Die Wirklichkeit hat viel Sinn für Ironie. Als ÖVP und Grünen im Jahr 2002 zum ersten Mal über eine Koalition verhandelten, ließ sich der damalige Grünen-Chef Alexander Van der Bellen zu der flapsigen Bemerkung hinreißen, dass sich seine Partei „nicht mit dem Sportministerium abspeisen lassen“ werde. Der konservativ-ökologische Flirt scheiterte damals, 18 Jahre später lobte Van der Bellen als Bundespräsident seinen ehemaligen wissenschaftlichen Mitarbeiter Werner Kogler als Vizekanzler an – und als Sportminister.