Der Andrang zu den Volksbegehren im Grazer Magistrat war am Montag zum Auftakt der Eintragungswoche ordentlich. Gegen Mittag mussten Unterschriftwillige zwar nicht lange anstehen, doch am Vormittag gab es Warteschlangen. Bis 8. Oktober können Unterstützer "Don't smoke" für ein allgemeines Rauchverbot in der Gastronomie, das zweite Frauenvolksbegehren und jenes gegen die ORF-Gebühren unterzeichnen.
"Jetzt gerade ist es etwas ruhiger", sagte kurz vor 12.00 Uhr einer der Mitarbeiter der Stadt Graz, der an einem von fünf Stationen in der Magistratsstelle in der Schmiedgasse die Eintragungen vornimmt. Es kommt auch vor, dass Männer und Frauen abgewiesen werden müssen: Ein seit Jahren in Österreich lebender deutscher Staatsbürger zum Beispiel wollte Montagmittag seine Unterschrift für eines der Volksbegehren leisten - durfte aber nicht, da er keine österreichische Staatsbürgerschaft habe, so die Erklärung der Mitarbeiter.
Magistratsdirektor Martin Haidvogl erklärte auf APA-Nachfrage, dass über den gesamten Vormittag die fünf Stationen im Amtshaus "gut ausgelastet und laufend besucht" waren. Bei den sechs weiteren Servicestellen verteilt im Grazer Stadtgebiet sei der Andrang etwas geringer gewesen. Vergleiche zu anderen Volksbegehren ließen sich nicht aufstellen.
Im Rathaus Klagenfurt ist ein eigener kleiner Raum für die Bearbeitung der Volksbegehren eingerichtet worden. Von drei Schaltern waren am Montag gegen Mittag zwei besetzt. Die beiden Stadtmitarbeiter waren gut beschäftigt, Hektik kam aber keine auf. Einzeln oder paarweise trudelten die Unterstützer ein. Der Zuspruch zu den Volksbegehren sei mittelmäßig bis gut, hieß es gegenüber der APA.
Dass gleich drei Volksbegehren zur Unterstützung aufliegen, dürfte allen Anliegen zugutekommen. Viele Bürger unterschreiben gleich alle drei Initiativen. Dennoch: "Am meisten zieht das Nichtraucher-Volksbegehren ("Don't smoke", Anm.), die anderen beiden dürften sich die Waage halten", sagte eine Mitarbeiterin.
In den meisten Bundesländern "tröpfelt es so vor sich hin". Aus Wien gab es vonseiten der Stadt keine Informationen, wie groß der Andrang ist. Bei einem Lokalaugenschein vor dem Bezirksamt in der Schönbrunner Straße fanden sich vor allem für das "Don't smoke"-Volksbegehren Unterstützer ein.
Rund 600.000 Unterstützungserklärungen wurden bereits vor der offiziellen Eintragungswoche für das "Don't smoke"-Volksbegehren der Wiener Ärztekammer und der Österreichischen Krebshilfe abgegeben. Diese zählen bereits, eine nochmalige Unterzeichnung ist daher nicht nötig. Ziel der Initiative sind mindestens 900.000 Unterschriften.