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Mario Eustacchio als RednerWiderstand gegen rechtsextremen Kongress formiert sich

In Oberösterreich wurde bereits eine Großdemo für den 3. März in Aistersheim anberaumt - jenen Tag an dem das Treffen der Rechtsextremen stattfinden soll. Auch die "Omas gegen Rechts" machen mobil. Grazer Vizebürgermeister Mario Eustacchio scheint immer noch als Redner auf.

GRAZ-WAHL: WAHL VON VIZEBUeRGERMEISTER UND STADTRAT / NAGL / EUSTACCHIO
Mario Eustacchio (FPÖ, rechts), in Graz Regierungspartner von Siegfried Nagl (ÖVP) © APA/ERWIN SCHERIAU
 

Neue Aufregung rund um rechtsextreme Aktivitäten der Burschenschafter in Österreich: Der Kongress der "Verteidiger Europas" findet am 3. März im Wasserschloss Aistersheim statt. Auch der Grazer Vizebürgermeister Mario Eustacchio (FPÖ) will daran teilnehmen.  Ob er auch als Referent zu hören sein wird, wie es dem Bericht zu entnehmen ist, ließ sein Pressesprecher offen. Im Redner-Verzeichnis scheint er nach wie vor auf.

Hinter dem ersten Kongress "Verteidiger Europas" stand das "Europäische Forum Linz". Kritiker der Veranstaltung charakterisierten die Teilnehmer als Zusammenkunft von Rechtsextremen und Verschwörungstheoretikern, oft mit Russland-Affinität. Prominentester Redner war damals in den Redoutensälen der neue Innenminister Herbert Kickl (FPÖ). Salzburgs Weihbischof Andreas Laun hatte in letzter Minute sein Kommen abgesagt. Laut Polizei wurde der Kongress von einer Gegendemo mit 1.800 Personen begleitet, zu dem das "Bündnis gegen Rechts" aufgerufen hatte.

Dieses Bündnis ruft auch diesmal wieder zu einer großen Demo auf. Auch die "Omas gegen Rechts" machen schon mobil. Damit gibt es erneut Aufregung rund um die extremen Mitglieder der österreichischen Burschenschaften. In der Einladung zur Veranstaltung heißt es: "Im Anschluss an den Kongress sind alle Waffenstudenten und interessierten Freunde des studentischen Korporationswesens herzlich zu einem gemeinsamen Festkommers eingeladen."

"Auf zu neuen Taten!"

Und weiter: "Die Zeit, in der wir tatenlos am Straßenrand der Geschichte stehen geblieben sind und die gesellschaftliche Veränderung an uns vorbeiziehen haben lassen, ist zu Ende."

Schließlich folgt noch ein Appell zum Zusammenschluss: "Bewahren wir unsere traditionelle Lebensweise und erkämpfen wir unseren Völkern gemeinsam eine Zukunft in Selbstbestimmung."

Eustacchio im Kreis rechtsextremer Redner

Als Referent taucht Mario Eustacchio nach wie vor in der Tagesordnung auf, ebenso wie Ex-ÖVP-Mandatar Marcus Franz. Weitere Teilnehmer unter anderem:

Philip Stein, Verleger der Zeitschrift "Jungeuropa", der über einen Verlag vor allem auch Übersetzungen rechtsradikaler französischer Autoren vertreibt. Stein ist auch Leiter des fremdenfeindlichen Projekts "Ein Prozent für unser Land" in Deutschland, betrieben von den "Identitären" und eng vernetzt mit der AfD.  Wikipedia sagt über ihn: "Im April 2016 trat Stein in der unter anderem von der Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck gegründeten Gedächtnisstätte Guthmannshausen in Thüringen beim Leser- und Autorentreffen des NPD-nahen Magazins Umwelt & Aktiv als Redner auf. Am 29. April 2017 war Stein gemeinsam mit dem Vorstandsmitglied der AfD-Jugendorganisation „Junge Alternative“ in Hessen, Max Kolb, an einem vermummten, tätlichen Angriff mit Pfefferspray und Schlagstöcken auf einen Fotografen vor dem Verbindungshaus der völkischen Burschenschaft Germania in Marburg beteiligt."

Wolfgang Dvorak-Stocker, Leiter des Stocker-Verlages und seines rechten Ablegers, dem "Ares-Verlag", der im eigenen Haus aber auch in anderen rechten Publikationen wie der rechtsextremen "Aula" schreiberisch aktiv ist. In einem Falter-Interview im Jahr 2005 gab er dazu zu Protokoll: „Es gibt eine Grauzone zwischen Zuwanderungskritik und Ausländerfeindlichkeit. Ich gestehe zu, dass Sie das als ausländerfeindlich bezeichnen können. Ich bezeichne es als zuwanderungskritisch."

Felix Menzel, Herausgeber und Chefredakteur der Jugendzeitschrift "Blaue Narzisse". Er gilt als Vertreter der Neuen Rechten und als einer der Schlüsselfiguren der rechtsextremen Identitären Bewegung in Deutschland. 

Brittany Pettibone, junge, rechte Autorin, die dem rechtsextremen Nationalismus in den USA mit ihrem Podcast ein freundliches, weibliches Gesicht verleiht. Pettibone ist die Freundin von Martin Sellner, führender Akteur der identitären Bewegung in Österreich und eng verbunden mit der "Neuen Rechten" in Deutschland.

Im "Ausstellerverzeichnis" befinden sich sämtliche einschlägigen Publikationen. Und Odin Wiesinger, Lieblingsmaler von Verkehrsminister Norbert Hofer und selbst ein Burschenschafter.

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Danke für Ihr Verständnis.

