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IntegrationsberichtÜber zwei Millionen Menschen mit Migrationshintergrund

Die Zuwanderung sinkt, die Herausforderungen bleiben, so die Bilanz des neuen Integrationsberichtes: Aufholbedarf haben Zuwanderer beim Spracherwerb und am Arbeitsmarkt.

© (c) AP (Ronald Zak)
 

Über zwei Millionen Menschen in Österreich haben einen Migrationshintergrund. Die Netto-Zuwanderung nach Österreich sei im Vorjahr gesunken, Flüchtlinge würden am Arbeitsmarkt langsam Fuß fassen und Zuwanderinnen beginnen, sich allmählich "in den Regelstrukturen zu integrieren". Trotz dieses tendenziell positiven Befunds im am Mittwoch präsentierten Integrationsbericht wird festgehalten, dass noch immer genug zu tun ist.

Stärkere Investitionen in Spracherwerb

Die Herausforderungen blieben enorm, sagte Integrationsminister Alexander Schallenberg. Vielen Flüchtlingen stehe noch ein harter langer Integrationsweg bevor. Um diesen bewältigen zu können, werde es stärkere Investitionen in Sachen Spracherwerb brauchen, mahnte Wirtschaftsforscherin Gudrun Biffl, eine der Autorinnen des Berichts. Die Leiterin des Expertenrats für Integration Katharina Pabel kalmierte freilich, dass jeder, der Bedarf an einem Deutschkurs habe, diesen auch bekomme.

Aufholbedarf haben Zuwanderer, speziell Flüchtlinge, jedenfalls noch auf dem Arbeitsmarkt. So lag die Erwerbsbeteiligung von Personen ohne Migrationshintergrund 2018 bei 75,3 Prozent, jene von Flüchtlingen aus Afghanistan, Syrien und dem Irak hingegen bloß bei 35,7 Prozent. Immerhin: Innerhalb von einem Jahr ist letzterer Prozentsatz von 27,1 Prozent ordentlich angestiegen. Dass mittlerweile 53 Prozent der seit 2011 nach Österreich gekommenen Asylwerber einer Tätigkeit nachgingen, müsse Österreich in Europa einmal jemand nachmachen, meinte Biffl.

Anteil ausländischer Schüler stieg

Im Schuljahr 2017/2018 waren rund 15,5 Prozent der Schüler in Österreich ausländischer Staatsangehörigkeit. Dies bedeutet im Vergleich zum Vorjahr (14,8 Prozent) einen leichten Anstieg. Das ging nun aus den Zahlen des Integrationsberichts des Außenministeriums hervor. Die größte Herausforderung in Schulen ist laut Gudrun Biffl, Mitglied des Expertenrats für  Integration, die Sprache. Dem Bericht ist zu entnehmen, dass 2017/18 rund 26 Prozent der Schüler nicht Deutsch als Umgangssprache verwendeten.

Was die Mindestsicherung angeht, sind Asylwerber überproportional vertreten, nämlich mit rund einem Drittel der Bezieher. Für Pabel ist die steigende Tendenz eigentlich nur logisch, seien doch jetzt auch viel mehr Asylverfahren abgeschlossen, womit beschäftigungslose Flüchtlinge ins Regime der Mindestsicherung fallen.

Netto-Zuwanderung bei 35.000 Personen

Die große Bewegung Richtung Österreich scheint indes vorbei. Lag die Netto-Zuwanderung laut Biffl 2015 noch bei 113.000 Personen, ist sie im vergangenen Jahr auf etwa 35.000 gesunken, eine Zahl, wie man sie aus der Vergangenheit kenne. Gleiches gelte für die Asylanträge, die am Niveau beispielsweise von 2006 oder 2011 lägen: "Wir haben ein Niveau erreicht, das wir gewohnt waren."

Insgesamt ist der Anteil an Personen mit Migrationshintergrund in den vergangenen Jahren hingegen schon beträchtlich gestiegen. Im Jahresdurchschnitt 2018 lebten laut Statistik Austria rund 2,02 Millionen Menschen mit ausländischen Wurzeln in Österreich. Das sind um 400.000 bzw. 25 Prozent mehr als fünf Jahre davor.

Der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund stieg in dieser Periode von 19,4 Prozent auf 23,3 Prozent.

