedergestreckt und ausgenommen – und heute die Zockersüchtler. Damit das alles so gut läuft, muss man natürlich schon a bisserl die Herrschaften von der Legislative verwöhnen – und da stolpert man über alle Farben … selbst eine Dame der erklärten Vegetarierabteilung konnte den fleischlichen Verlockungen der grünen Scheine nicht widerstehen. Hier gilt das Geschäftsprinzip: Willst ordentlich was aus den einarmigen Banditen rausholen – musst a bisserl was in die zweiarmigen reinstecken, die dann den Persilschein zum Aufstellen der einarmigen ausstellen.

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Simunek
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Egal ob Sidlo, Pröll, Novomatic, OBAG, Bettina Glatz-Kremsner (Ahnungslose ohne Bildung)

Und jetzt noch Glawischnig als Ex-Grüne für Novomatic im Rennen, das ist der Gipfel. Früher wetterte Sie gegen das Unternehmen So sieht es mit politischen Überzeugungen aus. Soll Sie mich doch verklagen, die Grüne, die alles ruiniert hat bei den Grünen, inkl. Bevormundung des Volkes. Die holen wir uns noch und ziehen Sie zur Verantwortung und zwar politisch für ihre Doppelzüngigkeit...…………..

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mapem
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2 … Tja, wie sich die Zeiten ändern …

Wenn ich heute in die Trafik gehe, um mir a Packerl Tschick zu kaufen, hab ich schon ein schlechtes Gewissen. Und wie´s der Teufel haben möcht, kommt just die Mitzi-Oma mit ihrem Enkerl, dem Christiano, auch rein ... „Du Oma, was kauft denn der Mann da – was is denn da drin?“ … und die Oma sagt dann sofort „Wäh! … Pfui! … Das ist ganz was Grausliches – das darfst dir nie kaufen!“ und schaut mich ganz vorwurfsvoll an. Die Aussätzigen auf der Lepra-Insel werden sich vermutlich auch so fühlen, denk ich mir. Und während ich hastig das Wechselgeld einstecke, füllt die Mitzi-Oma für sich und den kleinen Christiano den obligaten Lotto-Schein aus – und weil der Christiano sich dabei schon so gut auskennt, bekommt er dann auch noch „Ein Leben lang“-Los als Draufgabe.

Hoffentlich hat er mal Glück, der Christiano – denn bei dem Sozialabbau wird er´s vermutlich brauchen, damit er dann im Alter nicht unter der Brücke schlafen – und jeden Tschick dann schnorren muss.
Und ich geh jetzt mal eine rauchen … hm … tja … aber wohin?

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Balrog206
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Die

Blauen haben ihre Flüchtlinge , die Roten reden vom dauernden Sozialabbau ! ! Mehr als All inklusive geht doch nicht !

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mapem
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Ach Gottchen, Balli …

schreib mal was drunter, wo einem nicht die Schuhbandln einschlafen …

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seinerwe
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Schaden?

Vor jeder Bestellung kommt es zu Gesprächen und es werden Personen kontaktiert. Das ist normal. Wer wurde warum geschädigt bzw. wer wäre sonst gekommen, was hätte diese Person wesentlich anders gemacht? Vorveruteilungen, um ihn als künftigen Finanzminister zu verhindern sind mies und primitiv.

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Planck
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Na eh.

Wegen der "normalen Kontakte" sind ja Razzien bei Politikern an der Tagesordnung, ned?
Unabhängig davon, was rechtsstaatlich ahndbar sein wird oder auch nicht: Eine derartige Häufung von Verdachtsfällen in derart kurzer Zeit ist in der Zweiten Republik ohne Beispiel.

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glashaus
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Wieder

wird versucht einen Türkiesen im Dunstkreis der Blauen zu verteidigen. Momentan haben die türkiesen controller ganz schön viel Arbeit.

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helmutmayr
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Nachdenken mein Lieber

Vorsätzlich wurden Änderungerungen im Glücksspiel Gesetz erkauft. Dafür gab's als Dank den Posten für den laut Zender unterbefähigten Blauen. Wir der Herr sos Gscherr. Glatte Korruption.

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Irgendeiner
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Aber nein, ich warte was Justia sagt, Ehrensache,

aber wenn da geschoben wurde,naja,dann wird mir der Studienabbrecher nicht wieder schmähtandelnd erzählen daß wie beim Schreddern, oi, ein Angestellter einen Fehler machte und dann Amnesie bekam, denn der Koordinator des Doppelmumpitz war sein Vertrauensblümel und dann will ich Köpfe rollen sehen,in der Hierarchie aufwärts.

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lieschenmueller
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Mein Lieblingsbezirksrat

ist der Beagle vom Herrn Kudrnac!

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tannenbaum
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Hoffentlich

wurden keine Liederbücher und keine Drogen gefunden!

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redfoxl
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Ex-Minister, Sauberfrauen etc.

Dass sich diese dubiose Spielautomaten- und Casinofirma Politiker und/oder passende Gesetze kauft, ist ja in unserer Bananenrepublik nichts Neues. Man denke da nur an eine Ex-Grüne-Politikerin, die sie nach deren Ausscheiden aus der Politik umgehend mit einem Top-Posten versorgt hat. Wenn`s um viel Geld oder hochbezahlte Posten geht, sind sie alle gleich dabei. Auch ehemalige sogenannte Saubermänner bzw. -frauen jeder Coleur. Aber der österreichische Wähler ist nicht nachtragend. Im Gegenteil, denn er würde es ja genauso machen, wenn er nur könnte...

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walter1955
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auch dazu könnte

Kogler zur Ex grün Politikerin seine Meinung abgeben,um glaubhaft zu bleiben

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wahlnuss
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Hat er doch!

Frau Glawischnig ist mit ihrem Engagement bei Novomatic sofort aus der Partei ausgetreten (worden). Gleichzeitig hat Kogler glaubhaft versichert, dass er und die Grünen die Machenschaften der Glücksspielkonzerne weiter genau beobachten werden und die nötige Distanz zu wahren. Die freie Entscheidung kann und konnte Frau Glawischnig niemand verbieten, aber die Wähler haben die Grünen dafür ordentlich abgestraft und das zu Recht.

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Hieronymus01
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Jetzt versteht man warum Kurz sogern wieder eine Türkis-Blaue Koalition weiterführen wollte.

Und sich mit den Grünen schwerer tut.

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Miraculix11
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Wieso?

Die ehemalige Grünenchefin ist doch eh bei Novomatic.

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mobile49
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von sich aus hat löger

sicher nichts gemacht .
bei dieser message control bei den türkisen !?!

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wischi_waschi
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Övp

Was der Josef Pröll ist ja auch dabei?
Ist das nicht der ,der die "Hypo"wieder verkauft hat und dann einen Chefposten bei der Raika bekommen hat, oder irre ich mich da etwa?

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Sportmaster
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Ich wünsche der STA weiters viel Erfolg

bei der Aufarbeitung der jahrzehntelangen Mauschelei, Packelei und Postenschacherei der ehemaligen großen Koalition.

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mapem
17
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Waaaaaas?!

„Absprachen“?! … „Interventionen“?! … und das im türkis-blauen Äther des „Saint Sebastienne“?!

NIE IM LEBEN – sag ich da aber … sonst hätte man ja ein Volldolm sein müssen, die wieder zu wählen!

Simma ja nit in Amerika!

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