Kurz vor seinem Tod im Herbst 2023 hatte Christian Pilnacek offenbar noch große Pläne: Der suspendierte Sektionschef plante den Kauf einer Immobilie nahe Rossatz in Niederösterreich für eine Summe von rund 1,4 Millionen Euro. Das Geld dafür hätte wohl der befreundete Unternehmer Wolfgang Rauball vorstrecken sollen, schilderte Ex-Lobbyist Peter Hochegger am Mittwoch im U-Ausschuss, der sich mit den Ermittlungen nach Pilnaceks Ableben befasst. Der Sektionschef habe nämlich einen großen Geldbetrag aus Dubai erwartet – wofür ist bisher unklar.

Der damalige Hausbesitzer ist am Donnerstagvormittag im U-Ausschuss geladen, es handelt sich um einen ehemaligen Manager der Signa von René Benko. Der Hauskauf wäre eine „rein private Angelegenheit“ gewesen, sagt der Manager. „Ich kann, fürchte ich, zum Untersuchungsgegenstand überhaupt nichts beitragen.“

Pilnacek habe er nur einmal persönlich getroffen, als sich dieser für das Haus interessierte und es besichtigen wollte. „Ich habe einen Herren getroffen, den ich aus den Medien kannte, aber nicht sofort zuordnen konnte.“ Danach habe es keinen Kontakt mehr gegeben, für die Korrespondenz sei grundsätzlich eine Maklerin zuständig gewesen. Der Kauf hätte über eine Schweizer Gesellschaft erfolgen sollen, diese zog sich aber im Jänner 2024 zurück.