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Rumoren in FPÖ VorarlbergMitglieder treten scharenweise aus Partei aus

Zwölf Mitglieder sind bereits ausgetreten - inklusive Bundesrat Längle, es kam zu weiteren Austritten in anderen Ortsgruppen.

Landesparteiobmann Christof Bitschi bedaure die Austritte.
Landesparteiobmann Christof Bitschi bedaure die Austritte. © APA/FPÖ
 

In der FPÖ Vorarlberg rumort es. Mit Bundesrat Christoph Längle sollen allein in Götzis zwölf Mitglieder ausgetreten sein. Auch in anderen Ortsgruppen herrscht Unzufriedenheit mit der Parteileitung. So war etwa dem Gemeinderat in Meiningen (Bezirk Feldkirch) das Rattengedicht "ein Zufall zu viel". Landesparteiobmann Christof Bitschi bedauerte die Austritte, aber diese seien zu akzeptieren.

Längle wies am Freitag die Darstellung von FPÖ-Landesparteigeschäftsführer Christian Klien zurück, sein Austritt habe nur mit Differenzen um den Listenplatz zu tun. Zu seinem Rücktritt habe ein "Sammelsurium von Dingen, die alle bei der Landesparteileitung zusammenlaufen" geführt. So sei seine jahrelange ehrenamtliche Arbeit für die Partei nicht geschätzt worden, die Landespartei kümmere sich generell zu wenig um die Ortsgruppen. "Unter Reinhard Bösch war das besser", so Längle.

Wählertäuschung

Längle erklärte, ihm sei im Bezirk Feldkirch von Landesparteiobmann Christof Bitschi fix der dritte Listenplatz versprochen worden, allerdings unter der Voraussetzung, dass er nach der Wahl auf seinen wohl sicheren Landtagssitz verzichte und wieder in den Bundesrat einziehe, so Längle. Er habe das als Wählertäuschung gesehen und die Konsequenzen gezogen. Dass eine Quereinsteigerin wie Andrea Kerbleder Mitgliedern, die seit Jahren für die Partei rannten, vorgezogen werde, "das ist nicht gerecht, das verstehen viele Parteimitglieder nicht". Ähnlich sei es vielen mit der Kür Bitschis zum Landesparteiobmann gegangen, diese sei "offenbar von langer Hand geplant" gewesen, ohne Einbeziehung der Basis. Er habe selbst übrigens nie eine Leitungsfunktion angestrebt, "mir war die Ortsgruppe Götzis genug", betonte Längle.

Selbst wenn man, wie er, im Landesparteivorstand saß, habe man nie gewusst, was die Partei vorhabe, denn "darüber ist noch ein kleineres Gremium drübergestülpt, das die eigentlichen Entscheidungen trifft", beklagte Längle. So sei er etwa von der Wahl von Kerbleder zur EU-Wahl-Kandidatin lediglich telefonisch informiert worden, eine Sitzung habe es nicht gegeben. "Ich werde die FPÖ auf Bundesebene weiter unterstützen, aber ob ich bei der Landtagswahl Christof Bitschi meine Stimme gebe, das glaube ich nicht", so Längle, der 22 Jahre Parteimitglied war. "Die Entscheidung fiel mir nicht leicht, es tut weh", erklärte er und wünschte der FPÖ ein gutes Ergebnis bei der Landtagswahl.

"Mehrere ausgetreten, weitere folgen"

Mit ihm verließen laut Längle allein in Götzis zwölf Mitglieder die Partei. Er wisse von weiteren Austritten in Koblach und Altach (beide Bezirk Feldkirch). Während in Altach dem dortigen Ortsgruppen-Obmann Kurt Möhl keine Informationen darüber vorlagen, bestätigte der FPÖ-Gemeinderat in Meiningen mehrere Rücktritte. Er habe zu Anfang Mai seine Mitgliedschaft zurückgelegt. "Es sind mehrere ausgetreten, und ich gehe davon aus, der Rest folgt noch", so Thomas Gehl.

Er habe über diesen Schritt schon länger nachgedacht und nannte "personelle und strategische Entscheidungen auf Landes- und Bundesebene" als Grund. Ihm stieß ebenfalls die Listenerstellung sauer auf. Zudem könne er Verbindungen zu den Identitären und "Dinge wie das Rattengedicht" nicht mittragen, so Gehl. Die Partei gebe stets den Medien die Schuld und spreche von Zufällen, "aber das sind mir zu viele Zufälle, da steh ich nicht dafür", sagte er. Er sei überzeugt gewesen, dass es der FPÖ um Bürgeranliegen gehe. Landesgeschäftsführer Klien sah dagegen keine internen Konflikte und wies die genannten Austrittszahlen zurück: "Es sind deutlich unter zehn".

"Nicht gut, aber zu akzeptieren"

Erstmals bezog auch Landesparteiobmann Bitschi Stellung. "Klar ist, dass es bei notwendigen Erneuerungen und bei Listenerstellungen immer auch manche gibt, die unzufrieden sind. Wenn sich diese dann dazu entschließen, sich aus der Partei zurückzuziehen, dann finde ich das nicht gut, aber es ist zu akzeptieren", so Bitschi gegenüber der APA. "Ich bin aber keiner, der Personen anpatzt. Das ist nicht mein Stil", betonte er. Er konzentriere sich mit seinem Team auf die politische Arbeit. "Und von diesem Weg werden wir uns auch von niemandem abbringen lassen", erklärte er. Nach der Landtagswahl werde man den Weg der Erneuerung, auch was die Nominierung für die Länderkammer betreffe, weitergehen.

Kommentare (12)

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AIRAM123
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Grad noch rechtzeitig vorm Super Gau

...

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levis555
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Ist es Pflicht, schiach zu sein,

wenn man bei den Effen was werden will?

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CuiBono
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Interessante Persönlichkeit

Der Bitschi ist 1991 geboren, hat immerhin die HTL-Matura geschafft und nahm im Jahr 2011 das Studium des Bauingenieurwesens an der Universität Innsbruck auf (alles sinngemäß von Wixxi).

Also quasi ein blaues und ein wenig jüngeres Abziehbildl unseres überschweigenden BK, dem Kurz.

Damit ein typischer Vertreter der neuen Politikergeneration Österreichs.

NEIN - Danke!

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Mein Graz
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Passt scho.

Je weniger Blaue desto besser.

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weinsteirer
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und dann auch

weniger blaue rote und schwarze!

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voit60
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Flottes Burli

der Landesparteiobmann.

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Mein Graz
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@voit60

Student. Ewig? Abgebrochen?
Ich bin skeptisch...

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Lodengrün
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Wenn ich mir das Foto

ansehe und mir dann vorstelle das der gute Junge Politik macht dreht es mir den Magen um.

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wintis_kleine
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Ist das eventuell

ein Knittelfeld 2.0?
Ich kann mir einen gewisse Freude über diese Vorkomnisse in Vorarlberg nicht verkneifen (:-))))

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tomtitan
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Wen

wundert's...

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mobile49
5
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2.Versuch

Flexible Wahrheiten,flexible Daten,flexible Zahlen
Flexible Partei
und mit den Farben ist man auch flexibel

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Lodengrün
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Vollkommen nachzuvollziehen

wenn der Herr Hofer ihnen in der Presse ausrichtet das 80% der neuen Mitglieder Trittbrettfahrer seien dann hau ich auch den Hut drauf.

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