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PlastikmüllMinisterrat beschließt Plastiksackerlverbot ab 2020

Fünf Jahre früher als von der EU geplant will Österreich das Plastiksackerl aus den Geschäften verbannen und damit den Müll reduzieren.

AKTION GEGEN RESSOURCENVERSCHWENDUNG UND  WEGWERFGESELLSCHAFT
Kampf dem Plastikmüll - 5.000 bis 7.000 Tonnen pro Jahr © APA/HELMUT FOHRINGER
 

Heute, Mittwoch, hat das von der Bundesregierung angekündigte Totalverbot von Plastiksackerln ab 2020 den Ministerrat passiert. „Wir setzen damit einen Meilenstein im Umweltschutz“, so die zuständige Nachhaltigkeitsministerin Elisabeth Köstinger. „Wir gehen mit diesem Verbot auch deutlich weiter als die bestehende EU-Richtlinie es verlangt hätte. Österreich ist das dritte Land in der EU, das ein Totalverbot umsetzen wird.“

Mehr als 400 Mio. Plastiksackerl sind derzeit allein über den Lebensmittelhandel pro Jahr im Umlauf. Das verursacht 5.000 bis 7.000 Tonnen Plastikmüll pro Jahr. „Es gibt genügend gute Alternativen, wir brauchen keine Plastiksackerl mehr in Österreich“, so Köstinger. Stoffsackerl wären für den Einkauf die beste Alternative. Auch Papiersackerl würden zumindest nach der Nutzung besser verrotten oder könnten recycled werden.

Bundeskanzler Sebastian Kurz erklärte, Österreich habe sich bewusst dazu entschlossen, hier Vorreiter sein zu wollen:

Kanzler Kurz zum Plastiksackerl-Verbot

 

Erster Schritt

Mit dem heutigen Beschluss im Ministerrat ist der erste formelle Schritt getan. Im Jänner wird Köstinger die Vertreter/innen des Handels zu einem runden Tisch laden, um den Übergang bis zum Verbot zu besprechen. Als Plastiksackerl bzw. Tragetasche gelten alle Produkte, die einen Henkel oder ein Griffloch haben.

Ergänzend zum Plastiksackerlverbot plant die Bundesregierung eine Reduktion von Plastikverpackungen in der Höhe von 20 bis 25 Prozent. „Damit wollen wir weitere 60.000 Tonnen Plastik vermeiden“, so Köstinger.

Ebenso soll ab 2020 ein Verbot für die Beimengung von Mikroplastik in Kosmetik- oder Reinigungsprodukten kommen, sofern es davor keine europäische Lösung dafür gibt.

Auf EU-Ebene wird derzeit unter österreichischem Vorsitz über die „Single Use Plastics“-Richtlinie verhandelt. Durch diese Richtlinie sollen weitere Wegwerfartikel aus Plastik, wie etwa Becher, Plastikbesteck, Wattestäbchen, usw. verboten werden.

„Mit unseren Maßnahmen agieren wir schneller und umfassender als die EU“, betonte Köstinger. „Das ist uns wichtig, dass wir den Kampf gegen unnötigen Plastikmüll konsequent führen.“

Das gesamte Pressefoyer nach dem Ministerrat:

Die Statements der Regierung

 

Kommentare (21)

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Irgendeiner
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Ums noch anders zu sagen,

von 247.000 Tonnen Dreck reduzieren sie das um 7000, das sind nichtmal drei Prozent und das wird ausschließlich bei uns reduziert,für den restlichen Teil gibts nichts als Absichtserklärungen und damit einen freibrief fpür die Industrie und Kurz fuchtelt ohne rot zu werden wir seien Vorreiter.Setzt sie auf drei Prozent des jetzigen Bezuges damit sie es lernen,ich will Vorreiter sein.

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apeterlin
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Viel besser...

...wäre es doch, denn bestenden
"Plastik-Kreislauf" zu optimieren und daraus sinnvolle Lösungen zu generieren......zumal die "plastikinseln" zu 90% nicht von unserem Kontinent stammen.......

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derdrittevonlinks
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Plastiksackerlverbot ...

... "quasi" das geringste Übel, rein auf Österreich bezogen.
Hingegen, "Sie hab´n a Haus baut" erfährt in Österreich eine Dimension, die europaweit einzigartig ist.
Quasi, "Sie hab'n täglich Fußballfelder weise baut ... ."

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Irgendeiner
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Und man sollte auch dazusagen,daß

es umweltpolitisch schon lichterloh brennt,der Faunenschnitt rast, Ökosystem kippen,die Meere sind geleert und das wird nicht erst, das kostet schon jetzt Menschenleben.Und wer da umweltpolitische Dilettanten unwidersprochen Scharaden aufführen läßt oder das gar befördert, wird wie bei Flüchtlingen seine Schuld zu schultern haben.

