Streit mit der Bundespartei soll es nicht geben. Doch fehle es dieser momentan an Verlässlichkeit und Berechenbarkeit, beklagte die SPÖ Burgenland, als sie vor wenigen Tagen ankündigte, keine Kandidaten für die EU-Wahl zu entsenden. Grund waren Querelen um die Reihenfolge der zu füllenden Listenplätze: Dem Burgenland sprach die Partei den siebenten – quasi aussichtslosen – Platz zu, in der Landespartei von Hans Peter Doskozil beharrte man entsprechend dem komplexen parteiinternen Berechnungsmodell auf den fünften Platz. Nun wird niemand aus dem Burgenland für Brüssel kandidieren, „um ein klares Zeichen zu setzen“, erklärte der Landeshauptmann. Wahlwerben werde man trotzdem.