Österreichs Steuer- und Abgabenquote dürfte heuer bei 45,4 Prozent des BIP liegen – und kommendes Jahr auf 45,5 Prozent weiter ansteigen. Die Alpenrepublik liegt damit im absoluten Spitzenfeld der EU, der Durchschnitt der Eurozone liegt bei 41,3 Prozent. Es ist also tatsächlich, wie Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) in der ORF-„Pressestunde“ richtig gesagt hat, genug Geld für die Bewältigung aller erdenklichen Aufgaben der öffentlichen Hand da. Und zwar mehr als genug. Das sollte man angesichts der Rekordeinnahmen der öffentlichen Hand zumindest meinen. Doch die krachenden Budgets beim Bund, den neun Ländern und den 2092 Gemeinden beweisen das Gegenteil, eben weil sich auch die staatlichen Ausgaben auf Rekordhöhe befinden.