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Nach Kurz-SagerAuch SPÖ-Politiker klagen über Langschläfer

Bundeskanzler Sebastian Kurz empört die Wiener SPÖ mit seiner Klage über Langschläfer in Mindestsicherungsfamilien. Nun sind nahezu wortgleiche Ausagen aufgetaucht - von Wiens SPÖ Bildungsstadtrat Czernohorsky und in Abwandlung Ex-SPÖ-Chef Kern.

Die SPÖ-Parteizentrale
Die SPÖ-Parteizentrale © APA/ROLAND SCHLAGER
 

Nach dem verunglückten Sager von ÖVP-Chef Sebastian Kurz, "Ich glaube nicht, dass es eine gute Entwicklung ist, wenn immer weniger Menschen in der Früh aufstehen, um zu arbeiten und in immer mehr Familien nur mehr die Kinder in der Früh aufstehen, um zur Schule zu gehen" ist es der Wiener SPÖ gelungen, in einer kurzfristig angesetzten Kampagne eine Shitstorm gegen den Kanzler unter dem Hashtag „WienStehtAuf“ in den sozialen Medien zu organisieren. In einem Kurzvideo erklären Straßenbahnfahrer, Bedienstete der Müllabfuhr und andere, dass sie zu nachtschlafender Zeit sich aus ihren Betten erheben und solche Vorwürfe völlig an der Realität vorbeigingen.

 

Nun sind allerdings Interviews aufgetaucht, in denen ausgerechnet namhafte SPÖ-Politiker nahezu wortgleiche Aussagen getätigt haben. Wiens Integrations- und Bildungsstadtrat Jürgen Czernohorsky ging im September in einem Gespräch mit der Kronen Zeitung auf die Probleme von Brennpunktschulen ein und meinte wörtlich: „Bernnpunktschulen haben mehr Schüler, die die Sprache nicht ordentlich können und daheim keine Unterstützung bekommen, vielleicht sogar die Einzigen sind, die in der Früh aufstehen.“ Und im Interview im Profil meinte der damalige SPÖ-Bundeskanzler Christian Kern im Juni 2016 in Abwandlung: "Bei unserer Klientel ist teilweise der Eindruck entstanden, dass wir früher für jene da waren, die um sechs Uhr früh arbeiten gehen - und jetzt nur noch für jene da sind, die um sechs Uhr früh ihr erstes Bier öffnen.“

 

 

Kommentare (59)

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ugglan
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Wir

alle haben Augen die sehen und ein Hirn daß die Entwicklungen richtig einordnen kann - also, was gibt es da noch viel zu deuteln und diskutieren! Bis uns das Geld ausgeht - dann hat der letzte Blinde auch kapiert!

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Warum

sollte laut Kleine der Sager von Kurz verunglückt sein? Das war doch voll beabsichtigt und saß auch, wie die Wiener Reaktionen zeigen. Das Schlimme dabei ist, dass es stimmt.

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Irgendeiner
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Verunglückt ist er nicht,

nur von derselben substanzlosen Frechheit wie die Behauptung das Kopftuch sei hier nicht bodenständig und NGOs hätten geschleppt,weil er stets frei fuchtelnd erfindet was ihm in den Kram paßt.Und abgesehen davon ,daß es keine Studien über die Aufstehzeiten Wiener Arbeitsloser gibt und ihn das auch schlicht einen feuchten Tineff anginge,ist es ein Charakterbild auch noch.Und aus der Tatsache daß sich wer aufregt zu schließen, daß der Vorwurf stimmt ist ja wieder so ein lustiger NLP-Spagat,wenn mir zum Beispiel hier wer frech sagte,ich sei dumm und arrogant könnte mir das naja,nicht gefallen,aber das macht es nicht wahr,es führt nur dazu daß ich was an den Ohren nehme,das ist alles,man lacht.

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Feja
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Nein es stimmt nicht

60% der MiSi Bezieher stehen dem Arbeitsmarkt nicht zur verfügung.
Statistisch gesehen ist der Durchschnittsbezug 612€ und die durchschnittliche Bezugsdauer 8,5 Monate.

D.h von denen die arbeitsfähig sind, hängt niemand faul in der sozialen Hängematte und der Rest kann eben auf Grund von Krankheiten etc. nicht arbeiten.

Was wäre denn der Vorschlag was wir mit diesen Menschen machen?
Warten bis verhungern oder doch nachhelfen damit ihr Elend schneller zu Ende geht.

Ich erbitte um Vorschläge, bzw die Beantwortung der Frage -
Was machen wir mit diesen Menschen?

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Feja
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Rotdrücken und wieder keine Antwort

Das kommt mir vor wie bei den kleinen Kinder die glauben wenn‘s die Augen zu machen sieht sie Keiner.