Kommentare (52)

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Arthurd63
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Ohne kontrollierte und mäßige Zuwanderung überaltert unsere Bevölkerung.

Die Folgen - geringere Sozialleistungen & Pensionen - können wir schon jetzt in Ungarn betrachten.

Daher: gezieltes Zuwandern OK, zugleich bei negativem Asylbescheid bzw. Straftaten rascher abschieben.

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eleasar
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Wir haben genug Menschen mit Migrationshintergrund.

Wenn wir alle, die kommen wollen, hereinlassen, brechen unsere sozialen Sicherungssysteme zusammen.

Das muss auch den Seenotrettern klar werden.

Stellen Sie sich vor, jemand rettet einen Menschen und setzt ihn, ohne vorher zu fragen, vor Ihrem Haus ab: "Den musst du jetzt übernehmen." Das tun die Seenotretter.

Das Problem der Seenotrettung war und ist, dass die Boote die europäischen Anrainerstaaten ansteuern und dann verlangen, dass alle Menschen aufgenommen werden. Das Seerecht verlangt aber, den nächstgelegenen sicheren Hafen anzulaufen. Wenn ich mich an der Grenze der libyschen Hoheitsgewässer befinde, liegt der nicht in Italien oder Malta, sondern in Afrika. Rettungsboote, die nach Europa fahren, liefern damit die Dienstleistungen, für die Migranten Schlepper teuer bezahlen: eine sichere Fahrt übers Mittelmeer und illegale Einwanderung.

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Horch4
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@eleasar Quellenangabe zu Ihrem 1:1 abgeschriebenen Kommentar:

NZZ-Interview vom 29. 8. mit dem Theologen Richard Schröder.

Schon etwas dreist, einen Text als den eigenen auszugeben, den man 1:1 abgeschrieben hat. Ich finde das Interview sehr gut, aber... sich mit fremden Federn zu schmücken ist peinlich.

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Planck
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Net scho wieder.

Den Unsinn hatten wir schon tausend Mal, und er ist 14 Millionen Mal widerlegt.
In Ermangelung besseren Glaubens (von Wissen red' i in Ihrem Fall sowieso nie) wiederholen S' hirnlos irgendwelche Propaganda.
Macht's selbstverständlich keinen Deut faktischer, wirft nur ein Licht auf Ihre Lernresistenz.

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Horch4
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@Planck Lassen Sie Ihren Hochmut mal stecken:

Was eleasar geschrieben hat, ist 1:1 einem Interview mit dem evangelischen Theologen und Philosophen Richard Schröder entnommen, erschienen am 29. 8. in der NZZ.

"14 Millionen mal widerlegt" sind diese Feststellungen jedenfalls mal nur in Ihrer Welt, ebenso wie sie nur dort als "irgendwelche Propaganda" abgestempelt werden. Was Lernresistenz angeht: Vielleicht legen Sie Ihre ja auch mal ab, wenn es darum geht, andere Sichtweisen zu akzeptieren, anstatt diese fast schon obligatorisch als völligen Blödsinn, oder gar als gänzlich unzulässig hinzustellen. Über "Faktisches" braucht man sich von Ihnen jedenfalls nicht belehren zu lassen, denn was Fakten sind, definieren Sie nach Lust und Laune.

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Irgendeiner
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Das ist Blödsinn, lern die Gesetze,der Vergleich mit einem Privaten

ist Unfug,ein Land anzusteuern wo die gefährdet sind ist rechtswidig und ob es erscheint ist mir gleich,man lacht.

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Irgendeiner
15
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Übrigens was mich auch

immer fasziniert,immer wenn es um Flüchtlinge geht seh ich die beiden Mädchen da oben mit Kopftuch,warum eigentlich,ich kann so nicht feststellen ob das fremde oder hiesige Gitschn sind,das kann niemand,naja außer dem der frech über die Bodenständigkeit des Kopftuches lügt, warum ist das immer da?

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erzberg2
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Ich stamme aus dem Reich

der Habsburger (Kaiserreich} ab. Väterlicher Seite. Wo soll ich nun hin?

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diss
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Viel zu viele!

Da gehört eine Menge wieder rückgeführt! Sie bringen für die Zukunft nur Probleme und Gettos!

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Irgendeiner
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Richtig.Und wann belieben

zu fahren?

