Das alte ÖVP-Regierungsteam dünnt aus. Am Samstag kündigte Karl Nehammer nach dem krachenden Scheitern der Regierungsverhandlungen mit der SPÖ seinen Rücktritt als Bundeskanzler an. Kurz darauf machte auch Außenminister Alexander Schallenberg Nägel mit Köpfen, indem er bestätigte, was er schon zuvor erklärt hatte: nämlich unter Blau-Türkis nicht als Minister weiter zur Verfügung zu stehen. Am Dienstag folgte nun mit Frauen- und Integrationsministerin Susanne Raab die engste Vertraute Nehammers: Sie will sich für die Generaldirektion in der ICMPD, jener internationalen Migrationsagentur, die derzeit vom früheren ÖVP-Chef Michael Spindelegger geführt wird, bewerben, wie sie der APA zu Mittag bestätigte. Spindelegger geht mit Jahresende in Pension, Raab will ihm folgen und sich im Frühjahr einem entsprechenden Hearing und der Wahl durch die Mitgliedsstaaten stellen.
Auch Susanne Raab verlässt Politik
Türkiser Exodus nimmt Fahrt auf
Die Abgänge aus der ÖVP-Regierungsmannschaft häufen sich: Nach zuletzt Kanzler Nehammer, Außenminister Schallenberg, schon zuvor Verfassungsministerin Edtstadler hat nun auch Frauen- und Integrationsministerin Susanne Raab ihren Abschied aus der Politik erklärt.
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