AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Wahlkarten-RekordAm Sonntag wird jede fünfte Stimme fehlen

Das ist einsamer Rekord: Fast jeder sechste Wahlberechtigte hat in seiner Gemeinde eine Wahlkarte beantragt.

++ THEMENBILD ++ NR-WAHL: STIMMZETTEL FUeR DIE NATIONALRATSWAHL 2019
Wahlkarten-Set © APA/GEORG HOCHMUTH
 

Diese Nationalratswahl bringt einen neuen Briefwahlrekord: Erstmals wurden mehr als eine Million Wahlkarten - 1,070.933 laut Innenministerium - ausgestellt. Das entspricht annährend einem Sechstel der Wahlberechtigten. Bei ähnlicher Beteiligung und Rücklauf wie bei den vorangegangenen Wahlen wird fast ein Fünftel der Stimmen - rund 950.000 - im Sonntagabend verkündeten vorläufigen Ergebnis fehlen. Denn die Briefwahl wird erst am Montag ausgezählt, sonstige Wahlkartenstimmen am Donnerstag.

Damit ist denkbar, dass die eine oder andere Frage - etwa gegebener Mehrheiten - erst Montag oder gar Donnerstag entschieden wird. 2017 war die SPÖ im Sonntags-Ergebnis noch Dritte, aber nach Auszählung der Briefwahl am Montag lag sie doch vor der FPÖ auf Platz 2.

Das Interesse an der Briefwahl ist ständig gestiegen. Seit ihrer Premiere 2008 hat sich die Zahl der angeforderten Wahlkarten - von den damals 586.759 auf jetzt mehr als eine Million - beinahe verdoppelt, während die Zahl der Wahlberechtigten beinahe gleich blieb. Nach einem kräftigen Sprung 2017 wurden heuer noch einmal um 20 Prozent mehr Wahlkarten angefordert.

Damit stieg auch das Gewicht der Briefwähler für das Ergebnis: 2008 wurden noch mehr als 91 Prozent der Stimmen am Sonntag in die Wahlurnen geworfen. Aber die Möglichkeit, die Stimme schon vor dem Sonntag am Postweg oder bei der Bezirkswahlbehörde ab- oder einem "Boten" mitzugeben, fand immer mehr Anhänger: Der Anteil der Brief- und Wahlkartenwähler wuchs beständig - von 12 Prozent im Jahr 2013 über fast 16 Prozent vor zwei Jahren, und heuer wird an der 20er-Marke gekratzt.

Der allergrößte Teil der Briefwahlstimmen - nämlich die vor der Wahl per Postweg oder bei den Bezirkswahlbehörde abgegebenen - wird am Montag von den Bezirkswahlbehörden ausgezählt. Am Donnerstag werten dann noch die Landeswahlbehörden die am Sonntag in einem beliebigen Wahllokal abgegebenen Briefwahlstimmen (ausgefüllte, unterschriebene Wahlkarten) und die in "fremden" Wahlkreisen abgegebenen (nicht vorher ausgefüllten) Wahlkarten aus.

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.

siego_1
0
0
Lesenswert?

Briefwahl-->Online-Wahl

Briefwahl ist gut--> online wählen wäre noch besser-->kein Papieraufwand und das Ergebnis wäre auch punktgenau verfügbar

Antworten
Gairwolf
2
7
Lesenswert?

Briefwahl

Ich bin generell für die Briefwahl, man hat 4 Tage Zeit von Montag bis Donnerstag seine Stimme abzugeben, und am Sonntag werden alle Stimmen ausgezählt,und das endgültige Wahlergebnis steht bereits um 14 Uhr fest.

Antworten
Mein Graz
3
5
Lesenswert?

@Gairwolf

Man hat viel länger Zeit!
Man kann die Wahlkarte schon lange vor der Wahl anfordern und sofort oder eben erst kurz vor der Wahl per Post schicken. Oder am Wahl-Sonntag im Wahllokal abgeben.