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Sam125
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Feha

Warum sollen wir Ihre festgefahrene Meinung dokumentieren? Meine Meinung zu diesem Thema finden weiter "unten"! Er wurde bis jetzt von 44 Grünstrichler und 10 Rotstichler zur genüge dokumentiert!!

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Feja
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meine Meinung dokumentieren

wo verlange ich das und warum sollte jemand etwas von mir dokumentieren?

Ich hätte lediglich gerne eine Frage beantwortet.

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Feja
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Sam - wiedo Meinung?

Das ist lediglich ein wiedergeben von dokumentierten Zahlen der Statistik Austria.
Wo erkennst du da eine Meinung?

Ich frage nochmal ganz sachlich,
was machen wir mit den Menschen die nicht arbeiten können und was mit denen die keinen Job finden?

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KarlZoech
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@ Feja: Von Sam125 und anderen werden Sie keine Antwort auf Ihre Frage erhalten,

denn dann müssten sich diese ja mit Fakten abgeben; so etwas liegt denen nicht.

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tschoetsche
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Wien steht vielleicht auf....

.... jedoch wacht es nicht auf. Kurz trifft mit seiner Aussage den Nagel auf den Kopf. Es gibt leider genug, die nicht arbeiten wollen. Warum auch, wenn man vom Staat mehr erhält, als beim arbeiten. Das betrifft selbstverständlich nicht alle aber doch einige.

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Mein Graz
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@tschoetsche

Wie auch Kurz wirfst du alle in einen Topf.
Gestern war es Wien, bald ist es Graz und dann sind es alle Österreicher.
Und Kurz und Strache sagen dann, die sind alle faul und arbeitsscheu und deshalb kriegen sie nix.

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tschoetsche
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Er wirft....

...meiner Meinung nach, nicht alle in einen Topf. Er spricht von einer Entwicklung, dass immer weniger aufstehen. Es mag etwas überspitzt sein und ein Problem ist sicher, dass es in manchen Berfuen tatsächlich weniger gibt, als man vom Staat fürs nichtstun bekommt. Wie bei (fast) jeder Aussage, kann man mehr oder weniger reininterpretieren. Im Kern, liegt er jedoch nicht falsch.

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KarlZoech
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@ tschoetsche: Wäre Herr Kurz selber in seinen jüngeren Jahren öfters früh aufgestanden,

so hätte er womöglich sein Jusstudium schon beendet; von dem lasse ich mir nichts erzählen über das Leben der Menschen, schon gar nicht über das Leben jener Menschen, welchen das Leben übel mitgespielt hat, z.B. indem diese ihre Arbeit verloren haben.

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Alm2
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tschoetsche

Es wird dir nicht gelingen, Kampfposter wie " Mein Graz, und andere "zu überzeugen was und wie Kurz es gemeint hat, die werden es immer so drehen, wie es ihnen in den Kram passt

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Feja
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Doch er liegt falsch

und wenn man sich die Statistik ansieht, dann erkennt man das auch.

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create
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Wortgleich bedeutet nicht zwangsläufig

inhaltlich gleich!
Zumindest zeigt mMn die Kurz-Aussage doch recht deutlich, dass das Thema Nr1 nur Mittel zum Zweck ist. Wien steht auf, vielleicht wachen ja einige Regierungs-Hardcore-Fans jetzt auch auf... ? Denn viele haben wohl noch immer nicht erkannt, dass es keine Diskriminierung bzgl der Nonplusultra-"Reformen" gibt.

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Schlobach
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Manipulation

Die Aussage Kerns ist mit der von Kurz nicht vergleichbar. Kern analysierte den Eindruck, den seine Partei bei potentiellen Wählern hinterlassen kann. Er unterstellte aber niemandem, einen Lebensentwurf zu haben, der es ihm ermöglicht, in aller Herrgottsfrühe ein Bier zu trinken. Und er setzte dies auch nie in Relation zur Mindestsicherung.

BK Kurz behauptet jedoch, dass es eine immer größere Anzahl Eltern in Wien gäbe, die lieber an der Matratze horchen, als Ihren Kindern einen guten Start in den Tag und in die Schule zu ermöglichen. Und das ohne jedweden Beleg. Und diese Behauptung setzt Kurz in Relation zum Bezug der Mindestsicherung. Er behauptet somit, dass eine wachsende Anzahl Eltern ihre Kinder verwahrlosen lassen, weil sie Mindestsicherung beziehen. Das ist schlichtweg Hetze auf der Basis einer Unwahrheit.