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die Totengräger von Graz!

.

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altbayer
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Ein Tipp

Googelt einfach einmal "Heinrich Birnleitner"
(der Schlossbesitzer) - dann ist eigentlich alles klar.

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Geerdeter Steirer
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"Heinrich Birnleitner"

Ein widerlicher Konsorte, hoffentlich gehen bei unseren Bürgern mal die Lichter an !!

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altbayer
1
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Privat

Privatveranstaltung auf Privatgrund!
Da würde wahrscheinlich der Verfassungsschutz ohne Genehmigung gar nicht rein dürfen.
Der Bürgermeister hat keine Mittel gegen die Veranstaltung vorzugehen - vielleicht könnten auf den Zufahrtstraßen ja am Tag der Veranstaltung zufällig "Wasserleitungsrohre" brechen und die Wege zum Schloss versperren (Gefahr in Verzug).

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CuiBono
0
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Nicht der Bürgermeister

der hat kein Recht, gegen eine Privatveranstaltung vor zu gehen.

Aber der Verfassungsschutz SEHR WOHL.
Wenn es um UNSERE Verfassung geht, kann und muss der überall rein.

Sofern dort nicht geschlafen wird.
Warum auch immer.

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voit60
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ein Wahnsinn

wie kann man als "christliche Partei" mit solchen Typen eine Koalition bilden? Da ist die deutsche CSU noch meilenweit davon entfernt, an der AFD auch nur anzustreifen.

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Mein Graz
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Die Blauen wollen uns doch immer glauben machen,

dass sie mit Rechtsextremen nichts zu tun haben.
Und dann sind da FPÖ-Politiker, die zu Ultrarechten Kongressen und Treffen fahren und manche referieren dort sogar.

Aber das hat natürlich gar nichts mit der FPÖ zu tun!
Was dann folgt sind doch nur "Einzelfälle"...

Das sind die Personen, die jetzt an der Macht sitzen. In Graz schon länger. In der Bundespolitik durch die Machtgelüste eines Jungpolitikers, der unter Zuhilfenahme eines Strategiepapierls die Schwarzen abserviert hat und dann um BK zu werden, alles in Kauf genommen hat.

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marieluise
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Mein Graz

In Burgenland sitzen schon länger in der Landesregierung und Kreisky war einer der ersten. Sind wahrscheinlich die braven Blauen.

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Mein Graz
0
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@marieluise

Bitte um Erklärung für "Kreisky war einer der ersten".

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marieluise
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Mein Graz

Der mit Hilfe eines blauen SS Offiziers zum BK. gewählt wurde.

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Mein Graz
2
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@marieluise

Whataboutism.

Sagen die Türkisen jetzt:
"Der Bruno hat vor mehr als 35 Jahren auch...! Deshalb dürfen wir jetzt auch...!"

Klingt nach Kindergarten-Niveau...

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Geerdeter Steirer
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;-))

Da sprach Gott es werde Licht, doch manch Bürger findet seinen Schalter nicht, so werden sie sich nicht erwehren gegen die braune Brühe wenn sie nicht anfangen zu Denken, auch wenn's bedeutet und ein mühvolles geistiges Lenken.

Mir sagte eine sehr weise und lebenserfahrene Person, "Es bekommt jeder einmal was er verdient, tue niemanden so etwas an was du selbst nicht willst", vielleicht dämmert es vielen schon was da am Dampfen ist und welche Folgen vielleicht einmal auf uns zukommen.

Ich möchte keineswegs schwarzmalen, aber da stinkt es schon gewaltig zum Himmel.

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tannenbaum
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Aber

der ÖVP dämmert leider noch gar nichts!

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helga.zuschrott
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heute wird ein neuer gemeinderat der fpö angelobt => bewegt sich im rechtsextremen bereich ....

.... eustaccio wird an diesem kongress teilnehmen => dies alles mit stiller dulfung der jeweiligen koalitionspartner - kurz und nagl schweigen - und dieses schweigen ist laut!

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SoundofThunder
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🤔

Und der Nagl schweigt.Genauso wie Kurz. Den Schwarz/Türkisen trifft die Schuld dass solche Leute nicht nur an die Macht kommen sondern dass deren Gestriges Gedankengut wieder Salonfähig wird. Die ÖVP soll nicht glauben dass sie sich aus der Verantwortung stehlen kann.Früher oder später bekommt ihr die Rechnung präsentiert.Auf den Judgement Day freue ich mich schon heute!

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marieluise
7
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S.T.

Sie haben LH. Niessl vergessen, der auch schweigt.

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Feja
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Warum Niessl? @ml

Was hat der mit der Stmk zu tun? Wenn dann sollte der türkise LH was sagen. Oder eben der Bürgermeister.
Oder bist auch der Meinung unser LH ist für den Eisenstädter Vizebürgermeister verantwortlich?

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Lodengrün
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Die rote Linie die laut Herrn Strache nicht übertreten werden

darf. Das ich nicht lache. Die halten uns für sehr doof und das macht mich ziemlich zornig. Diese Verlogenheit die man seit sie an der Regierung sind nicht einmal zu verbergen suchen und offen ausleben.

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Buero
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Jetzt reichts aber

schön langsam, das wird mir zu viel. Schön langsam muss man links (igitt) wählen um rechts zu verhindern. Es genügt nicht mehr, ÖVP zu wählen. Denn über die ÖVP kommt das Gsindl an die Macht.

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Feja
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Die Neos sind eh nicht links

;)

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gerbur
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@Feja

alles, was hilft die Blauen zu verhindern, ist wählbar!

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Feja
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Ja das sehe ich auch so

.

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