Die Auszählung kann gar nicht endgültig am Sonntag erfolgen, da Wahlkarten in den zuständigen Gemeinden ausgezählt werden müssen. Der Transport dauert von Ost nach West doch einige Zeit, sogar mit dem Flugzeug.

Ebenfalls sind um 14 Uhr noch viele Wahllokale geöffnet, auch deshalb kann es zu diesem Zeitpunkt noch kein Ergebnis geben!
Die Auszählung der Stimmen beginnt zwar nach dem Schließen des Wahllokals, ebenso die Weiterleitung des Ergebnisses. ABER ein endgültiges Ergebnis kann es nicht am Wahlsonntag geben!

Antworten
Church-Hill
52
6
Lesenswert?

Dieser Briefwahl- Unfug

gehört wieder abgeschafft! Wahlkarten für jene, die bettlägrig oder auf Urlaub sind, und für sonst niemand.

Antworten
Mein Graz
1
15
Lesenswert?

@Church-Hill

Mit welcher Begründung?
Ich fordere bei JEDER Wahl eine Wahlkarte für die Briefwahl an, da ich nie weiß, ob ich gerade in Graz bin oder nicht.

Ich bin froh, dass es diese Möglichkeit gibt. Auch diesmal habe ich per Briefwahl gewählt, und es war gut: überraschend konnte ich auf Grund von Erkrankung nicht nach Österreich zurück kommen...

Antworten
cockpit
0
0
Lesenswert?

Mein Graz

Wünsche ihnen baldige Genesung

Antworten
Mein Graz
0
0
Lesenswert?

@cockpit

Recht herzlichen Dank!

Antworten
Church-Hill
15
0
Lesenswert?

So war es ursprünglich

vom Gesetzgeber gedacht. Sogar der Verfassungsgerichtshof hat festgestellt, dass die Briefwahl in zumindest zweierlei Hinsicht verfassungsrechtlich bedenklich ist. Außerdem: Im Wahllokal muss sich jeder ausweisen. Wer das Kreuzerl bei der Briefwahl wirklich gemacht hat, kann niemand überprüfen. Das stellt eine nicht akzeptable Ungleichbehandlung dar. Fort mit dem Unsinn.

Antworten
Mein Graz
0
0
Lesenswert?

@Church-Hill

Mit der Unterschrift auf der Wahlkarte wird bestätigt, dass man die Wahl selbständig durchgeführt hat. Stimmt dies nicht ist das Urkundenfälschung und zu ahnden.
Und ohne Unterschrift ist die Wahlkarte ungültig.

Wird die Wahlkarte vollständig abgeschafft wird vielen Österreichern die Möglichkeit ihr Wahlrecht auszuüben entzogen - und das ist gegen die Verfassung.

Antworten
Gotti1958
1
10
Lesenswert?

Hill

Wenn ich eine Wahlkarte anfordere, muss ich mich auch ausweisen. Und warum sollte ich dann jemand anders das kreuzerl machen lassen? Deine Ansichten sind nicht ganz logisch.

Antworten
cockpit
0
1
Lesenswert?

Ich wähle auch immer per Briefwahl, da ich im

Vorhinein nie weiß, was ich an diesem Tag vorhabe. So gerate ich nicht in die Verlegenheit, nicht wählen zu können!

Antworten
AndreasToegl
5
53
Lesenswert?

Wahlkarten

Vielleicht sollte man endlich das Gesetz ändern, damit zumindest ein Großteil der Wahlkarten schon am Tag der Wahl ausgezählt werden kann.

Antworten
beko1011
10
7
Lesenswert?

Warum ein Großteil

In der heutigen, schnellen Zeit, sollte es Möglich sein, dass Karten, die nicht am Sonntag gezählt werden können, einfach ungültig sind. Fertig. Alles wird digitalisiert, aber unsere Wahl läuft ab, wie in den 80ern...

Antworten
Mein Graz
5
7
Lesenswert?

