„Unsere DNA ist nicht verhandelbar!“: So warnt der ehemalige Vizekanzler, Minister und ÖVP-Obmann seine eigene Partei in einem Schreiben an die Kleine Zeitung vor einer Koalition mit der FPÖ unter Herbert Kickl.

„Als ÖVP sind wir dem europapolitischen Erbe unseres Alois Mock und dem Patriotismus eines Leopold Figl und Julius Raab, die unser Österreich in die Freiheit geführt haben, verpflichtet“, schreibt der programmatische Erneuerer der Volkspartei, der in den späten 1980ern das Konzept der ökosozialen Marktwirtschaft entwarf. Die ÖVP habe keine Veranlassung, sich vom Machtrausch einer 29-Prozent-Partei erdrücken zu lassen. Wer die politische Identität der ÖVP nicht akzeptiere, werde zu keiner gemeinsamen Regierung kommen, ist Riegler überzeugt.

„Für mich persönlich gilt: Jemand, der die EU bekämpft, mit Putin liebäugelt, unsere demokratischen Grundfesten infrage stellt und mit unserer Verteidigung spielt, wird nie mein Bundeskanzler sein“, schreibt der ehemalige Parteichef seiner Partei ins Stammbuch. „Pragmatische Kompromisse ja, aber ein Aufgeben unserer Identität? Niemals!“