AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Künstler machen mobilFPÖ weist Rücktrittsaufforderung an Hofer zurück

Künstler um Elfriede Jelinek und Karl Markovics veröffentlichen einen Aufruf "Gegen Nazi-Liedgut und antisemitische Hetze".

Unterzeichnete ebenfalls: Elfriede Jelinek
Unterzeichnete ebenfalls: Elfriede Jelinek © (c) APA/ROLAND SCHLAGER
 

Die freiheitlichen Generalsekretäre Harald Vilimsky und Christian Hafenecker haben die Rücktrittsaufforderung des Präsidenten der israelitischen Kultusgemeinde, Oskar Deutsch, an FPÖ-Chef Norbert Hofer "auf das Schärfste" zurückgewiesen. Deutsch spreche hier nicht für die gesamte IKG, sondern als Einzelperson, befanden sie in einer Aussendung.

"Die Freiheitliche Partei hat in den letzten Jahren mehr als jede andere Partei in Österreich klargemacht, wie sehr sie die Verbrechen des Holocaust verurteilt und verabscheut und in Richtung der IKG immer wieder die Hand ausgestreckt. Wenn diese von Präsident Deutsch immer wieder zurückgeschlagen wird, zeigt das einmal mehr, dass es ihm nicht darum geht das Verhältnis zur FPÖ zu normalisieren, sondern sie zu zerstören."

Mit der Rücktrittsaufforderung gegen Norbert Hofer, "der bisher konsequent eine rote Linie zu unappetitlichen Umtrieben" gezogen habe, sei eine Grenze überschritten worden. "Als demokratisch legitimierte Partei lassen wir uns von niemandem in ein Eck stellen, in das wir nicht gehören", so die beiden Generalsekretäre.

Zugleich veröffentlichten am Sonntag zahlreiche Kunstschaffende eine Petition unter dem Titel "Gegen Nazi-Liedgut und antisemitische Hetze". Darin fordern die Unterzeichner - darunter so prominente Autoren wie Elfriede Jelinek, Michael Köhlmeier, Gerhard Roth und Franzobel sowie Filmschaffende wie Karl Markovics, Erni Mangold oder Reinhold Bilgeri - die Offenlegung der Inhalte sämtlicher Liederbücher österreichischer Burschenschaften sowie den Rücktritt des FPÖ-Nationalratsabgeordneten Wolfgang Zanger.

"Ein Abgeordneter mit diesem Hintergrund ist als parlamentarischer Vertreter der österreichischen Bevölkerung untragbar", heißt es in dem Aufruf: "Wir fordern alle anderen Parteien dazu auf, die klare Abgrenzung der FPÖ zu allen Burschenschaften und ihren Mitgliedern, die derartiges Gedankengut als Teil ihrer Tradition verstehen und bewahren, zur Grundbedingung für jede weitere Regierungsbeteiligung der FPÖ in Stadt, Land und Bund zu machen."

Kommentare (2)

Kommentieren
Henry44
5
6
Lesenswert?

40% der FPÖ Abgeordneten sind Burschenschafter

und auch Herr Hofer ist einer. Daher kann er kaum gegen den Burschenschafter Zanger vorgehen, ohne selbst unter starken Druck zu geraten. Die Burschenschafter bilden die stärkste Gruppierung in der FPÖ und haben die Partei praktisch übernommen.

Das sollte jede(r) wissen, der/die daran denkt, bei den steirischen Wahlen Kunasek zu wählen. Nach den aktuellen Vorgängen um diesen seltsamen Herrn Zanger kann Herr Schützenhöfer nicht mehr an eine Koalition mit der FPÖ denken.

Antworten
H260345H
3
3
Lesenswert?

Diese Burschenschafter-Cliquen

halten eisern zusammen, auch der HOFER kann -und WILL!!- das nicht anders.
HOFER gehört selbst zu den rechtsrechten Funktionären, ebenso wie VILIMSKY und KICKL, nur mimt Hofer das "Schaf" - und genau so blökt er auch!

Antworten