Politikwissenschafter Hubert Sickinger ist tot. Wie am Wochenende via Bluesky bekannt wurde und der APA bestätigt wurde, ist der gebürtige Oberösterreicher kürzlich im 61. Lebensjahr gestorben.
Der promovierte Jurist und Politikwissenschafter war unter anderem Lehrbeauftragter an der Uni Wien. Zu seinen Forschungs- und Publikationsschwerpunkten gehörten neben dem österreichischen politischen System die Themen Parteienforschung, Politikfinanzierung und Korruptionsforschung.
Einsatz für Informationsfreiheit
Sickinger wurde 1965 in Braunau am Inn geboren, wo er auch die Volksschule und anschließend das Bundesgymnasium und Bundesrealgymnasium besuchte und 1983 maturierte. Nach Absolvierung des Jus- und Politikwissenschaftsstudiums an der Uni Innsbruck, wo der damalige Institutsleiter Anton Pelinka zu seinem Doktorvater wurde, arbeitete Sickinger ab 1992 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Konfliktforschung in Wien.
Sickinger war im Jahr 2013 Mitbegründer und Beiratsvorsitzender des Forums Informationsfreiheit, das sich für das Aus des Amtsgeheimnisses einsetzte. Der lange Einsatz um Informationsfreiheit mündete zehn Jahre später in einen parlamentarischen Beschluss. Ab September 2025 greift das neue Gesetz. Sickinger war zudem Vizepräsident des Beirats von Transparency International in Österreich.