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Rücktrittsaufforderung Offener Brief an Bischof Schwarz sorgt für Brisanz

Offener Brief von ehemaliger Präsidentin der "Katholischen Aktion" - Kleriker solle Entscheidung zwischen Amt und Vertrauter treffen - Schwarz hat Vorwürfe stets bestritten.

++ ARCHIVBILD ++ ALOIS SCHWARZ - VOM NIEDEROeSTERREICHISCHEN BAUERNSOHN ZUM BISCHOF
© APA/HELMUT FOHRINGER
 

Gerda Schaffelhofer, bis vor kurzem Präsidentin der Laienbewegung "Katholische Aktion", hat Bischof Alois Schwarz am Sonntag in einem offenen Brief zum Rücktritt aufgefordert. Er solle sein Amt in St. Pölten zumindest solange ruhend stellen, bis er sich entschieden habe, wie er sein Leben weiterführen wolle, meint die frühere Studienkollegin und Verlegerin des Klerikers.

Schwarz steht seit seinem Wechsel von Kärnten nach Niederösterreich öffentlich in der Kritik. Ein Großteil davon entzündet sich an einer angeblich unangemessenen Beziehung des zum Zölibat verpflichteten Bischofs zu einer engen Mitarbeiterin und Vertrauten. Um seinen Lebensstil und dieses Verhältnis dreht sich nun auch der offene Brief Schaffelhofers.

Seine Vertraute habe sehr großen Einfluss auf den Bischof gehabt, das Verhältnis habe zu Gerüchten und möglicherweise auch zu einer Erpressbarkeit des Bischofs geführt. Schwarz hat die Vorwürfe stets zurückgewiesen.

 

Der Bischof müsse sich nun entscheiden, meint Schaffelhofer. "Wenn du ihr wirklich gehörst, dann wäre es anständig und angebracht, die Konsequenzen aus dieser Liebe zu ziehen, wie es viele Priester vor dir getan haben. Wenn dem aber nicht so ist, dann bedarf es deines entschiedenen Widerspruchs, in Wort und in Tat." Das würde dann bedeuten, dass die Vergangenheit kompromisslos aufgearbeitet werden und Schwarz Verantwortung übernehmen müsse. "Solange du dich aber für keinen dieser beiden Wege entschieden hast, solltest du alle deine Ämter vorerst ruhen lassen." Es gehe dabei auch um die Glaubwürdigkeit der Katholischen Kirche.

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Danke für Ihr Verständnis.

WernStein
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Lustig!

Ich bin gegen den Zölibat!
Auch Hohe Geistliche sollen eine "Vertraute" haben dürfen.
Besser wäre es allemal, wenn Geistliche eine "Angetraute" hätten, statt einer "Vertrauten".
Lustig ist die "Herumeierei". Es wird nichts beim Namen genannt. Alles muss in Demut und Ehrlichkeit von den zuständigen Stellen erhoben und beurteilt werden, in der Hoffnung, dass bald Gras über die Sache wächst und sich die Leute über etwas anderes ereifern. In Aussitzen, Zudecken und Ausschweigen ist die Kath.Kirche wohl Weltmeister.
Vorverurteilung? Mitnichten!
Lustig?
Für mich als Außenstehender schon!

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scherz
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Na ja..

..wenn ich so als Außenstehender den Brief lese, klingt das verdammt nach persönlicher Abrechnung.
Bin mir nicht sicher, ob ich das als gute journalistische Arbeit empfinde.

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joschi41
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Gutmensch

Menschen in der Kirche, die die Stellung von Frau Schaffelhofer kennen und über die Aufgaben eines Bischofs Kenntnis haben, würden niemals auf die Idee des Versuchs einer Abrechnung kommen. Im Gegenteil, aufmerksame Leser werten den Brief in Diktion und Inhalt wohlwollend und aus freundschaftlicher Verbundenheit heraus verfasst.

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Alise13
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Mutig und gut

Also ich empfinde den Brief schlicht und einfach als wichtig - offen, ehrlich und mutig. Versuch, Transparenz in die Sache zu bringen und die Möglichkeit zu nehmen, dass weiter herumgelogen wird. Und man spürt die Hoffnung, dass nicht nur Gras über die Sache wächst, sondern etwas geschieht. Was auch immer.

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joschi41
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Polizei

"Was auch immer" genügt sicherlich nicht! Sollten Schönborn und Lackner in Absprache versuchen das Ganze schön zu reden und in gewundene Wortgedrechsel zu verpacken, wird alles nur noch schlimmer. Das würde stille Beobachter ebenso wie Medienleute anspornen so lange herum zu stochern bis es für alle nur noch peinlich ist. Ich denke, die beiden haben den Fehler, Dr. Schwarz nach St. Pölten straf- zu- versetzen, erkannt und werden sich keinen zweiten Fehler leisten wollen. Daher bleibt nur: So vorgehen wie es die Männer des Domkapitels vorgezeigt haben.

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weinsteirer
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jössas...

langsam sehe auch ich für die kirche schwarz!

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