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Sepp57
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Ich weiß nicht. ob das

viel bringt. Es darf eh nur mehr Kunststoff verwendet werden, den man gefahrlos verbrennen kann. Außerdem ist Kunststoff natürlich recyclebar, wie das bei den Millionen von Tonnen an Autoteilen oder Elektro- und Elektronikgeräten bereits passiert.
Es würde vielleicht mehr bringen, wenn man das Mülltrennungs- und Recyclingsystem professioneller machen würde. Heute könnte man praktisch jeden Müll nach Art und Schadstoffklassen maschinell vollautomatisch sortieren und beseitigen oder wiederverwerten, die Technologie ist vorhanden. Im Prinzip würde sogar eine Mülltonne reichen, den Rest macht die Technik.
Es ist halt ein wenig unbequem, wenn ich in der Drogerie kein Sackerl mehr krieg und das Shampoo und die Creme so herumtragen muss. Aber bitte, von mir aus, es geht . . .

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ichbindermeinung
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plastisch kosmetisch

anstatt die Bürger tagtäglich mit den selben Plastikhamsterradgeschichten (Wattestäbchen, Luftballonhalter, Plastikgeschirr und Plastiktaschen....) zu nerven, bitte ganz simpel, einfach die Produktion verbieten bzw. die Einfuhr von plastikverp. Produkten nach Ö verbieten u. basta. Nur das wird wahrscheinl. nicht so einfach gehen, da ganz große Konzerne die z.B. Süssigkeiten, Getränke, Milch, Käse, Joghurts, div.Teile,Kosmetika etc. in Plastik verpacken das nicht so gerne haben wollen bzw. das nicht lustig finden....„Damit wollen wir weitere 60.000 Tonnen Plastik vermeiden“ - bitte auch schon vorher prüfen, dass wenn dann das Plastik beim Müll fehlt nicht dann doch wieder viel mehr Gas oder Heizöl verbraucht werden muss weil der Müll nicht richtig brennt und das wird auch nicht so gut sein

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eadepföbehm
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reine Ablenkung

Das Plastiksackerlverbot soll offensichtlich von den tausenden Tonnen Plastikverpackungen ablenken, mit denen uns die Industrie täglich sinnloserweise beglückt.
Wieso kann eine LED-Energiesparlampe nicht so wie die Glühbirnen früher un einer einfachen Papierschachtel geliefert werden?
Warum muss die in dickes Plastik eingeschweisst werden, das zusätzlich noch mit gleichviel Papier für die Beschriftung hinterlegt ist wie die Papierschachtel für die herkömmliche Glühbirne.
Offensichtlich sind in der Verpackungsindustrie nur mehr Idioten unterwegs.

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tomtitan
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Warum nicht gleich???

erst 2020 scheint mir nicht sehr ambitioniert und keineswegs ein Meilenstein zu sein.

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Irgendeiner
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Naja,Umweltschutz a la Basti,

Plastiksackerlverbot, für Konsumenten,kann man machen,ist wohl auch notwendig und ob das Papiersackerl durchreißt wenn die Milch leckt ist ja mein Problem,ich kann ja was anderes mitnehmen,aber der Haufen Müll den ich im Geschäft zwingend aufs Auge gedrückt kriege und der nur den Produzenten dient, denn ich kann sechs Äpfel wirklich in einem Papiersackerl heimtragen und ich muß nicht um jedes Blattl Wurst eine Plastikfolie haben,ich will nur die Wurst,dort gibts kein Gesetz und Verbot sondern eine Absichtserklärung.Und wenn die blöden Sackerln 7000 Tonnen Dreck zuviel pro Jahr produzieren aber eine Reduktion von nur 25 Prozent beim anderen 60.000 Tonnen erspart hama ja die Dimensionen auch schon wenn wir die Grundschule absolviert ham,die Industrie produziert also 240.000 Tonnen Plastikmüll im Jahr und wir reduzieren das beim Konsumenten mit den Plastiksackerln um 7000 Tonnen und nennens einen Meilenstein. Frau Köstinger,frotzelns wen anderen.

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eadepföbehm
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.

Die Plastiksackerl sind eigentlich die einzige Plastikverpackung, die irgendeinen Sinn ergeben, weil die kann man zumindest öfter verwenden, bis sie halt hinig sind.
Die Einschweißverpackungen sind sind nur ein Ärgernis beim Auspacken.

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Irgendeiner
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Ja,auch mein Sentiment, ich verwende den Krempel immer

bis er verschlissen ist und nicht aus Kostengründen,aber ich bin mittlerweile bereit auch darauf zu verzichten, aber wenn gleichzeitig weiterhin Bilanzhengste das zigfache an dem Dreck sinnfrei produzieren dürfen fühle ich mich verpopscht.Aber einen Meilenstein hama immerhin, da könnema dann später draufschreiben "Hier ruht die Menschheit, sie war evolutionär zu blöde."