@beko1011

Keinesfalls!
Aus welchem Grund sollte eine Stimme verloren gehen, nur weil sie vielleicht am Sonntag nicht gezählt werden konnte? Es ist das Recht des Bürgers, seine Stimme abzugeben und dass diese mitgerechnet wird.
Nicht einmal, wenn die Stimmen digital gezählt würden dürfte es zu so einer Regelung kommen, man denke nur an Stromausfall oder Ausfall einer Software!

Antworten
Miraculix11
2
8
Lesenswert?

@ Mein Graz

Eine Briefwahlstimme geht ja auch verloren wenn sie erst Mittwoch den 2. 10. abgegeben wird :-) Die Idee, das Briefwahlende so anzusetzen dass zusammen ausgezählt werden kann ist sicher nicht schlecht. Jeder weiß den Termin und kann sich daran halten.

Antworten
Mein Graz
2
5
Lesenswert?

@Miraculix11

Mit dem Unterschied, dass der Wähler selbst schuld ist, wenn er das Wahlkuvert zu spät aufgibt.
Einen vorgezogenen Briefwahl-Termin gibt es schon einmal deshalb nicht, weil ich das Briefwahlkuvert am Wahltag im Wahllokal abgeben kann - und so meine Stimme noch immer zählt.

Häufig kommen solche unsinnigen Vorschläge von Anhängern der Parteien, die erwiesenermaßen durch Briefwahl-Stimmen an Prozentpunkten verlieren. Denen kann nur recht sein, dass möglichst viele davon nicht gezählt oder ungültig sind.

Antworten
Church-Hill
6
0
Lesenswert?

Wenn einer ein Briefwahlkuvert bestellt,

dann soll er's gefälligst auch in den Briefkasten schmeißen. Jeder Gemeinde entstehen pro Briefwahlkarte 10 Euro an Kosten. Das macht heuer in Summe beinahe 1,1 Mill. Euro aus. Das Geld kann man sinnvoller einsetzen.

Antworten
Mein Graz
0
0
Lesenswert?

@Church-Hill

Stell diesen 1,1 Millionen gegenüber, was der gesamte Wahlvorgang kostet!
Du willst Menschen, denen es nicht möglich ist ins Wahllokal zu kommen, das Wahlrecht einfach entziehen. Aus welchem Grund? Nur wegen der Kosten? Oder weil du persönlich es nicht nützt? Oder weil es bestimmten Parteien immer wieder das Wahlergebnis zum Negativen durcheinander wirbelt?

Dieses Geld ist wohl am sinnvollsten so eingesetzt wie es derzeit ist. Da könnte man bei manchen anderen Posten viel mehr sparen, man denke nur an einen Zaun, der eigentlich eine Mauer ist oder an Zäune, die zum wohlgesinnten Nachbarn von einer Partei errichtet werden wollen...

Antworten
Mein Graz
0
0
Lesenswert?

@Church-Hill

Übrigens widersprichst du dir selbst.
Wenn man die Wahlkarte im Wahllokal abgibt, entstehen weniger Kosten als wenn man sie mit der Post zurück schickt...

Antworten
Miraculix11
2
4
Lesenswert?

Falsch Mein Graz.

Da der allgemeine Wahlschluß (Sonntag 17:00 Uhr) auch der Wahlschluß für die Briefwahl wäre könnte man zusammen auszählen.

Antworten
Mein Graz
2
2
Lesenswert?

@Miraculix11

Wahlkarten können nicht nur per Post an die Wahlbehörde zugestellt, sondern in jedem Wahlkarten-Wahllokal abgegeben werden.
Da die Wahlkarten m.W. in den zuständigen Sprengel zugestellt und dort ausgezählt werden müssen ist es nach meiner Auffassung nicht möglich, alle Wahlkarten am Sonntag auszuzählen.

Antworten
tomtitan
1
20
Lesenswert?

Da haben Sie recht -

schlauer wäre es.

Antworten