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Vertrag gekündigtCasinos: Wieder Wirbel zwischen Novomatic und Sazka

Casinos-Austria-Aktionär Novomatic kündigte den Stimmbindungsvertrag mit der Sazka-Gruppe, dem größten Aktionär der Casinos, berichtet der "Kurier". Der Hintergrund dürfte die Causa Casinos mit den Hausdurchsuchungen bei HC Strache und Johann Gudenus sein.

© APA/Herbert Neubauer
 

Der Casinos-Austria-Aktionär Novomatic hat laut einem "Kurier"-Bericht den Stimmbindungsvertrag mit der Sazka-Gruppe gekündigt. Die Kündigung mit sofortiger Wirkung sei am 10. September erfolgt, berichtete die Tageszeitung am Freitagabend online.

Demnach begründete Novomatic die Kündigung mit einem schwerwiegenden Anlass. Die Vertrauensbasis zwischen den beiden Partnern sei nicht mehr vorhanden. Laut "Kurier" hat das Stimmrechtsabkommen, mit dem Novomatic und Sazka Entscheidungen bei den Casinos Austria gemeinsam treffen, eine Laufzeit bis Ende 2023.

Novomatic sagt nichts

Eine offizielle Bestätigung für die Kündigung gibt es nicht. Der Pressesprecher von Novomatic, Bernhard Krumpel, lehnte es auf APA-Anfrage ab, sich dazu zu äußern.

Die tschechische Sazka-Gruppe und Novomatic streiten schon seit längerem vor einem Schiedsgericht über den Stimmrechtsbindungsvertrag. Novomatic hatte im Vorjahr bei der Hauptversammlung trotz des Vertrags nicht mit Sazka gestimmt.

Causa Casinos

Zuletzt gerieten die Aktionäre auch in der Causa Casinos aneinander. Novomatic-Chef Harald Neumann warf Sazka vor, hinter der anonymen Anzeige an die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft zu stehen, die die Causa samt Hausdurchsuchungen unter anderem bei Heinz-Christian Strache und Johann Gudenus ins Rollen brachte. Sazka bestreitet das.

Die Korruptionsstaatsanwaltschaft geht in der Causa Casinos dem Verdacht nach, ob es rund um die Bestellung des Wiener FPÖ-Bezirksrats Peter Sidlo zum Finanzvorstand der Casinos Austria Absprachen zwischen der FPÖ und dem Casinos-Miteigentümer Novomatic gab.

Die Sazka-Gruppe ist mit 38 Prozent die größte Aktionärin der Casinos Austria. Dahinter folgt die Republik, die über die Staatsholding ÖBAG mit 33 Prozent an dem Unternehmen beteiligt ist. Novomatic hält 17 Prozent.

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