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mapem
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Na ja, ich bin jetzt nicht erstaunt …

bei all den Kovacs, Szabos, Horvaths, Kocsis, Novaks, Svobodas, Prohaskas, Straces, Novotnys, Kosinskis, Nowinskis, Sobotkas … kommt schon was zusammen!

Wobei man sagen muss, dass hier unser Bastic-Bombastic mit dem Routenschließen a bisserl lasch ist – die Routen von Visegrad zu uns sind ja in etwa gleich sperrangelweit offen, wie die Routen nach Liechtenstein und in die Schweiz … aber dafür gibt´s da nur einen „Finanzaustausch“ – und der kostet uns ja zum Glück nix!

Tja – der Basti weiß eben, was gut für „uns“ ist … den muss man einfach wählen … je einfacher, desto eher …

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aToluna
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Rund 2,02 Millionen Menschen mit ausländischen Wurzeln

Davon sind die Deutschen die größte Gruppe!!! Oder zählen sie nicht zu Ausländern? Ja , da gibt es noch eine Menge Ungarn usw..

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freeman666
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Die Deutschen sprechen bekanntlich Deutsch.

Dem Bericht ist zu entnehmen, dass 2017/18 rund 26 Prozent der Schüler nicht Deutsch als Umgangssprache verwendeten, werden wohl keine typischen Deutschen sein! 😂

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Hieronymus01
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Hätten wir vor Jahrhunderten bei uns nicht die Arabischen Ziffern eingegührt...

...wäre uns das heute alles erspart geblieben.

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Planck
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Es ist noch viel schlimmer.

Sogar unsere Haustiere haben Migrationshintergrund.
Neueste DNA-Untersuchungen zeigen, dass die ersten Ackerbauern, die aus Anatolien entlang der Donau eingewandert sind, ihre eigenen Tiere mitgebracht haben.
Nicht einmal unser Hausrind stammt vom Auerochsen ab, es ist zum Heulen *gg

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mrtl27
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Nationalheld

Auch Nationalheld Marcel Hirscher ist sogar zur Hälfte Ausländer.

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ARadkohl
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Was soll

Denn der Blödsinn???

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Planck
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Ich habe Sie nicht aufgefordet, zu verstehen.

Wie Sie sehen, befinden Sie sich in Ihnen genehmer Gesellschaft.
Ich lege die Tatsachen dar, ich werde sie nicht erklären *gg

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ARadkohl
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Ja habe ihre Rinder

dann auch Reisepässe? Ja Tatsache ist wir kommen alle von wo her. Nur vergleiche ich niemanden mit einem Tier 🙈

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lieschenmueller
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Haustiere

Hm, ich habe einen Wuffi, dessen Rasse der Heimat der Queen entstammt. Aber ich hoffe, ich darf beruhigt sein. Das sind ja "gute Ausländer" und noch was Wesentliches: er ist ein Blauschimmel! Im Jahr 2019 gleichbedeutend mit sofort eingebürgert, ginge es nach gewissen Kreisen.

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Planck
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Wie Blauschimmel?

Ich habe einen Border Collie, oder eigentlich: er hat uns.
Übrigens heißt er auch so *g
Und er hört aufs Wort. Wenn man sagt "gehst jetzt her oder net?", dann geht er her.
Oder net *g

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lieschenmueller
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@Planck - Heißt er "Owner"? ;-)

Sie müssen wohl eine ziemliche Fitness haben bei ihm - oder eine Herde Schafe?

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mapem
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Na ja, Lieschen,

wennst eine Schafherde erleben willst, brauchst keinen Collie, sondern nur einen Account …

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Planck
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*gg sie heißt Collie ;-)

Ja klar, in Ermangelung von vierbeinigen Schafen braucht der schon seine Herausforderungen.
Aber wenn die Kinder aus dem Haus sind, muss einen ja irgendwer auf Trab halten *gg

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Planck
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PS

Den Blauschimmel habe ich jetzt auch raus.
Sie sind entdeckt ;-)

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lieschenmueller
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@Planck - habe ich jetzt raus

Ist nicht so schwer, gell? ;-)

Den Wortlaut der Rasse mag ich nie nennen - die hat nämlich - zum Glück - nichts mit Politik zu tun und ist private Freude.

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