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SondierungenHofer: "gutes Gespräch" mit Kurz, jetzt aber FPÖ "in Ordnung bringen"

"Wir haben über den weiteren Weg gesprochen", erklärte Hofer - er müsse aber in der FPÖ "einige Dinge in Ordnung bringen", im Dezember soll eine Klausur einen "Neustart" einleiten.

© APA/GEORG HOCHMUTH
 

FPÖ-Chef Norbert Hofer hat seinen Aussagen zufolge ein "sehr gutes Gespräch" mit Sebastian Kurz (ÖVP) gehabt. Das sagte der Chef der Freiheitlichen am Dienstag nach dem Sondierungstreffen mit seinem ÖVP-Gegenüber - Kurz' zweites Einzelgespräch nach jenem mit SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner.

"Wir waren uns darüber einig, dass es für die neue Regierung einige Herausforderungen zu meistern gibt", sprach Hofer die "sich eintrübende Konjunktur" und "das Thema Sicherheit" an.

Wirtschaftliche Auswirkungen durch den Brexit und Konflikte in Syrien und in der Türkei seien ebenfalls Themen gewesen, die er mit Kurz besprochen habe. Es seien "zwei wichtige Themen, mit denen sich eine neue Regierung auseinandersetzen wird müssen", so Hofer.

Ob Kurz ihn entgegen der Ankündigungen der FPÖ zu einer Regierungsbeteiligung überreden konnte, beantwortete Hofer nicht. "Wir haben über den weiteren Weg gesprochen", sagte er lediglich. Er müsse in seiner eigenen Partei "einige Dinge in Ordnung bringen", das sei sein Auftrag als Obmann, so Hofer. Im Dezember werde es auf jeden Fall eine große Klausur geben, für die er einen "Neustart für die FPÖ" versprach.

SONDIERUNGSGESPRAeCH OeVP MIT FPOe: HOFER
Foto © APA/GEORG HOCHMUTH

Zum wiederholten Mal merkte er an, dass er das Wahlergebnis nicht als Regierungsauftrag sehe. Sollte eine Regierungsbildung jedoch scheitern, werde er "den Bundesparteivorstand der FPÖ einberufen, um die Situation neu zu bewerten". Er rechne allerdings damit, dass andere Parteien zuerst zu weiteren Gesprächen eingeladen werden, sagte Hofer. Sollte es unmöglich sein, eine Regierung zu bilden, rechne er mit einer Kontaktaufnahme, so Hofer.

Weitere Gesprächstermine mit Kurz wurden nicht vereinbart, aber es mache immer Sinn, miteinander zu sprechen, betonte der FPÖ-Chef. Schließlich müsse man auch auf parlamentarischer Ebene zusammenarbeiten.

Ob es eine schwarz-grüne Regierung geben werde, sei "schwer zu sagen", sagte Hofer. Immerhin gebe es inhaltlich teils gravierende Unterschiede. Alles Weitere werde "die Zukunft weisen", so Hofer, der offenbar auch länger dauernde Koalitionsverhandlungen vermutet: "Ich glaube, dass das Christkind noch keine neue Regierung bringen wird."

Kommentare (4)

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UHBP
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Sollte eine Regierungsbildung jedoch scheitern, werde er "den Bundesparteivorstand der FPÖ einberufen, um die Situation neu zu bewerten".

Da machen wir ein paar Monate Scheinverhandlungen mit den Grünen (wie 2003) und dann wieder ab ins Bett mit den Blauen!
Den einfachen Wählern drücken wir wieder ein nettes Geschichterl rein; der Glaubt uns mitlerweise sowieso alles. ;-))
Bei den NEOS müssen wir aufbassen. Die wollen bei der Bildung etwas verbessern. Das haben wir in den letzten 40 Jahren erfolgreich verhindert und das Wahlergebnis gibt uns recht.

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DieRoteNelke
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Hofer & Kurz sondieren:

Eine nicht unwahrscheinliche Variante: Die Hofer-FPÖ unterstützt für ein bis zwei Jahre eine Minderheitsregierung von Kanzler Kurz und tritt nach der „inneren Einkehr“ in eine Koalition ein. Schauderhafte Vorstellung ...

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mapem
17
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Protokoll

Mein Prinz,
es war so schön mit dir am Trog,
bis uns eine b´soffene Gschicht
wohl in den Abgrund sog.
Unter uns herrscht nun bedrückend Ungemach,
bei vielen kleinen Blauen liegt das Konto brach!

So denk doch, woher du hattest das Papierl,
wo „Routenschließen“ stand geschrieben,
denn dieses hat dir Hinz und Kunz - und selbst die Anamierl,
zum Kreuzeln an die Urn´ getrieben!

Ich weiß – der Bimaz ritt oft wohl gar zu ungestüm,
doch selbst hat´s dir gefallen – dir wohl geziemt,
du weißt - wenn vorn tobt laut solch Ungetüm,
hast hinten immer flott und brav, die IV-Freund´ bedient.

Noch glaubt uns der kleine Mann,
doch spiel nicht mit dem Feuer,
weil ich´s schon deutlich spüren kann,
mit Grün wird´s für dich teuer.

Am Trog sind unsre Sitz noch warm,
das solltest nicht vergessen,
wenn da jetzt Gretas Jünger kommt,
auch du kriegst nur mehr Spesen.

Mein Prinz – hoch und heilig versprech ich´s dir,
der Kleine mit dem Pony – bleibt draußen vor der Tür!
Er wird dann sofort sein Taferl kriegen,
im Klub kann er dann „Ausreisezentrum“ spielen.

Und innen kannst du schalten, walten,
tun und lassen – alles, wie´s dir beliebt,
wenn´s nur für mich und ein paar Gestalten,
vielleicht ein Platzerl am Trogerl gibt?!

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hermannsteinacher
2
5
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Welch begnadeter

Poet!

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