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Irgendeiner
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Addendum:Zu meinem letzten Satz,

das ist belegbar, schon durch den Mangel an inhaltlichen Repliken bei steigender Zahl roter Striche,man lacht.

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UHBP
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Totalverbot von Plastiksackerln ab 2020 den Ministerrat passiert. „Wir setzen damit einen Meilenstein im Umweltschutz“, so die zuständige Nachhaltigkeitsministerin Elisabeth Köstinger

Meilensteine sehe wohl anders aus.
Ein Verbot, das es in vielen Ländern und Regionen schon lange gibt, kann wohl nur von jemanden als Meilenstein bezeichnet werden, die nicht viel Ahnung davon hat was sie macht oder die das von ihren Wählern denkt.
PS: Wenn in Österreich als letztes Land in Euopa irgendwann das Rauchen in Gaststätten auch verboten wird, ist das für diese Regierung auch ein Meilenstein.

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Natur56
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@UHBP

sie gehören wohl zu denen die immer was Schlechtes über die Regierung zu melden haben - falsch wenns die Linken machen ist es Rechtens. Aber nun zum Rauchverbot. Plastik trifft die gesamte Menschheit. Speziell Mikroplastik. DAs schadet nämlich wirklich allen. Was soll der Scheiß das mit dem Rauchen zu vergleichen. Wer sich umbringen will - bitte sehr, das geht uns Nichtrauchern nicht wirklich was an. Aber Plastik - dagegen können wir uns nicht währen - oder entscheiden wir ob wir Zahnpasta, Haarpflege etc. mit Mikroplastik oder ohne verwenden können. Aber wahrscheinlich lieber UHBP weißt du gar nicht was das ist, und welche Zeitbombe das ist!!! Traurig.

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UHBP
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@nature

ad Rauchen: "Wer sich umbringen will - bitte sehr, das geht uns Nichtrauchern nicht wirklich was an."
Wie zünisch ist es, wenn man das vielleicht einer alleinerziehenden Mutter sagt, die im Gastgewerbe arbeiten muss um überhaupt einen Job zu haben. Aber soweit denkst du sicher nicht.
ad Plastik: Wenn in Dritte-Welt-Länder schon Plastiksackerlverbote gibt, sollte man mit dem Wort „Meilenstein“ vorsichtig umgehen, außer man will das einfache Wählerpotential damit befriedigen.

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Natur56
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Nur irgendeine...

Idee was Plastikmüll / Mikroplastik bedeutet, und zu den Rauchern, hier kann jeder für sich sprechen und eine "Mutter" im rauchenden Gastgewerbe das wissen wir doch alle dass es heute nicht mehr sein muß! In welchen Dritte-Welt-Ländern bitte gibt es Plastikverbot? Und übrigens denke ich vielleicht weiter weil ich mir wirklich Sorgen über die Zukunft unserer Kinder mache - nicht nur 1 Mutter - Da fehlte wohl am Weitblick mein Guter!

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UHBP
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@nature

Hast du mein Posting verstanden?
Ich habe kritisiert, dass es wohl keine Meilenstein für die Umwelt ist, wenn man es gerade schafft ein Plastiksackerlverbot ein paar Jahre vor der EU-Vorgabe einzuführen. Da müsste viel mehr passieren.
Und dein Aussage "eine "Mutter" im rauchenden Gastgewerbe das wissen wir doch alle dass es heute nicht mehr sein muss!" ist, entschuldige den Ausdruck, Blauer Propagandasch... für den einfachen Wähler. Selbst wenn Arbeitnehmerschutz nur einen treffen würde, was im Gastgewerbe sicher nicht zutrifft, wäre er umzusetzen.

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X22
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Wahrlich wäre wehren eine Lösung, Produkte nicht zu kaufen bzw. vor Ort die Waren entpacken und dem Handel die Bürde des Entsorgens zu übertragen

Der Handel würde ziemlich schnell Druck auf die Lieferanten ausüben, um selbst nicht im Müll und den Kosten unter zu gehen

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dogleoben
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Plastikmüll

Vor Ort auspacken wäre auch keine gute Lösung. Da würden
die Supermärkte sich auf die bestehende Rechtslage berufen.
Die "meisten" Plastik verpackungen sind per Gesetz entpflichtet. Mir hat ein grosser Supermarkt mal per Email
geschrieben, das Sie dann nicht mehr so billig sein könnten.
Also hilft nur das ganze Zeug "nicht" kaufen. Aber solange
die Konsumenten das Zeug kaufen, wird sich nichts ändern.
Wenn man zum Boykott aufruft kommen die gleich mit dem
Gesetz,also beisst sich die Katz in den eigenen Schwanz.
Es müssten halt die Gesetze geändert werden.

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pesosope
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X22

falls es Ihnen entgangen ist, diese Möglichkeit gibt es schon seit Jahren!

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dogleoben
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Plastikmüll

Was hilft das ganze, wenn es nicht vollzogen wird.

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