Schon wieder liegt im Zusammenhang mit einem Flugzeugkauf des Bundesheeres der Vorwurf der Korruption in der Luft. Dabei wollte Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) nach dem Eurofighter-Desaster alles besser und transparenter machen: Ein Government-to-Government-Geschäft mit Italien bei der Beschaffung der Trainingsjets als Ersatz für die Saab 105 sollte Lobbyisten einen Riegel vorschieben. Nun kritisiert Grünen-Wehrsprecher David Stögmüller, dass es keine internationale Ausschreibung für das Rüstungsgeschäft gegeben hat. Die Leistungsbeschreibung des Bundesheeres soll im Gegenteil passgenau auf den M-346 FA von Leonardo zugeschnitten worden sein. Als Beispiel nennt er die Möglichkeit zur Betankung in der Luft, die laut dem Grünen genauso wenig notwendig sei, wie die Bewaffnung als leichtes Kampfflugzeug.
Leonardo-Trainingsjets
Ein Skandal? Wieder sorgt ein Jet-Kauf für Politwirbel
Grünen-Wehrsprecher David Stögmüller vermutet Korruption hinter dem geplanten Kauf italienischer Trainingsjets für das Bundesheer. Im Hintergrund dürften Lobbyisten die Fäden ziehen.
© Leonardo