Auch die Aussage von Czernohorsky ist nicht mit Kurz' Aussage vergleichbar. Zum Einen äußert er eine Vermutung im Konjunktiv und gibt keine völlig unbewiesene Tatsachenbehauptung wie Kurz von sich. Zum Anderen verfolgt Kurz mit dieser populistischen Falschbehauptung und bösartigen Unterstellung das Ziel der Kürzung der Mindestsicherung. Das macht niemand in der SPÖ.

Was die KLEINE ZEITUNG hier betreibt ist die Relativierung der Aussagen von. Kurz und suggeriert in manipulativer Weise, dass die Aussage des Bundeskanzlers allgemeiner, gesellschaftlicher Konsens wäre. Andererseits suggeriert die KLEINE ZEITUNG, dass sich die SPÖ widerspräche. Das ist aber nichts a

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Mein Graz
28
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@Schlobach

Danke für diesen treffenden Kommentar.
Leider ist jetzt noch ein Artikel in der Kleine erschienen, in dem wieder keine Differenzierung der Aussagen getroffen wird.

Schade. Ich bin von der Kleinen enttäuscht.

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EmH1981
15
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Türkisblaue Inserate

bringen viel Geld. Doch wie man sieht, wird auch Gegenleistung erwartet.

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tschoetsche
7
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Kurz.....

.... liegt mit seiner Aussage ja nicht falsch. Es gibt leider genug Familien, wo dies traurige Wahrheit ist.

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X22
25
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Von FPÖ Seite ist es ja kein Einzelfall, dass man versucht Wien mit unwahren Aussagen zu diskreditieren, noch dazu sitzt dieser Unwahrheitsverbreiter im Nationalrat (mir stellt sich die Frage, darf man ihn auch Lügner nennen, unbedacht hat er diese Aussage sicher nicht getätigt), dazu Jürgen Czernohorszky Beitrag auf seine FB-Account

Vor einigen Wochen habe ich FPÖ-Klubobmann Gudenus aufgefordert, seine auf Facebook gepostete und unwahre Aussage „Wien verleiht hunderten Muslimen in nur drei Monaten die Staatsbürgerschaft!“ zu widerrufen (siehe Artikel unten).

"Gudenus ist dieser Aufforderung nicht nachgekommen. Daher klage ich Gudenus wie angekündigt wegen Kreditschädigung. Die Klage wurde heute beim Gericht eingebracht.

Als zuständiger Stadtrat darf ich es nicht zulassen, dass zum Zwecke der hetzerischen Meinungsmache auf Sozialen Medien unwahre Behauptungen über die Stadt Wien aufgestellt werden. Für mich ist klar, dass ich es nicht einfach hinnehme, wenn Menschengruppen verunglimpft werden und mit Unwahrheiten Politik gemacht wird. Diesen Stil bekämpfe ich mit politischen und wenn nötig mit rechtlichen Mitteln!"

Mit Personen a la Gudenus, verliert der Nationalrat nicht nur an Würde, er verkommt zu einer miesen Wirtshausparolengemeinschaft, für die FP vielleicht normal Zustand, für den Staat soll es nicht tolerierbar sein

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Mein Graz
22
9
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Aus dem Zusammenhang gerissen.

Wenn man lange genug sucht findet man immer eine Möglichkeit, einen Satz, eine Antwort so zu interpretieren, dass man dem (politischen) Gegner etwas "anhängen" kann.

Macht man sich dann allerdings die Mühe diese "Zitate" zu hinterfragen merkt man schnell, dass die Aussagen ganz andere Hintergründe und Gedankengänge haben, die Richtung eine ganz andere ist.

Diese Mühe machen sich leider nicht viele. Nicht einmal die Kleine, die hier leider nur einen Artikel eines kleinformatigen, reich bebilderten Wiener Kasblattls übernimmt.

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tschoetsche
4
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Komischerweise....

... interpretierst du, auch nur deine Meinung in den Sager von Kurz und machst dir nicht die Mühe, darüber nachzudenken ob er nicht doch recht hat.

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Geerdeter Steirer
13
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Werte Kleine Zeitung, Journalisten bzw. Reporter !!

Hört endlich auf die Wörter im Mund schon umzudrehen und falsch zu beschreiben !
Beschreibt es so wie es gesagt oder geschildert wurde!

Es wurde nichts davon so gesagt wie ihr es beschreibt (Beispiel "Langschläfer"), merkt ihr nicht welche Hetzerei ihr da lostretet, hat ja schon Ausmaße von den rechten Populisten, warum muss mit solchen verdrehten Berichten Unruhe geschürt werden !!

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Monimus
7
10
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Wie immer:

Quod licet Iovi, non licet bovi...

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X22
6
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„Was dem Reichen erlaubt ist, ist dem Armen nicht erlaubt“

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