Macht macht nicht immer süchtig. Für manche ist sie auch eine Zumutung im wortwörtlichen Sinne. Es gibt Parteien, die leiden in der Opposition wie ein Junkie im kalten Entzug. Die ÖVP ist so ein Fall, die Kanzlerpartei existiert, um zu regieren – egal, mit wem. Die Sozialdemokratie tickt im Grunde ähnlich, nur agiert sie im Bund und etlichen Ländern weitaus weniger geschickt. Das Gegenteil davon ist die FPÖ, die sich, zumindest bisher, noch jedes Mal an einer Regierungsbeteiligung schwer verschluckt hat.
Nach Krispers Abrechnung
Was die Macht mit den Neos macht
Analyse.
Stephanie Krisper war das pinke Kontrollgesicht zu Oppositionszeiten. In der Dreierkoalition ist jedoch Pragmatismus Pflicht – und als Kleinster umso mehr.
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