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Brief an ÖVPKZ-Überlebende fordern "klaren Trennstrich zum Rechtsextremismus"

Offener Brief an oö. Landeshauptmann Stelzer - "Wir sind fassungslos, dass der Rechtsextremismus in Oberösterreich bis in die Landesregierung reicht"

++ HANDOUT ++ BEFREIUNGSFEIER MAUTHAUSEN KOMITEE OeSTERREICH MIT 'NIEMALS NUMMER. IMMER MENSCH': KURZ
Bundeskanzler Sebastian Kurz mit einen KZ-Überlebenden während der Befreiungsfeier des Mauthausen Komitees Österreich am Sonntag. © BUNDESKANZLERAMT/ARNO MELICHAREK
 

Überlebende aus mehreren Ländern appellieren in einem Offenen Brief des Internationalen Mauthausen Komitees (IMK) an den oberösterreichischen Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP), "einen klaren Trennstrich zum Rechtsextremismus" zu ziehen. Denn: "Wir sind fassungslos, dass der Rechtsextremismus in Oberösterreich bis in die Landesregierung reicht", heißt es in dem Schreiben.

Darin wird u.a. darauf hingewiesen, dass "die Zahl rechtsextremer Straftaten in Österreich während der letzten Jahre stark gestiegen" sei und Oberösterreich dabei an der Spitze der Bundesländer liege. "Besonders beunruhigt uns, dass viele fremdenfeindliche und neonazistische Gewaltverbrechen begangen wurden, die bis heute nicht aufgeklärt sind", heißt es weiter. Genannt werden u.a. "drei große Schändungen der KZ-Gedenkstätte Mauthausen mit antisemitischen und rassistischen Hassparolen, zwei Anschläge auf Flüchtlingsheime und die Schändung des jüdischen Friedhofs in Linz".

Darüber hinaus nehmen die Unterzeichner aber auch Bezug auf "die ständigen rechtsextremen Vorfälle durch die FPÖ Oberösterreich und die FPÖ-nahen Burschenschaften". Als Beispiele werden u.a. die Rede von FPÖ-Landesrat Elmar Podgorschek bei der AfD in Thüringen angeführt oder, dass LHStv. Manfred Haimbuchner einer Verbindung angehöre, "in der schon das NSDAP-Idol Horst Wessel Mitglied war". Zudem sei das "mittlerweile eingestellte antisemitische Hetzblatt 'Aula' durch Inserate und Artikel unterstützt" worden, das Mauthausen-Überlebende als "Landplage" und "Massenmörder" bezeichnet habe.

An Stelzer gerichtet heißt es: "Niemand zwingt Sie, mit solchen Kräften durch ein Arbeitsübereinkommen verbündet zu sein." Man freue sich, dass der Landeshauptmann jedes Jahr in Mauthausen und Hartheim der NS-Opfer gedenke. "Wir ersuchen Sie aber dringend, sich an diesem Gedenken auch in Ihrer praktischen Politik zu orientieren: Bitte ziehen Sie einen klaren Trennstrich zum Rechtsextremismus!".

Den Brief des Internationalen Mauthausen Komitees (IMK), das in 22 Ländern vertreten ist, haben sieben weitere Dachorganisationen - darunter das Internationale Dachau Komitee, das Internationale Ravensbrück Komitee, das Internationale Buchenwald-Dora Komitee und die Internationale Föderation der Widerstandskämpfer (F.I.R.) - unterzeichnet.

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Danke für Ihr Verständnis.

mobile49
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solange "Neinstimmen"(Maria Haim Altausse) Widerständskämpfer und "Versteckgeber"

nicht als VEREHRENSWERTESTE Personen in den jeglichen Gemeinden aufs Podest gestellt werden,wird sich das bei uns nicht zum Guten wenden !!!
Verschämt werden sie verschwiegen , selbst auf dem Friedhof steht oft nicht einmal der Name auf dem Grab,wo ein Denkmal angebracht wäre !!!
Über die "Mühlviertler Hasenjagd"(welch furchtbare Verniedlichung eines Jahrhundertverbrechens!!!!) gibt es ein Buch mit dem Titel VOR LAUTER FEIGHEIT KEIN ERBARMEN-treffender kann man das fast nicht ausdrücken!!!
Und diese Feigheit,Unverfrorenheit und dieses Verbrecherische Gedankengut ist noch immer in viel zu vielen verquerten Köpfen !!!!

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Lodengrün
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Falsch interpretiert

politisch motiviert würde Herr Strache an dieser Stelle jetzt sagen.

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SoundofThunder
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Landesregierung?

Bundesregierung!

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UHBP
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Nur weil man Gedenkveranstaltungen teilnimmt,

heißt das noch lange nicht, dass man nicht eine andere Einstellung haben kann.
Auch wenn man zum Beispiel Pädophilie ablehnt, kann man mit solchen Menschen doch gute Geschäfte machen. Das fällt dann unter Staatsziel Wirtschaft.
Für die ÖVP fällt die FPÖ unter Machterhalt/Machtausbau. Da darf/muss man schon mal ein bis zwei Augen zudrücken.

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BernddasBrot
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2016 hat Haimbuchner

den FPÖ Mitbegründer und SS Brigadeführer Anton Reinthaler geehrt , der u.a. auch Reichtagsabgeordneter von 1938 bis 45 war . Beide waren Mitglieder der Corps Alemannia.....

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Lodengrün
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Und Haimbuchner

ist ein Freund Salvinis, lädt ihn in sein Bundesland ein. Dem Mann der sich mit Waffe fotografieren lässt mit dem Hinweis des Einsatzes derselbigen. Hainbuchner ist ohnehin ein Kapitel. Denkt auch nach ob man nicht den Krankenstand vom Urlaub abziehen sollte.

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