Den Deutschen habe ich das Burgenland immer so erklärt: Ein schmaler Landstrich an der Grenze zu Ungarn, in dem Österreich so ist, wie man es sich eben genau nicht vorstellt. Keine Schihütten, keine smaragdgrünen Bergseen, keine Alpenromantik. Hier regieren die Ebene, sanft schaukelnde Hügel und eine graubraune Lacke, die wir „den See“ nennen. Dass auf den Hügeln Weine wachsen, die in Haubenlokalen in die Gläser kommen, dass auf dem See Olympioniken ihr Segeln und Surfen trainieren und dass die Sommernächte hier so warm sind, dass man gar die Lust verliert, irgendwo anders Urlaub zu machen, erwähne ich nur auf Nachfrage. Nicht allen will ich vorschwärmen vom Burgenland.
Burgenlandwahl
Burgenländisches Zugverhalten
Reportage.
Die im Burgenland aufgewachsene Autorin Johanna Sebauer hat nach vielen Jahren in Hamburg ihre Sachen gepackt und ist wieder zurückgekommen in ihre Heimat.
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